Sa, 04.02.2012
Jahrgang 13, Nr. 4418
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Kommenden Freitag geht im Hofkeller die letzte der 22 Aufführungen von Mirandolina über die Bühne.
1650 Gäste genossen das Esstheater
Mirandolina beschert der „bühne70 wil“ einen Publikumserfolg

23.01.2006, dow
Am kommenden Freitag feiert das als Esstheater inszenierte Stück "Mirandolina" von Carlo Goldoni Dernière im Gewölbekeller des Hofes zu Wil. Die Verantwortlichen der „bühne70 wil“ und der Gastronomie Hof zu Wil blicken mit Stolz und Zufriedenheit auf durchwegs ausverkaufte und pannenfreie Vorstellungen von „Mirandolina „zurück.

Die Kombination Theater und Gastronomie kommt beim Publikum gut an.
Die Laienschauspieler bieten immer wieder faszinierende Auftritte.
Der Applaus des Publikums war den Darstellern immer sicher.
Das gewählte Konzept eines ausgewogenen Mixes zwischen Theaterkunst und Gaumenfreude darf definitiv als bedürfnisgerechte Einschätzung der heutigen Publikumswünsche bezeichnet werden.

50 Probenabende im Voraus
Insgesamt werden 1650 Zuschauer aus der Region und weiteren Teilen der Schweiz eine der 22 Aufführungen besucht haben. Das toskanesische Ambiente, welches mit Hilfe des grossartigen Bühnenmalers Enrico Caspari in den Gewölbekeller projiziert werden konnte, liess die Herzen der Zuschauer - bereits kurz nach deren Ankunft aus kalter Winternacht - erwärmen.

Das Stück trug ein Mal mehr die unverkennbare Handschrift von Hannes Meier. Dieser führte - zusammen mit Erwin Freitag - mit gewohnt fordernder Haltung eine ausgezeichnete Regie. Seit März 2005 mussten die Laiendarsteller an ca. 50 Probenabenden und Wochenenden hart an ihren Rollen arbeiten um die geforderte Qualität erbringen zu können.

Gefällige Kompositionen
Hannes Meier kürzte die Originalfassung von Carlo Goldoni mit grosser Genialität auf die Essenz und verlieh dem Stück mit dem Einsatz eines philosophierenden und rezitierenden Pantalone, welchen er höchstpersönlich verkörperte, eine besondere Note. Zudem war es ihm ein grosses Anliegen, im von Liebe, Eifersucht und Gier geprägten Stück, die Götter Amor, Bacchus und Fortuna einzubauen. Diese sollten ihren Auftritt gesanglich finden. Dank der Zusage von Werner Baumgartner, an dieser Produktion mitzuwirken, wurde es möglich, die Inszenierung musikalisch zu umrahmen.

Die von Hannes Meier geschriebenen Liedertexte wurden mit gefälligen Kompositionen von Werner Baumgartner in Musik umgesetzt. Die Lieder trugen die der bühne70 wil angehörigen Mitglieder Martina Oertli, Karl Ulmer, Felix Klein sowie Esther Siebenmann, die eine wundervolle, natürlich wirkende Mirandolina verkörperte, vor. Die Begleitung auf dem E-Piano übernahm der Komponist persönlich. An drei Abenden wurde dieser durch Andrea Wiesli vertreten, die sich dank ihres grossen musikalischen Talentes harmonisch in das Stück eingliedern konnte.

5-Gang Menu aus der Hofküche
Aus logistischer Betrachtungsweise konnte die Beleuchtungsproblematik dank den Qualitäten von Christian Stricker ohne grossen Schwierigkeiten eliminiert werden. Dieser wiederum wurde materialmässig von Stefan Alfanz grosszügig unterstützt. Damit war Beleuchtungstechnik auf höchstem Niveau garantiert.

Ebenfalls als grosse Herausforderung galt es, die zeitgerechte Bereitstellung des 5-Gang Menüs und dessen schnellen Service zu organisieren. Dank des vorbildlichen persönlichen Engagements von Heidi und Edgar Bürgler, den initiativen Pächtern der Gastronomie Hof zu Wil, stimmte auch hier alles von A-Z. Dem Küchenteam unter der bewährten Leitung von Lars Maciejowski gelang es, das italienische Menü in der gewohnt hohen Qualität in die Schüsseln und auf die Teller zu zaubern. Marlies Hollenstein und Yvonne Hertle als Verantwortliche für die Servicebrigade stellten sicher, dass das vom Publikum gerühmte, freundliche Personal stets termingerecht zur Stelle war. Alles in allem eine grossartige und anerkennenswerte Leistung der Gastronomie Hof zu Wil.

Bald wieder auf der Tonhallenbühne
Die Marketinganstrengungen im Vorfeld der Produktion weckten das Interesse des Privatsenders TELE D, welcher einen viel beachteten 20-minütigen Vorspann ausstrahlte und in Kürze das Stück in voller Länge übertragen wird.
Der tolle Erfolg lässt die vielen Stunden harter Vorbereitung schnell in Vergessenheit geraten.

Jedes Ende ist zugleich ein neuer Anfang. Diesem Motto getreu wurde bereits mit den Proben für die Produktion 2006 begonnen. Anfang September wird das Ensemble der „bühne70 wil“ nach langer Pause endlich wieder einmal auf der Tonhalle-Bühne zu sehen sein. In voraussichtlich 5 Aufführungen gelangt die von Nikolaj Gogol geschriebene russische Provinzkomödie "DER REVISOR" zur Aufführung. Rechtzeitiges Lachmuskeltraining wird empfohlen.

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