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| Cengel_war erstmals Spielberichtigt. |
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| Gerangel im Luzerner Strafraum. |
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| Einer der vielen Wiler Corner. |
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| Lopar ging am Schluss in den Angriff. |
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| Mordeku musste am Anfang auf der Bank Platz nehmen und kam als Jocker zum Einsatz. |
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Der tragische Held
Der FC Wil verliert das Heimspiel gegen den FC Luzern unglücklich mit 1:2.
14.08.2005, Simon Dudle/Martin Ammann
Er hätte der Held des Spieles werden können. Önder Cengel verwertete in seinem ersten Spiel die erste Wiler Chance zum zwischenzeitlichen Ausgleich, verschoss danach aber einen Foulpenalty, so dass der FC Luzern frischen Muten schöpfte und schlussendlich 2:1 siegte. Es war eine aus Wiler Sicht unnötige Niederlage, die bei den Verantwortlichen aber keine Panik auslöste.
Schlussendlich konnte Peter Pfister, der mächtige Präsident des FC Luzern, seine Sonnenbrille abnehmen. Er durfte sein Gesicht wieder zeigen. Zuvor musste der FCL-Vorstand unten durch. Was war passiert? Unter der Woche trat Assistenztrainer Stephan Lehmann nach Differenzen mit dem Präsidenten zurück. Die Spieler zeigten sich solidarisch und hatten beim Einmarsch im Bergholz ein T-Shirt an, auf dessen Vorderseite „Danke Steph“, und auf der Rückseite „Einer von uns“ geschrieben stand.
Dicke Post für die Vorstandsetage. Auch die mitgereisten Fans aus der Innerschweiz taten ihren Unmut lautstark kund. Trotz allem zeigten die Akteure auf dem Feld eine Reaktion und landeten mit dem 2:1-Sieg beim FC Wil den ersten Saison-Sieg.
Drei Verletzte Bei den Fürstenländern hatte man sich durchaus auf ein schwieriges Spiel vorbereitet. Nach einer bescheidenen Startphase steigerte sich das Heimteam und dominierte den Gegner klar. Der FC Luzern war ultradefensiv eingestellt und verlegte sich aufs Kontern, wobei die Leuchtenstädter mit Edmond N’Tiamoah, Santiago Kuhl und vor allem Jean-Michel Tchouga drei brandgefährliche Spieler in den eigenen Reihen hatten.
Erschwerend für die Wiler kam hinzu, dass im Verlauf des Spieles praktisch die ganze Verteidigung angeschlagen war und ausgewechselt werden musste. Ivan Previtali und Marco Hämmerli hatten Probleme im Knie, bei Rosemir Pires dürfte nach ersten Angaben nichts Schlimmes passiert sein.
Tor und Rangelei Aber der Reihe nach. Auf den verdienten Führungstreffer der Innerschweizer durch Edmond N’Tiamoah gab der FC Wil postwendend die Antwort. Önder Cengel, dessen Spielberechtigung endlich aus der Türkei eingetroffen war, hatte die erste Chance zum Ausgleich verwertet. Seine starke Leistung hätte er beinahe mit einem weiteren Tor gekrönt. Jedoch sah er seinen nicht schlecht geschossenen Foulpenalty kurz nach der Pause von FCL-Hüter David Zibung abgewehrt.
War es richtig, dass Cengel den Elfmeter schoss? Kurz zuvor war der Stürmer in eine Rangelei mit Torhüter Ziboung verwickelt gewesen und verwarnt worden. Im Nachhinein ist man immer gescheiter. Fakt ist aber, dass Cengel so zum tragischen Helden der Partie avancierte. Schwer vorstellbar, dass der angeschlagenen FC Luzern bei einem Rückstand noch einmal herangekommen wäre. So war es erneut N’Tiamoah, der von einem Stellungsfehler in der Wiler Verteidigung profitierte und zum entscheidenden 2:1 traf. Da nützte es auch nichts mehr, dass Torhüter Daniel Lopar in der Schlussphase mitstürmte und sogar eine Chance hatte.
Keine weiteren Transfers Beim FC Wil war man nach dem Spiel weit davon entfernt, wegen der Niederlage in Panik auszubrechen. Sportchef Freddy Strasser: „Ich bin überzeugt, dass etwas Gutes entsteht. Darum bleiben wir auf unserem Weg.“ Im Weiteren bestätigte er, dass bis zum Beginn der Transfersperre anfangs September keine personellen Veränderungen mehr geplant seien.
Trainer Maurizio Jacobacci sprach von einer bitteren Niederlage, sah aber auch Positives: „Es war eine gute Reaktion auf die Partie in Zürich, aber wir machten uns das Leben durch Eigenfehler selber schwer. Ich spüre auch jetzt keinen Druck, die Resultate werden sich einpendeln.“ Tatsächlich war der FC Wil die bessere Mannschaft und hätte einen Punkt verdient gehabt.
| FC Wil 1900 – FC Luzern 1:2 (1:1) |
Bergholz: 1420 Zuschauer – SR: Rutschi. Tore: 18. N’Tiamoah 0:1. 23. Cengel 1:1. 64. N’Tiamoah 1:2.
FC Wil 1900: Lopar; Schönenberger, Previtali (73. A. Nushi), Pires (70. Mordeku), Hämmerli (42. E. Zverotic); Longo; Bem, Maliqi, Gsell, K. Nushi; Cengel.
FC Luzern: Zibung; Sam (56. Lambert), Bader, Boz, Dal Santo; Mehmeti; Sucic (75. Diethelm), Tchouga, Kuhl, Kaci (95. Makuka); N'Tiamoah.
Bemerkungen: Wil ohne Ivelj und Oberli (verletzt). Luzern ohne Calapes, Righetti (verletzt), Zaccanti (nicht spielberechtigt) und Izzo (suspendiert). Verwarnungen: 10. Boz (Foul), 54. Cengel (Unsportlichkeit), 54. Zibung (Unsportlichkeit), 58. Sucic (Foul), 63. Previtali (Reklamieren). 53. Zibung hält Foulpenalty von Cengel. 42. Hämmerli angeschlagen ausgewechselt. 70. Pires angeschlagen ausgewechselt. 73. Previtali angeschlagen ausgewechselt. 71. Tor von Touchga wegen Offside annulliert.
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