Sa, 21.10.2017
Jahrgang 18, Nr. 6504
© 1999-2017 by IWP
 ::WIL
 ::UZWIL
 ::FLAWIL / DEGERSHEIM
 ::OBER- / NIEDERBÜREN
 ::NIEDERHELFENSCHWIL
 ::ZUZWIL / BRONSCHHOFEN
 ::OBERUZWIL / JONSCHWIL
 ::REGION
 ::ÜBER IWP
 
 infowilplus.ch
Ausgezeichnet: Hedy Diethelm-Hagen erhielt es älteste lebende ehemalige Referentin der VHS Wil eine rote Rose überreicht.
Hans Güntert wurde für sein 17-jährige Arbeit als Schulleiter gedankt.
Der ehemalige Schulleiter der VHS und Vorgänger Günterts, Tony Vinzens, betonte, dass die Volkshochschule Wil nicht nur in der Stadt über ein hohes Ansehen verfüge, sondern eine Ausstrahlung auf die ganze Region habe.

„Die VHS wird auch in Zukunft weiter leben“
Das Wiler Bildungsbürgertum feierte am Sonntag „50 Jahre Volkshochschule“, an den Kursen des Bildungsinstitutes sind immer auch rund ein Drittel auswärtige Teilnehmer

21.06.04, CHRISTOF LAMPART
Mit einem ebenso feierlichen wie langen Festakt gedachte lokale und regionale Prominenz aus Bildungswesen und Behörde am Sonntagabend in der Wiler Tonhalle dem 50. Geburtstag der Äbtestädter Volkshochschule (VHS).

An einem solchen Anlass, der vor allem der Rückschau aufs Geleistete und der Ehrung der noch auf Erden Verbliebenen und teilweise auch weiterhin im Amt verbleibenden Funktionäre dient, treffen sich vor allem jene, die sich schon seit jeher, aus Eigeninteresse oder von Amtes wegen, mit der Materie „Bildung“ auseinandergesetzt haben. Und so waren denn unter den rund 180 Häuptern viele ergraute zu sehen, hingegen kaum solche, die unter 40 Lenze zählten.

Kurzum: es war die Feier des klassischen Bildungsbürgertums, dem der Literatur-Kodex eines Reich-Ranicki näher steht, als die neueste Palette von Handy-Klingeltönen. Und weil nichts so schön ist, wie eine Feier unter Gleichgesinnten, wurde nicht nur privat beim nachfolgenden Apéro, sondern auch während des Festaktes, der rund zweieinhalb Stunden dauerte, wacker das Wort ergriffen.

Von sechs auf 33 Kurse
So durfte der ehemalige Schulleiter, Tony Vinzens, schon zu Beginn die Forderung an die Zuhörerschaft richten, dass sie eine Stunde am Tag etwas lernen sollte und verband diese mit dem werbewirksamen Hinweis, dass die Volkshochschule Wil eine Ausstrahlung auf die ganze Region habe. Tatsächlich werden die VHS-Kurse von rund 1000 Personen im Jahr besucht, wovon zwei Drittel aus Wil, ein Drittel von auswärts stammen. Der seit 34 Jahren als Stiftungsratspräsident amtierende Alt-Stadtpräsident von Wil, Hans Wechsler,  rief hingegen in Erinnerung, welch grossen Wandel die VHS in den letzten Jahrzehnten unterworfen war.

Waren es in den Anfangsjahren rund sechs Kurse im Jahr, so umfasste das Jahresprogramm in der nun zu Ende gehenden, 17 Jahre währenden Ära Hans und Adriana Güntert rund 33 Kurse, von denen nur die wenigsten mangels Beteiligung nicht durchgeführt werden konnten. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Kurse sukzessive durch Exkursionen und Reisen ins In-. und Ausland ergänzt.  Alleine unter der Leitung der Günterts wurden 560 Kurse und 36 Matinees durchgeführt, was Wechsler als „eine Respekt heischende Leistung“ bezeichnete.

Gähwiler neuer Präsident
Mit den Jahren wuchsen auch die Aufwendungen und damit auch die benötigten Subventionen. Ebenfalls gestiegen sind über die Jahrzehnte hinweg die städtischen Zuschüsse an die Kosten: waren es im Jahr 1982 gerade einmal 4000 Franken, welche die Stadt an die VHS zahlte, so waren es in den letzten Jahren 20000. Und seit diesem Jahr überweist die Stadt gar 30000 Franken; eine Summe, die laut Stadtpräsident Bruno Gähwiler „gut investiertes Geld“ sei.

Danach folgte die Amtsübergabe: Nach 34 Jahren als Stiftungsratspräsident der VHS Wil übergab Hans Wechsler seinen Posten dem Wiler Stadtpräsidenten, Bruno Gähwiler. Anschliessend dankte die neue Leiterin der VHS Wil, Elisabeth Fürer,  Adriana und Hans Güntert für die geleistete Arbeit, verwies auf einige Schwerpunkte ihrer Arbeit und erklärte, sie wolle die VHS-Räumlichkeiten im Hof zum „Begegnungsraum mit Atmosphäre“ werden lassen. Hans Güntert dankte für das Lob und wies darauf hin, dass er über all die Jahre hinweg nicht nur Organisator der diversen Kurse gewesen sei, sondern zugleich auch oftmals ein gelehriger Schüler sein durfte. Er gehe mit einem guten Gefühl und sei sicher, dass die VHS Wil auch in Zukunft weiter leben und ihre Existenzberechtigung haben werde.

Leserbrief schreiben Diskussion Artikel versenden Artikel drucken
Ausgabe vom 21.10.2017 | © IWP 1999-2017 | Geschichte | Werbung | Logos | Impressum | Kontakt