Mo, 08.09.2008
Jahrgang 9, Nr. 3174
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An der Amacabar wird auch gekifft.
Lohnt es sich, für die Karriere die Liebe aufzugeben?
Für die Cheerleaders sind modische Dinge das wichtigste.
Trainer Dimitrov kann Dave's Probleme nicht verstehen.

Was ist wichtig im Leben?
Die 3. Sekundarklassen des Oberstufenzentrums Schützengarten in Oberuzwil haben zum Abschluss das Pop-Musical „Dave“ einstudiert.

01.07.2008, Vroni Krucker
An zwei Abenden gaben die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarklassen Oberuzwil Einblick in ihr Können als Schauspieler und Sänger. Die Geschichte um den Popstar Dave könnte überall passieren.

Mit grossem Engagement haben Schülerinnen und Schüler das Pop-Musical einstudiert und den Gästen an zwei Abenden präsentiert. Die Geschichte von Dave ist alltäglich, das Leistungsstreben, der Wunsch nach Anerkennung, Liebe und Geborgenheit keine neue Erkenntnis.

Die heutige Gesellschaft fordert und überfordert die Menschen aller Alters- und Standesklassen, lässt oft keinen Platz für die simpelsten Wünsche der Seele und führt da und dort in Abgründe. Lohnt es sich, Liebe und Freundschaft für Karriere und Erfolg aufzugeben?

Die Geschichte
Felix Egli und Kurt Lutz haben das Popmusical verfasst und dabei einen satirischen Einblick in die Jugendszene festgehalten. Mitgearbeitet an der Entstehung haben auch Schülerinnen und Schüler aus Dotzingen BE. Das Basketballtalent Dave will hoch hinaus, er wird immer mehr Opfer seiner ehrgeizigen Mutter und des nach Erfolg und Prominenz lechzenden Trainers.

Aber Erfolg fordert meistens seinen Preis. Das spüren auch die Kumpels des Basketballclubs „Redline Sharks“ und die beiden verliebten Mädchen Caroline und Annette. Trotz seines grossen Erfolges in der Nationalliga ist Dave nicht glücklich. Er hat Alpträume, fühlt sich einsam, verlassen und ist voll gepumpt mit Doping – keine erstrebenswertes Ziel.

Viel Engagement und Spass
Seit dem Frühjahr haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Aufführung befasst, sind in die Rollen geschlüpft, haben Text und Lieder erarbeitet, Tanzszenen und die Begleitung der tollen Songs einstudiert und viel Spass, Phantasie und Einsatz gezeigt. Die Rollen waren bestens verteilt, man schlüpfte quasi in eine andere Haut. Ob im Training, an der WM, an der Bar, im Fitnessstudio – sie präsentierten sich bestens.

Es war zu spüren, dass viele Szenen nicht aus der Luft gegriffen waren, sondern Alltag sind, Situationen, mit denen junge Leute in Berührung kommen, die sie als cool oder lasch empfinden, die sie meistern können oder dabei untergehen. Ob Sportler mit Waschbrettbauch, charmante und pfiffige Cheerleaderinnen oder leidenschaftsloser Kiffer – alle gehörten zu „Dave“, alle prägten das Musical. In der Pause offerierten die Schülerinnen und Schüler einen Apéro und zur Stärkung Traubenzuckerdragees.

Die Szenerie
Mit einfachen Mitteln zeigten sich wirkungsvolle Kulissen wie das Schlafzimmer von Dave, eine Bar, das Fitnesscenter oder die Apotheke. Mitten drin hing als wichtiges Relikt der Basketballkorb. Die Beleuchtung war sehr gut und profimässig bedient. Der Szenenwechsel fand im Dunkeln statt - alles lief problem- und pannenlos.

Das kleine Orchester stand unter der Leitung des scheidenden Musiklehrers Werner Baumgartner, der einmal mehr sein Wissen und Können eingesetzt hat. Wie vielen Stücken für Alt und Jung er im Laufe der Jahre sein eigenes Gepräge gegeben hat, weiss vermutlich nur er selbst. Mit grossem Applaus dankten die begeisterten Gäste den jungen Akteuren für die tolle Darbietung.


Die Mutter kauft Doping für ihren Dave.
Die Gazetten sind voll mit Geschichten über den Superstars.
Unfälle kommen immer zur falschen Zeit.
Die Cheerleaders präsentierten sich sehr gekonnt.
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