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| Beide Teams gingen engagiert zur Sache. |
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| Agim Nushi kommt einen Tick zu spät. |
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| Domenik Longo bekam einen Schlag auf den Oberschenkel. |
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| Gute Schusshaltung von Marco Hämmerli. |
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| Domenik Longo ersprintet sich einen Ball. |
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| Marco Hämmerli bei einem Vorstoss. |
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| Markus Gsell beim Zweikampf im Mittelfeld. |
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| Und genau diese Leidenschaft, wie auf dem Spruchband, legten die Wiler an den Tag, leider nur eine Halbzeit lang. |
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Niederlage beim Heimspiel in Zürich
Der FC Wil verliert gegen YF Juventus Zürich nach einer Pausenführung mit 2:4.
07.08.2005, Simon Dudle
Zur Pause schien der FC Wil auf bestem Wege, um vom Gastspiel bei YF Juventus Zürich Punkte zu entführen. Die 2:1-Führung wurde jedoch innerhalb von nur elf Minuten vergeigt, so dass am Schluss eine 2:4-Niederlage resultierte. Vor allem das Wembley Tor zum 3:2 durch Marcos De Azevedo gab zu Reden.
Obwohl der FC Wil in Zürich antrat, war es wie ein Heimspiel. Und das nicht nur für Sokol Maliqi, der vergangene Saison bei YF Juventus gespielt hatte. Mindestens die Hälfte der 600 Zuschauer war aus Wil angereist und unterstützte die Truppe von Trainer Maurizio Jacobacci lautstark.
Auf einem Spruchband des harten Kerns war zu lesen: „Eui Leidäschaft isch üsä Stolz!“ Und genau diese Leidenschaft legten die Wiler an den Tag, jedoch nur eine Halbzeit lang. Von Beginn weg drückten die Fürstenländer dem Spiel den Stempel auf und suchten den Führungstreffer.
Als aus dem Nichts nach einem individuellen Fehler das 1:0 für YF Juventus fiel, musste sich die Mannschaft neu orientieren. Auf einen kleinen Durchhänger folgte wieder eine Wiler Sturm und Drang Phase, in welcher Goran Ivelj per Kopf und Kristian Nushi nach einem Angriff über die linke Seite den Rückstand in eine 2:1-Pausenführung verwandelten. Es wäre sogar mehr drin gelegen, jedoch vergaben Rosemir Pires und Kristian Nushi guten Chancen und Schiedsrichter Bernold übersah ein Handspiel eines YF-Verteidigers, welches einen Penalty zur Folge gehabt hätte.
Ernüchterung nach der Pause In der Pause nahmen sich die Wiler vor, noch einen Zack zuzulegen. Eingetreten ist jedoch das Gegenteil. Wieder war ein individueller Fehler dafür verantwortlich, das Pablo Parmo ausgleichen konnte. Dann folgten die entscheidenden Momente. Trainer Jacobacci nach dem Spiel: „Dass nach dem 2:2 keine Reaktion kam, stimmt mich nachdenklich.“ Tatsächlich erspielten sich die Äbtestädter bis Spielende keine zwingenden Torchancen mehr. Ganz im Gegensatz zu den Zürchern, wobei ihr dritter Treffer zu Diskussionen Anlass gab.
Nach einem Schuss von Marcos De Azevedo sprang der Ball zu Boden und von dort wieder ins Feld zurück. Tor oder nicht Tor? Schiedsrichter-Assistent Bognar hob sofort die Fahne und zeigte auf Tor, was die Wiler Spieler zu wilden Protesten verleitete. Sie waren jedoch sinnlos, denn Muri Ibrahim wäre zur Stelle gewesen und hätte den Nachschuss nur noch über die Linie drücken müssen. Als dieser Ibrahim nur zwei Minuten später auf 4:2 erhöhte, war der Mist geführt.
„Sechs Punkte sind zu wenig“ Es war keineswegs so, dass sich die Wiler aufgegeben hätten. Vor allem nach dem Platzverweis gegen den ex-FCZ Spieler Cesar Sant’Anna versuchten die Gäste noch einmal alles, um heranzukommen. Jedoch fehlte der letzte Zwick. Jacobacci: „Ich erwarte von jedem Spieler 100 Prozent an Einsatz. 99 sind zu wenig.“ Dass alle vier Gegentreffer auf individuelle Fehler zurückzuführen waren, mag mit dem gesundheitlichen Zustand der Verteidigung zusammenhangen. Rosemir Pires und Goran Ivelj waren angeschlagen und Domenik Longo musste eine Viertelstunde vor Schluss vom Platz, nachdem er einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen hatte.
Es war der negative Höhepunkt einer sehr gehässigen zweiten Halbzeit. Trainer Maurizio Jacobacci war ratlos und forderte eine sofortige Reaktion: „Sechs Punkte aus vier Spielen sind zu wenig. Die zweite Halbzeit hat mir nicht gepasst.“ Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft am Samstag gegen Luzern (17.30 Uhr, Sportpark Bergholz) wieder über 90 Minuten konzentrierten Fussball bietet. Dann muss sie sich vor niemandem verstecken und kann diese Saison noch viel erreichen.
| SC YF Juventus Zürich – FC Wil 1900 4:2 (1:2) |
Utogrund: 600 Zuschauer – SR: Bernold. Tore: 15. Junior Senaya 1:0. 27. Ivelj 1:1. 44. K. Nushi 1:2. 53. Parmo 2:2. 62. De Azevedo 3:2. 64. Ibrahim 4:2.
SC YF Juventus Zürich: Greco; Ferricchio, Del Rio, Sant’Anna, De Donno; Berisha, Teta, De Azevedo (72. Dos Santos), Yao Senaya (78. Juliano); Parmo, Junior Senaya (33. Ibrahim).
FC Wil 1900: Lopar; Schönenberger, Ivelj, Pires, Hämmerli; Longo (73. Previtali); K. Nushi, Maliqi, Gsell, A. Nushi (66. Bem); Mordeku.
Bemerkungen: YF Juventus ohne Shorunmu (abwesend) und Paradiso (nicht spielberechtigt). Wil ohne Oberli (verletzt) und Cengel (noch nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 4. De Azevedo (Foul), 18. K. Nushi (Foul), 32. De Donno (Foul), 63. Gsell (Foul), 69. Ivelj (Foul), 77. Previtali (Foul). Rote Karte: 83. Sant’Anna (grobes Foul). 33. Junior Senaya verletzt ausgeschieden. 73. Longo nach Schlag auf den Oberschenkel verletzt ausgeschieden.
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