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| Sie orientierten an der Pressekonferenz: vl. Sabina Fejzulahi, Leiterin Jugendarbeit, Barbara Gysi, Stadträtin, Suzanne Naef, Departementssekretärin, Svenja Witzig, Vertreterin TiKK, Nicolas Zogg, Leiter des Pilotprojektes. |
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| Sabina Fejzulahi schilderte die Einsatzgebiete der Zivis. |
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| Die „Hotspots“ in Wil, die hauptsächlich aufgesucht werden. |
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Severin Hintermann und Raphael Angele leisten in Wil ihren Zivildienst im Projekt „Konfliktprävention im öffentlichen Raum“.
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Konfliktprävention mit Zivildienstleistenden – ein Pilotversuch.
Was können Zivildienstleistende beitragen, um Konflikte im öffentlichen Raum zu entschärfen.
28.05.2008, Gerhard Kasper
Seit 19. Mai 2008 unterstützen zwei Zivildienstleistende die Wiler Jugendarbeit darin, eine gründliche Situationsanalyse des öffentlichen Raumes zu erarbeiten.
Dass sich aus zwischenmenschlichen Konflikten rasch gewalttätige Auseinandersetzungen entwickeln können, ist hinlänglich bekannt. Das Aufkeinem solcher Auslöser zu verhindern, ist eine wichtige Zielsetzung des Pilotprojektes „Konfliktprävention im öffentlichen Raum durch Zivildienstleistende“ - ein Unternehmen, das gleichzeitig mit Wil auch in Buchs SG und Baden AG anläuft. Das Departement Soziales, Jugend und Alter informierte über dieses interessante Vorhaben.
Die Projektidee „Für den öffentlichen Raum ist niemand richtig zuständig“, sagt Projektleiter Nicolas Zogg, „die Polizei oder andere Sicherheitskräfte greifen erst ein, wenn Überschreitungen stattgefunden haben. Die „aufsuchende Jugendarbeit“ ist nur an wenigen Orten und mit knappen Ressourcen vorhanden. Und die Bevölkerung ist oftmals überfordert, schaut weg oder reagiert gereizt, wenn Konflikte entstehen.“ Ob und wie Zivildienstleistende (im Folgenden „Zivis“ abgekürzt, Anm. der Red.) Konflikten im öffentlichen Raum vorbeugen und den Ausbruch von Gewalt verhindern können, soll in diesem Pilotprojekt geklärt werden.
Die Gemeinschaft Schweizer Zivildienstleistender GSZ leitet und trägt das Projekt, das Kompetenzzentrum Interkulturelle Konflikte TiKK begleitet das Projekt fachlich, und die beteiligten Gemeinden setzen das Projekt ihren Bedürfnissen gemäss um.
Keine „Eingreiftruppe“ Nach Aussage von Departementssekretärin Suzanne Naef steht nicht die Intervention bei Konflikten im Vordergrund: „Der primäre Fokus der Umsetzung dieses Pilotprojektes in Wil liegt darin, die Jugendarbeit darin zu unterstützen, eine gründliche Analyse des öffentlichen Raumes zu erarbeiten (durch Beobachten und Kontaktaufnahmen).“ Die Zielgruppe ist auf Jugendliche und jugendliche Erwachsene unter 25 Jahren beschränkt.
Die gute Erfahrung mit Zivis, zum Beispiel im Alterszentrum Sonnenhof, soll sich auch auf Aktivitäten im öffentlichen Raum ausweiten, so Stadträtin Barbara Gysi. Die aufsuchende Jugendarbeit soll auch eine Art Seismographenfunktion haben, so dass in gegebener Situation rechtzeitig geeignete Massnahmen getroffen werden können.
Zivildienstleiste In Wil werden aktuell zwei Zivis eingesetzt: Severin Hintermann (23) ist gelernter Schreiner, er bringt als Fussballschiedsrichter Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen mit. Raphael Angele (29) studiert Soziologie und Ethnologie; als langjähriger Pfadiführer kennt er sich ebenfalls sehr gut mit jungen Menschen aus. Beide sind motiviert, in diesem Pilotprojekt etwas Neues und Nützliches aufzubauen.
Sie werden vor allem an den Wiler „Hotspots“ wie Bahnhof, Ilgepärkli, Remise, Lindenhof, Zeughaus, Einkaufspassage, Lindenhof etc. Journal führen, die Leute beobachten und deren Tätigkeiten protokollieren. Es ist nicht ihre Aufgabe, bei Gewalt oder Gefährdung physisch einzugreifen, dazu würden sie die entsprechenden Sicherheitskräfte beiziehen.
Die zwei Zivis werden vom 19. Mai bis 18. Juli sowie vom 11. August bis 12. September 2008 als „Mitarbeitende der Jugendarbeit“ im öffentlichen Raum anzutreffen sein. Für diesen Zivildiensteinsatz betragen die Kosten rund 12'000 Franken, sie werden von der Gemeinde übernommen. Ausserdem wird das Projekt unterstützt durch Swisslos Kt. St.Gallen, Gesundheitsförderung Schweiz, Fachstelle für Rassismusbekämpfung, Migros Kulturprozent, Evang.-ref. Kirche des Kt. St.Gallen, Evang.-ref. Landeskirche und Kath. Kirche des Kt. Zürich.
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