Der Vortrag über Elektrosmog stiess auf grosses Interesse.
Der Geopathologe Luis Schneider überzeugte durch sein fundiertes Wissen.
Gelungener Auftakt zum Jubiläumsjahr Die Vereinigung Swiss Engineering, Wil und Umgebung, startete mit der Neujahrsbegrüssung in Uzwil gleich die Jubiläumstournee.
07.01.2006, Ernst Inauen Die sehr gut besuchte Neujahrsbegrüssung im Hotel Uzwil bildete den erfolgreichen Einstieg in das Jubiläumsjahr des Berufsverbands Swiss Engineering STV, Sektion Wil und Umgebung. Als Gastreferent beleuchtete der Geopathologe Luis Schneider in seinem hoch interessanten Vortrag die brisante Problematik von Elektrosmog und gesundheitsschädlicher Strahlung. Beim anschliessenden Apero entwickelte sich ein reger Austausch.
Die Sektion Wil und Umgebung des Swiss Engineering STV kann in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Ein Jahr nach der Gründung des schweizerischen Berufsverbandes bildeten sich bereits 1906 auch in Wil und in Uzwil regionale Sektionen. Im Jahr 2000 erfolgte der Zusammenschluss.
Heute gehören rund 200 Ingenieure, Architekten und Chemiker der regionalen Sektion an. Schweizweit zählt Swiss Engineering STV über 14'000 Mitglieder. Der Berufsverband setzt sich national und international für die berufs- und standespolitischen Anliegen ein. Die zukunftsgerichteten Themen sind Berufsförderung, die Aus- und Weiterbildung sowie wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklung in der Schweiz.
Professionelle Untersuchungen Rund die Hälfte aller Mitglieder folgte der Einladung des Vorstandes zur Neujahrsbegrüssung im hotel Uzwil. Dazu gesellten sich auch gut 40 Partnerinnen. Offensichtlich wählten die Organisatoren des Anlasses ein Thema, das auf sehr grosses Interesse stiess. Dies zeigte auch die ausgiebige Diskussion am Schluss des Referats. Luis Schneider wurde mit zahlreichen Fragen konfrontiert, die er kompetent beantwortete. Der Architekt, Baubiologe und Geopathologe gründete zusammen mit seiner Berufskollegin und Naturärztin Petra Moser die Firma „Geopathologie Schweiz“. Dieses Institut ist in diesem Tätigkeitsbereich nach eigenen Angaben das einzige professionelle Institut in der Schweiz.
Im ersten Teil des Abends fesselte der Referent die Zuhörerschaft mit seinen fundierten Einblicken in die Thematik Elektrosmog und Strahlungen. Mit der Erfahrung von über 4000 Untersuchungen präsentierte Schneider sein breites Wissen über die Auswirkungen von elektrischen und elektronischen Geräten auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Anhand von kurzen Filmsequenzen und einfachen Experimenten bewies er die weit über dem Toleranzbereich liegenden Strahlungswerte, welche durch Haushaltgeräte, Antennenanlagen und Mobilfunk erzeugt werden.
Gesundheitliche Gefahren Das Bewusstsein für das enorme Gefahrenpotenzial des Elektrosmogs sei in der Bevölkerung noch zu wenig vertieft, denn man sehe ihn ja nicht. Die Belastung sei massiv gestiegen, besonders durch die drahtlose Telefonie. Im Spannungsfeld von Wirtschaft und Volksgesundheit nehme jedoch die Erkenntnis zu, dass es gesundheitsschädigende Strahlen abzuwehren gelte. Die zunehmende Sensibilität drücke sich in der Abwehrhaltung breiter Bevölkerungsschichten gegenüber von Funkantennenanlagen aus. Rechtliche Grundlagen gegen eine Erstellung dieser Antennen gebe es aber nicht. Dafür sei einzig der Bundesrat zuständig. Schneider zitierte Bundesrat Leuenberger: „Jeder ist für seine eigene Gesundheit zuständig!“
Besondere Sorgen mache ihm die Jugend. Durch das lange Telefonieren mit den Handy’s seien die Jugendlichen einer enormen Strahlungsbelastung ausgesetzt. Schlimm sehe es auch in manchen Kinderzimmern aus. Was da an elektrischen und elektronischen Geräten herumstehe, sei ein Powerpaket an Strahlenverursachern. Es gelte Massnahmen gegen diese Gefahrenquellen zu treffen. Seine Firma untersuche vor allem den Schlafbereich, in dem der Mensch immerhin einen grossen Teil seines Lebens verbringe.
Gesellschaftlicher Treff Beim Apero in der Tabasco-Bar des Hotel Uzwil ergriff Präsident Werner Käufeler das Wort. Er zeigte sich erfreut über den Grossaufmarsch. In einem kurzen Rückblick erwähnte er wichtige Ereignisse im Gründungsjahr 1906. Er wünschte allen ein erfolgreiches, spannendes Jubiläumsjahr mit wenig Stress, mehr Zeit für Abwechslung, vielen erfreulichen Kontakten und ehrlicher Toleranz. Dazu meinte er: „In den Reihen unserer STV-Sektion habe ich meine besten Freunde kennen gelernt“.
Der Slogan „Engineerung – die treibende Kraft der Technik“ umschreibe die Bedeutung des Berufsverbandes. Er hoffe, dass auch die übrigen Events des reichhaltigen Jubiläumsprogramms so guten Zuspruch finden. Die Generalversammlung findet am 18. Februar statt. Das abwechslungsreiche Jahresprogramm enthält weitere attraktive Events und endet mit dem Höhepunkt der Jubiläumsgala am 4. November 2006.
Im Gespräch mit Infowilplus wies auch Vorstandsmitglied Guido Breu auf die erfolgreiche Tätigkeit der Sektion hin. „Der Zugang zu einem weit verzweigten Netzwerk für Fachwissen und technisch orientierten Dienstleistung gewinnt zunehmend an Bedeutung“, erklärte der OK- Leiter 100 Jahr Jubiläum. Eigentlich seien die meisten Mitglieder Netzwerker. Nachwuchswerbung werde bereits bei den Hochschulabsolventen betrieben.
Beim Apero hörten die Teilnehmenden ihrem Präsidenten zu.
Mit dabei war auch der Zuzwiler Bruno Göggel.
Präsident Werner Käufeler zeigte sich erfreut über den grossen Aufmarsch.
Mit kleinen Experimenten wurden die Strahlungswerte demonstriert.