Do, 17.05.2012
Jahrgang 13, Nr. 4521
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"Mit 66 Jahren fängt das Leben erst" an. Voller Schwung - und dann ein Hexenschuss!
Fetzige Melodien von "Satchmo" Louis Armstrong brachten viel Schwung in den Saal.

Musik begleitet durch das ganze Leben
Mit einem tollen Musical verwöhnte der Sängerbund an der Thur die zahlreichen Gäste im Uzwiler Gemeindesaal

06.05.2007, Vroni Krucker
Eine Fülle beliebter Melodien und fröhliche Szenen prägten das Musical „Musik ist Leben“, mit dem der Sängerbund an der Thur und drei Gast-Sängerinnen den Besuchern einen fröhlichen Abend bescherten. Präsident Kaspar Naef freute sich über das grosse Engagement der vielen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne.

Zum dritten Mal wagte sich der Sängerbund an der Thur mit einem musikalischen Theater auf die Bühne. Auch das neue Musical ist von A bis Z eine Eigenproduktion. Die musikalische Leitung lag beim Dirigenten Peter Falk, Regie führte Meinrad Heule. Evergreens und vertraute Lieder sowie stimmungsvolle Szenen prägten die ausgezeichnete Produktion. Einen wichtigen Beitrag leistete die Begleitband „The Blus Session Friends“ unter der Leitung von Hanspeter Nadler. Einfühlsam und sehr gekonnt wurden Chor und Solisten von ihnen begleitet und getragen.

Musik ist Leben
Mit einer fetzigen Melodie von „Satchmo“ Louis Armstrong eröffnete die vorzüglichen Bläsergrppe den Abend. Während einem Boogie-Woogie stellte der Dirigent seine aufgestellten und sangesfreudigen Männer vor, vom 1. Tenor bis zum 2. Bass. In der Folge zeigten sie, wie Musik die Menschen auf allen Wegen begleitet. Für alle Facetten des Lebens gibt es passende Melodien. Humor, Fröhlichkeit, Witz, Charmes, Streit, Flirt und vieles mehr gaben dem herrlichen Musical Vielfalt und Pepp.

Von Louis Armstrong bis Mash
Vielfältig waren die gut 20 eingebauten Lieder, ausgezeichnet präsentiert vom Chor und den drei Sängerinnen Marlies Keller, Bernadette Schönenberger und Gerda Soller, die sich super in die „Männerwelt“ einfügten.

Unter anderem waren zu hören: „Hemmige“ (Mani Matter), „60 Jahre und kein bisschen Weise“ (Curd Jürgens), „Mit 66 Jahren“ (Udo Jürgens), „La-le-lu“ (Heinz Rühmann) „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ (Connie Francis), „Tanze mit mir in den Morgen“, „Darf ich bitten zum Tango um Mitternacht“ (beide Gerhard Wendland), „Ganz in weiss mit einem Blumenstrauss“ (Roy Black), „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ (Freddy Quinn) und viele weitere beliebte und bekannte Melodien zum Schunkeln und Mitklatschen. Die Band spielte zusätzlich einige beliebte Kompositionen.

Szenen aus dem Alltag
Herrlich präsentierten die Damen und Herren die einzelnen Szenen, nicht künstlich irgendwo hergeholt, sondern mitten aus dem Leben gegriffen. Mit Mimik, Gestik und treffenden Sprüchen geizten die Schauspieler nicht und hatten das Publikum auf ihrer Seite. Einen melancholischen Anstrich gab das Handharmonika Spiel zum Tanz des Liebespaares, und rassig zeigte sich der „Zillertaler-Hochzeitsmarsch“ zur Trauung. Plötzlich krabbelten – zum grossen Gaudi der Besucher - gestandene Mannsbilder als Babys mit Windeln und Nuggi auf die Bühne und gebärdeten sich zum „Babysitter-Boogie“ von Ralph Bendix ulkig-wild. In der Bar lief es mit der schlagfertigen Barmaid rund.

Gäste aus Nah und Fern – vom Vagabunden bis zu den „Mehbesseren“ zog es nach Uzwil, um die weltberühmte „Stollen-Metro“ zu besichtigen, das Rennen „Rund um de Büehler“ zu bestreiten oder den hohen Turm auf dem Eppenberg zu bestaunen (ob der noch gebaut wird) – und nirgends fehlte die passende Musik. Zum Abschluss bedankten sich die drei Sängerinnen in ihren frischen roten Kleidern beim Regisseur mit dem Mash-Song „Ewigi Liäbi“ und lullten ihn so richtig ein.

Grosses Engagement
Dass hier jeder Mitwirkende ein immenses Arbeitspensum geleistet hat, wurde schnell klar. Es erfordert einen riesigen Einsatz, ein eigens Musical zu produzieren. Unzählige Stunden werden eingesetzt, es wird diskutiert, Ideen werden geboren, ein Konzept erarbeitet, vorbereitet, geschneidert, gebastelt und... und.... und...... Klar, dass damit auch viele schöne Stunden der Kameradschaft verbunden sind. Das muss so sein, gibt frischen Mut und neuen Zusammehalt.

Der Aufwand hat sich gelohnt! Die Freude des begeisterten Publikums war sicher der schönste Dank für die intensiv Arbeitsstunden. Bravo – Sängerbund an der Thur.


Am Wirtschaustisch wurde beraten, gelacht, politisiert, gejasst und auch gestritten.
"Die Liebe ist ein seltsames Spiel" - sie bringt Freud und Leid ins Leben.
Der Kreis schliesst sich - der Nachwuchs ist da und der "Babysitter-Boogie aktuell.
Die Schlagfertige Barmaid Bernadette konnte mit jedem Gast umgehen.
Sie leisteten eine wichtigen Beitrag: "The Blues Session Friends".
Streithähne gibt es immer und überall - allzuoft wegen einer Kleinigkeit.
"Tanze mit mir in den Morgen", untermalt mit melancholischen Handharmonika-Klängen.
Auch sehr gute solistische Auftritte durften die Gäste geniessen.
Vagabunden gehören zum Leben wie das Salz zur Suppe.
Dirigent Peter Falk freut sich über die tolle Leistung der Sängerschar.
Wehmpütige Erinnerungen beim Lied: "Ganz in weiss mit einem Blumenstrauss".
Schlafen kann man überall, die einen auf der Parkbank, die andern in der Luxussuite.
"Sierra madre del Sur" - klar wurden dazu mit Lichtern geschunkelt.
Die jungen Damen bedankten sich beim Regisseur Meinrad Heule mit dem Mash-Song "Ewigi Liäbi".
Ja was kommt denn da hereingekrabbelt und -gefahren, lauter vorwitzige Babys!
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