Mit vereinten Kräften, mit Axt, Eisenschlegel und Stemmeisen wird die ehemalige Bar im Obergeschoss abgebrochen.
Auch die Damenwelt zeigt sich aktiv im Ausräumen der Umbauräume.
Zum Fenster hinaus auf den Platz fliegt das Abbruchholz.
Nach farblichen Auffrischen müssen noch alle Kleber entfernt werden.
Neuer Glanz für Zuzwiler Pfadiheim Eine Woche Froneinsatz leisteten die Pfadiabteilungsleiterinnen und -Leiter, um den Pfaditreff auf dem Looberg im Innern zu erneuern.
10.05.2008, Niklaus Jung Nach über 30 Jahren aktiven Wirkens der Zuzwiler Pfaderabteilungen hatte deren Pfadiheim eine sanfte Renovierung der Räumlichkeiten nötig. Wurde vor einigen Jahren bereits die Küche erneuert, waren jetzt die Wohn- und Schlafräume dran. 14 GruppenleiterInnen beteiligten sich aktiv an der Sanierung, an den Kosten von 12'000 Franken beteiligen sich neben der Gemeinde zahlreiche Sponsoren.
Das Ausserordentliche an der doch umfassenden Sanierung des Zuzwiler Pfadiheims ist die Tatsache, dass sich die Leiter und Leiterinnen der einzelnen Pfadiabteilungen eine ganze Woche lang mit der Sanierung auseinander setzten. Bereits an der Sitzung vom 7. November 07 beschloss das Abteilungskomitee, die Renovation nun anfangs Mai in Angriff zu nehmen.
Totaleinsatz neben Schule und Beruf Am 3. Mai startete die Erneuerung des Pfadihauses auf dem Looberg mit dem teilweisen Abbruch von Innenaufbauten und der Demontage der Bodenbeläge im Obergeschoss. In der abgelaufenen Woche zogen sich die 14 Abteilungsleiterinnen und -Leiter nach der Schule oder der Arbeit immer ins Pfadiheim zurück, um allabendlich Einsatz zu leisten. Der Sanierung verlangte auch eine optimale Koordination, allfällige Hausaufgaben oder Vereinseinsätze durften nicht darunter leiden. Dass sich die jungen Leute total für die Erneuerung einsetzten zeigt sich auch darin, dass sie gar im Pfadiheim übernachteten, und auch das Essen selber aufbereiteten.
Die Erneuerung galt im besonderen den Arbeits- und Schlafräumen. Die Küche wurde bereits vor einigen Jahren ersetzt. Beobachtete man die Pfader bei den Abbrucharbeiten, so stellte man unschwer fest, dass ihnen das Praktische aus dem Pfadialltag überaus behilflich war. Selbst den jungen Damen war nichts zu viel, sich selber auch an schwerere Arbeiten zu wagen. Im Gespräch zeigten sich die PfaderInnen überaus motiviert für die Erneuerung, es sei für sie alle kein „Müssen“ gewesen. Pro Abend waren immer zwischen 8 bis 10 LeiterInnen am Werk, deren Einsatz wurde täglich minutiös auf einem Plan festgehalten, erzählte Christina De Toffol über den Verlauf.
Auf Pfingsten wieder alles bereit Christina De Toffol wies auch auf die optimale Zusammenarbeit während der ganzen Woche hin, es sei trotz grossem Einsatz nie zu Quereleien gekommen, alle hätten bestmöglichen Einsatz geleistet. Die Woche sei auch dem gegenseitigen näher Kennenlernen behilflich gewesen. Sie hätten nicht nur Einsatz beim Umbau geleistet, auch sei Hausarbeit nötig gewesen, weil sie während dieser Woche im Hause gewohnt hätten. In den späteren Abendstunden habe man auch einmal einander bei den Hausaufgaben geholfen, oder sonst ein Buch gelesen. Die Pfader hatten sich Laptop und Beamer eingerichtet, um auch einmal einen Film geniessen zu können.
Fristgerecht auf Pfingsten steht das Pfadiheim wieder in neuem Glanz da. Wände wurden neu gestrichen, alte Graffitis entfernt und im Obergeschoss die Bodenbeläge erneuert. An die Kosten von rund 12'000 Franken leisten verschiedene Sponsoren und die Gemeinde einen Beitrag, aber noch sind längst nicht alle Kosten abgedeckt und auch die Erneuerung der Möbilierung kann erst bei Vorliegen der Mittel stattfinden. So werden derzeit noch verschiedene mögliche Sponsoren um einen Beitrag angeschrieben in der Hoffnung, auf offene Ohren zu stossen.
Die beteiligten AbteilungsleiterInnen Im OK-Team arbeiteten Céline Zeller (Anouk), Michelle Zeller (Swing) und Christina De Toffol (Scatebra).
An den Arbeitseinsätzen beteiligten sich die einzelnen Abteilungsleiter über die ganze Woche. Thomas Brunner (Capone), Tobias Tischhauser (Neptun), Jasim Schnell (Bambi), Seraina Zeller (Mikesch), Florian Bühler (Wicky), Philippe Fuchs (Flash), Daniel Sutter (Ratsch), Richard Sutter (Ritsch), Evelyne Ackermann (Estrella), David Karrer (Ajax) und Melanie Schoch (Silencia).
Die Pfadiabteilungen begleiten derzeit rund 60 Jugendliche, welche an den Wochenenden Einsätze leisten, oder auch an Lagern teilnehmen.
Nach getaner Arbeit genehmigen sich die Jungs noch ein Video.
Die Leiterinnen sind zwischendurch auch mit Hausaufgaben beschäftigt.
Das ganze Leiterteam, von Wölfli über Bienli bis zu den Pfaderinnen und Pfadern, arbeitete am Umbau mit. Nur konnten nicht allabendlich alle dabei sein.