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| Begeistert interpretiert Serge den „Inhalt“ seines weissen Bildes. |
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| Yvan diskutiert mir Marc . |
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| Happyend. |
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| Die Schauspieler freuen sich über den lang anhaltenden, stürmischen Applaus. |
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| Verdiente Erfrischung nach der Vorstellung. |
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„Kunst"-Feuerwerk des Humors in der Wiler Tonhalle
Was die Komödie Salzburg am Samstag in der Tonhalle präsentierte, war schauspielerische und verbale Performance höchster Klasse.
06.05.2007, Gerhard Kasper
Das Stück „Kunst" hatte wegen Krankheit eines Schauspielers um mehrere Wochen verschoben werden müssen; wer trotz Saisonende noch im Mai in die Tonhalle kam, erlebte ein spielfreudiges Männertrio in einer „intelligenten Komödie für ein breitgefächertes Publikum", wie es in der Ankündigung der Tonhalle hiess.
„... und alles so unheimlich echt!", schrieb Kurt Tucholsky über den Schriftsteller und berühmten Kabarettisten Alexander Roda Roda. Diese Worte gehen einem durch den Kopf, wenn man Edmund Jäger, Klaus Ortner und Richard Saringer auf der Bühne erlebt.
Was ist Kunst? Diese Frage spaltet seit jeher die Gemüter. Wie man das Thema auf humorvolle Weise abhandeln kann und dabei noch sehr in die Tiefe geht, zeigten die drei Ausnahme- Schauspieler auf höchstem Niveau. Es würde zu weit führen, die Geschichte und Handlung en détail nachzuerzählen. Nur soviel sei gesagt: Serge zeigt seinem Freund Marc ein Bild, das er für 200.000 Francs erstanden hat: 160 mal 120 Zentimeter, weiss, monochrom, nichts als weiss. Sprachlos, verblüfft, steht Marc da und versteht die Welt, oder besser gesagt, sich selbst nicht mehr.
Ob seine Kritik sich mehr gegen das weisse Bild oder gegen den überrissenen Preis richtet, weiss er schliesslich selbst nicht mehr.
Vergeblich erhoffter Ausgleich In Yvan hofft Serge auf einen Verbündeten, der ihn endlich verstehen soll. Doch dieser, ein unentschlossener Mensch, sieht sich zwischen den Standpunkten von Serge und Marc hin und hergerissen. Als die mehr oder weniger sachlichen Argumente ausgehen, gleitet die Auseinandersetzung aufs Persönliche ab.
Tatsächlich zeichnen sie dabei das Bild typisch menschlicher Schwachheit, die sich mit plumpen hemdsärmeligen Argumenten zu behaupten trachtet. Doch schliesslich findet man sich wieder, und das Stück schliesst in lachender Dreisamkeit versöhnlich.
Leuchtkugeln und Blitze Die Aufführung darf als Feuerwerk des subtilen bis krachenden Humors bezeichnet werden: Waren schon die Dialoge von messerscharfer Präzision, so waren es ebenso die Schauspieler mit perfekter Mimik und Körperbeherrschung. Der Bogen der Sprache spannte sich vom eindringlichen Schmeicheln bis zum explosiven cholerischen Vulkanausbruch. Dabei wirkten die Darsteller nie exaltiert, sondern verkörperten ihre Rollen in, fast möchte man sagen, beängstigender Authentizität.
Es war ein Hochgenuss, die drei Protagonisten auf der Bühne zu verfolgen. Mit viel Humor wurde die Banalität gutbürgerlicher Existenz geschickt ausgelotet und fast nebenbei von Selbsttäuschung und der Brüchigkeit scheinbar so sicherer Lebensläufe erzählt. Wer musste sich mehr auf den Arm genommen fühlen, die intellektuellen Anhänger moderner Kunst oder Konservative, die liebend gern über moderne Kunst so herzhaft schimpfen? Dies zu beurteilen, ist Sache des/der Einzelnen.
Auf jeden Fall war es ein Abend, der dem aufmerksamen und gut gelaunten Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und es ist zu hoffen, dass es der Leitung der Tonhalle gelingt, Ähnliches im nächsten Programm anzubieten - Es wird nicht einfach sein.
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