Aufzeichnung aller Abflüge (rot) gegen Norden und aller Anflüge (blau) bei Westwindwetter. Der Anflug aus Süden würde in Zukunft wegfallen und alle aus Osten erfolgen.
Engagiert gegen mehr Fluglärm Mit dem geplanten Pistenausbau am Flughafen Zürich liegt die Anflugschneise über Wil.
24.09.2007, Ueli Merz Wenn die Zürcher Regierung die Flughafenpiste 10/28 verlängert, erfolgen künftig alle Anflüge aus Osten. Davon betroffen ist eine grosse Region. Breiter Widerstand regt sich aus der Bevölkerung und der Politik.
Am Samstag bei schönstem Herbstwetter sammelte eine Gruppe mit einem Informationsstand in der Fussgängerzone Wil Unterschriften für die Petition gegen den Pistenausbau am Flughafen Zürich.
Der Pistenausbau scheint nach den vorliegenden Informationen schon heute zu Schwierigkeiten in den betroffenen Gemeinden östlich von Kloten zu führen. Da künftig alle Anflüge von Osten auf die verlängerte Piste erfolgen sollten, verhängte der Kanton Zürich im Anfluggebiet ein Bauverbot.
Mit dem Anflug von Osten solle der Südanflug über die Zürcher Goldküste verhindert werden. Die Hauptanflugrichtung liegt dann genau über Turbenthal. Heute schon landen bei Westwindlage die meisten Flugzeuge von Osten her. Mit dem Ausbau kämen die grossen Langstreckenflugzeuge am frühen Morgen hinzu.
Die Gemeinden Kloten, Bassersdorf und Turbenthal sind die hauptsächlich Betroffenen. Praktisch alle Ost-Anflüge gehen über den Thurgau und Teile des Kantons St.Gallen. Die Zürcher Regierung hat bestimmt, dass die beiden Kantone TG und SG nicht mitreden dürfen und forcieren das Vorhaben der Pistenverlängerung.
Mit dem Bürgerprotest Fluglärm Ost werden Unterschriften für die Petition gegen den Pistenausbau gesammelt, um sich so beim Bundesrat Gehör zu verschaffen.
Die Standaktion wird am nächsten Samstag in der Fussgängerzone Wil wiederholt.