 |
| Die alte Henauerstrasse: Ihr ist eine breitere Strasse mit Radstreifen und ohne Mittelstreifen gefolgt. |
 |
|
Radstreifen statt Mittellinie
Auf der Henauerstrasse in Niederuzwil findet der Radfahrer nun seinen Radstreifen, eine deutliche Verbesserung für schwächere Verkehrsteilnehmer.
19.04.2007, gk
Gleichzeitig mit der Strassensanierung konnte zwischen Niederuzwil und Henau der Radweg realisiert werden. Nun sind auch auf der Henauerstrasse in Niederuzwil Radstreifen markiert, um die Situation für die Zweiradfahrer zu verbessern. Rechtzeitig auf den Schulbeginn nach den Frühlingsferien besteht damit vom Zentrum Niederuzwil bis Henau ein gesicherter Bereich für die Velofahrer. Gleichzeitig wurde die Mittellinie auf der Strasse demarkiert.
Radstreifen gelten allgemein als geeignete Massnahme, um den Rad fahrenden eine eigene Verkehrsfläche zur Verfü-gung zu stellen und ihre Sicherheit zu erhöhen.
Stichwort Kernfahrbahn Oft lassen die vorhandenen Fahrbahnbreiten jedoch die Markierung von Radstreifen nicht zu. Denn: Zu schmale Fahrstreifen können eine nicht vorhandene Sicherheit vortäuschen. Immer mehr Städte und Gemeinden entscheiden sich in solchen Fällen für die so genannte Kernfahrbahn: Es werden Radstreifen markiert und damit den Radfahrern ein gesicherter Bereich zur Verfügung gestellt, jedoch keine Mittellinie. Bestehende Mittellinien werden demarkiert.
Die Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenker fahren so mehr in der Mitte der Fahrbahn und verhalten sich vorsichtiger. Die Er¬fahrung mit dieser Massnahme zeigt: Die Verkehrssicherheit wird erhöht. Kernfahrbahn auf der Henauerstrasse Auch auf der Henauerstrasse zwischen dem Ochsenplatz und dem Rädlibach wurden dieser Tage die Mittellinien demarkiert und beidseits Radstreifen angebracht. Damit hat der gesicherte Radfahrerbereich zwischen Henau und Nieder¬uzwil seine Fortsetzung bis ins Zentrum von Niederuzwil gefunden. Die Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei konkretisiert.
Problematisch war, dass die Henauerstrasse auf dem kurzen Teilstück zwischen der Wartstrasse und der Flurhofstrasse für die gewählte Lösung eher etwas schmal ist. Die Markierung in diesem Bereich hat deshalb den Charakter einer Versuchsstrecke. Diese Versuchsstrecke wird nun in nächster Zeit intensiv ausgewertet – auch mit Filmaufnahmen. Der Versuch wird zeigen, ob die Markierung auch in diesem Abschnitt bestehen bleiben kann.
Verändertes Verkehrsverhalten Die markierten Radstreifen beanspruchen Platz, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen. Deshalb ist das Kreuzen von Motorfahrzeugen auf der Kernfahrbahn nicht mehr in jedem Fall bei voller Fahrt möglich. Die Automobilisten müssen sich daran gewöhnen: Nur wenn keine Rad fahrenden behindert werden, dürfen die Radstreifen benützt werden. Die Erfahrungen andernorts zeigen, dass wegen der fehlenden Mittellinie besser auf den Gegenverkehr geachtet wird, was - weitgehend unbewusst - bei den motorisierten Verkehrsteilnehmern zu einer gewissenhafteren Fahrweise und etwas tieferen Geschwindigkeiten führt.
Auch für die Radfahrer ergeben sich Änderungen: Wo Rad¬streifen vorhanden sind, müssen sich Zweiradfahrer innerhalb dieser Streifen bewegen. Nach den Frühlingsferien wird die Polizei das Verhalten der Verkehrsteilnehmer auf der Henauerstrasse beobachten und falls notwendig eingreifen.
| Baubeginn an der Stockenstrasse |
Nächste Woche beginnen die Bauarbeiten an der Stockenstrasse in Algetshausen. Gleichzeitig entsteht entlang dieser wichtigen Gemeindestrasse ein durchgehender Fussgängerschutz. Die Bauarbeiten – inklusive Werkleitungsbauten – dauern rund 5 Monate.
Die Stockenstrasse ist dringend sanierungsbedürftig. Sie ist wichtige Grunderschliessung des südöstlichen Dorfteils von Algetshausen. Als Besonderheit kommt dazu, dass sie auch grössere eingezonte, aber noch nicht überbaute Flächen sowie zwei verkehrsintensive Betriebe erschliesst. Entsprechend ist sie auch von Lastwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen aller Art befahren.
Fussgängerschutz ergänzen Ein Fussgängerschutz fehlt heute weitgehend, ist aber sehr nötig. Mit der Sanierung entsteht gleichzeitig ein durchgän-giges Trottoir von der Verzweigung Sandbüelstrasse / Stockenstrasse bis zur Verzweigung Gartenmoosstrasse / Stockenstrasse. Gleichzeitig wird die Lücke im Fussgängerschutz im Abschnitt Kreuzung Sandbüelstrasse / Stockenstrasse bis zur Dorfstrasse (Hauptstrasse) geschlossen.
Das Bauprogramm Nicht nur die Strasse wird erneuert. Auch die Kanalisation und die Wasserleitung werden neu. Die Arbeiten starten nächste Woche mit Werkleitungsbauten im Bereich Dorfstrasse – Stockenstrasse. Nach den Werkleitungsbauten folgen die Strassenbauarbeiten. Während der Bauzeit – sie dauert insgesamt fünf Monate – muss mit Verkehrsbehinderungen und Verkehrsumleitungen gerechnet werden.
|
|