Do, 17.05.2012
Jahrgang 13, Nr. 4521
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Wuchtig drückt sich die Tunnelbohrmaschine ans Licht am anderen Ende beim Bühler-Parkplatz.
Emotionensgeladene Stimmung beim Tunnelbauteam, die Freude über das Licht am Ende des Tunnels erfüllt die Menschen.
Für die Gemeinde fast wie der Durchstich der Uzwiler Porta Alpina...
Verdienter Apero nach dem Durchstich.
Die Tiefe des Bohrschachtes lässt die Grösse des Bauwerkes erahnen.

Durchstich bei der Uzwiler „Porta Alpina“
Das Uzwiler Jahrhundertereignis hat mit dem Durchstich des Uze-Entlastungsstollen einen wichtigen Meilenstein erreicht.

16.05.2007, Niklaus Jung
Freudentag für Uzwil. Der Uze Entlastungsstollen konnte am Mittwochvormittag ausgehend vom Buchental Oberbüren, einer Punktlandung gleich, beim Bühler Parkplatz Uzwil durchstochen werden. Für die Mineure von Implenia ist auch dieser für sie kleine Durchstich ein Freudentag, am Ende des Tunnels wieder Licht zu finden. Uzwil kommt mit dem 12 Mio Franken schweren Jahrhundertwerk einer wichtigen Sicherheitseinrichtung gegen Überschwemmungen näher, das Ereignis wurde tüchtig gefeiert.

Spannung war angesagt als um 11 Uhr die Tunnelbohrmaschine beim Bühler Parkplatz zu den letzten 50 cm ansetzte. Die verantwortlichen Gemeindebehörden von Uzwil und Oberbüren, Planer und weitere interessierte Kreise, wollten den Durchstich des Uzwiler Jahrhundertwerkes nicht verpassen. Das Freudenfest zeigte sich fast wie ein Durchstich bei „Porta alpina“, jedenfalls ist Uzwil diesem Bauwerk gleich seit Beginn der Bohrarbeiten überregional im Gespräch.

Zentimetergenaue Landung
Seitens des Tunnelbauunternehmers ist jeder Durchstich etwas Besonderes. Für Uzwil ist mit dem Durchstich nicht nur ein Jahrhundertereignis vor der baldigen Vollendung, der Uze Entlastungsstollen wird die Menschen des Ortes vor gefährlichen Überschwemmungen bewahren, die Letzte liegt erst wenige Jahre zurück.

Der Durchstich löste bei den Mineure emotionsgeladene Stimmung aus, am Ende des Tunnels wieder ans Licht zu kommen. 140‘000 Mal hat sich der Bohrkopf der Bohrmaschine in den etwas über sechs Monaten Bohrzeit gedreht, was rund 600‘000 Arbeitsminuten entspricht. Die Bohrarbeit benötigte 132 Mio Wattstunden. Stolz und Erleichterung waren die Worte des Baustellenleiters nach dem Durchstich.

Freudenfest im „Rössli“ Henau
Dem Durchstich folgte ein Freudenfest im Rössli Henau, wo die Mineure für Ihre Leistung gebührend gelobt wurden. Gemeindepräsident Werner Walser nannte es einen „durchschlagenden“ Erfolg, das Ziel ist erreicht, vom Dunkel des Tunnels wieder ans Licht. Walser gab sich weiter erfreut, dass die Tunnelbohrung ohne nennenswerte Unfälle abgelaufen sei. Mit der Überreichung eines Pyrits bedankte sich Walser bei jedem Mineur persönlich.

Geselligkeit und Austausch über den Verlauf der Arbeiten konnte beim schmackhaften Mittagessen stattfinden. Für Unterhaltung sorgten Eddi und Jeanette als mit kabarettistischen Einlagen. Zwei Karikaturisten, die Blue Brothers, hielten die Gesichter der Mineure auf Papier in einer humorvoll überzeichneten Form fest.

Noch ist der Entlastungsstollen nicht zu Ende, die Anschlussstücke sind noch im Bau. Auch muss das Bachbett im Tunnel noch fertig gestellt werden.


Wertloses Aushubmaterial
An der Augartenkreuzung hat sich vom Tunnel bau eine grosse Aufschüttung gebildet. Wie der Uzwiler Bauverwalter Markus Schwizer gegenüber InfoWILplus ausführte, ist das Aushubmaterial praktisch wertlos. Das felsige Gestein zeige sich in trockenen Zustand überaus staubig, bei Nässe werde daraus schnell einmal Schlamm. Das Material könne nur an unkritischen Orten gelagert werden. Die Gemeinde sei in Rücksprache mit den Grundbesitzern auf der Tunnelstrecke Eigentümer des Materials und müsse deshalb auch für dessen Entsorgung besorgt sein.

Dem Duchstich folgte ein Freudenfest im "Rössli" Henau.
Gemeinderäsident Werner Walser ist ganz "Implenia"...
Ein Pyrit für jeden Mineur.
Unterhaltsam gaben sich die Blue Brothers mit ihren gelungen Karikaturen der Tunnelbauerköpfe.
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