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4,845 Mio. für neue Garderobe in der Rüti
Durch den aktuellen Garderobennotstand entspricht die doch hohe Investition für den Sport einer Notwendigkeit.
gk
Am 30. November befinden die Uzwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über einen Kredit von 4,845 Mio. Franken für den Neubau eines zusätzlichen Garderobengebäudes in der Rüti. Das neue Gebäude mit seinen 12 Garderoben und Nebenräumen entsteht eingebettet ins Sportanlagen-Gesamtkonzept. Die neuen Garderoben beheben zum einen den akuten Garderoben-Notstand in der Rüti. Sie schaffen zum anderen die Voraussetzungen, den Sportplatz Looäcker in die Rüti zu verlegen.
Uzwil ist eine sportliche Hochburg. Die hochwertige Sportanlageninfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde. Für den Gemeinderat ist von strategischer Bedeutung, dieser Infrastruktur Sorge zu tragen und sie weiter zu entwickeln.
Priorität: Unmittelbarer Sportbetrieb Im Bereich der Sportanlagen ist die Gemeinde Uzwil finanziell stark gefordert. Investitionen und laufender Betrieb binden enorme finanzielle Mittel. Der Gemeinderat hat bereits andernorts klar gemacht: Projekte welche dem direkten Sportbetrieb dienen, stehen klar im Vordergrund und geniessen hohe Priorität. Und bei der neuen Garderobe in der Rüti handelt es sich um ein solches Projekt. Dies beispielsweise im Gegensatz zu einer teurer als notwendigen Erneuerung des Restaurants der Eishalle.
Die neue Garderobe ist eingebettet in das Sportanlagen-Konzept der Gemeinde. Es sieht vor, den Looäcker in Schritten in die Rüti zu verlegen. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes bereits realisiert sind mit Zustimmung der Bürgerschaft der Kunstrasenplatz (2005) und die neue Zufahrt (2007) zur Sportanlage Rüti. Nun folgt das zusätzliche Garderobengebäude.
Heute: Garderoben-Notstand Für die intensive Nutzung der Rasensportanlage Rüti durch die Fussball- und Leichtathletikvereine stehen nur vier Garderoben und zwei Duschräume zur Verfügung. Im Looäcker sind es aktuell sehr bescheidene vier Garderoben. In beiden Anlagen sind die Garderoben seit langem hoffnungslos überlastet. Durch die schrittweise Verlagerung von Aktivitäten in die Rüti hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Die Garderobeninfrastruktur platzt aus allen Nähten.
12 Garderoben Das neue Garderobengebäude deckt quälenden Nachholbedarf ab. Anderseits berücksichtigt es die kommende Entwicklung und ist Voraussetzung, dereinst den Looäcker ganz aufzugeben und in der Rüti zwei zusätzliche Grossspielfelder zu realisieren. Die Bürgerversammlung bewilligte im Wissen darum mit dem Voranschlag 2007 einen Projektierungskredit für das neue Garderobengebäude. Aufgrund des intensiven Betriebs und der Flächen der Anlage sind 12 zusätzliche Mannschaftsgarderoben mit je einem Duschraum sowie verschiedene Nebenräume (zwei Schiedsrichtergarderoben, Lagerräume für das Material der Vereine, WC-Anlagen, Technikräume) erforderlich. Am „Kopf“ des Gebäudes ist ein multifunktionaler Mehrzweck-/Theorieraum angegliedert. Er wird von den Vereinen in eigener Regie ausgebaut.
Architektur und Nutzung Das neue Garderobengebäude präsentiert sich als eingeschossiger, flacher Baukörper. Inklusive Vordächer ist das Gebäude auf 76,4 Meter lang und 21,4 Meter breit. Das architektonische Konzept ist geprägt von einer klaren Formsprache sowie einfachen, soliden, langlebigen und für den täglichen Betrieb praktischen Lösungen. Das Gebäude wird zwischen dem Kunstrasen- und dem Hauptspielfeld der Rüti angeordnet. 20 Prozent seines Energieverbrauchs sollen so aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Stichworte sind Solar und Erdsonden-Wärmepumpe.
Kosten im Vergleich Die Investition in die Garderoben ist im Interesse des Sports erforderlich. 4,845 Mio. Franken sind auch für die Gemeinde Uzwil ein grosser Brocken. Der Kennzahlenvergleich verschiedener neuerer Garderobenbauten zeigt aber: Preiswerter ist die erforderliche Garderobenkapazität kaum zu haben. Entsprechend unterbreitet der Gemeinderat der Bürgerschaft einen Kreditantrag von 4,845 Mio. Franken. Darüber wird am 30. November 2008 an der Urne entschieden. ________________________________________________ Roter Faden für Uzwils Kreisel Ein Blick übers Land zeigt: Bei der Innengestaltung von Kreiseln ist alles möglich. Kreisel mit ihrer individuellen Gestaltung haben sich zum künstlerischen Tummelfeld entwickelt. Uzwil gestaltet seine Kreisel nun ebenfalls, zieht aber einen roten Faden über alle Kreisel durch. Von der Struktur her erhalten alle Uzwiler Kreisel die selbe Innengestaltung; sie unterscheidet sich im Material und in der farblichen Erscheinung.
Bisher waren die Kreisel-Innenräume in Uzwil nicht gestaltet, lediglich einfach bepflanzt. Ein Umstand, welcher mit Blick auf gestaltete Kreisel-Innenräume auch schon Anlass zur Kritik gab. Im Rahmen des Projektes Gemeindeentwicklung ergab sich die Gestaltung der Kreisel-Innenräume als explizites Anliegen.
Chance für Uzwil Die nicht gestalteten Kreisel-Innenräume wurden als Chance für Uzwil betrachtet. Nach dem Motto: Wo noch nichts ist, kann etwas entstehen. Ende 2007 / anfangs 2008 veranstaltete die Gemeinde einen beschränkten Gestaltungswettbewerb, um zur Kreisel-Innengestaltung zu kommen. Eine grundsätzlich einheitliche Gestaltung über alle bestehenden und künftigen Kreisel in der Gemeinde war explizite Vorgabe. Denn: Die einheitliche Gestaltung kann dem öffentlichen Raum ein Gesicht geben, kann im Sinne eines roten Fadens wirken. Vorgabe war auch, dass eine gewisse Individualität der einzelnen Kreisel im Rahmen des Gesamtkonzepts durchaus möglich sei.
Mitgegeben wurde den Wettbewerbsteilenhmern auch, dass die Gestaltung einen praktischen Nutzen haben muss. Im Vordergrund standen dabei beispielsweise Wegweiser-Funktionen. Gerade bei der langfristig entstehenden Kreiselkette entlang der Gupfenstrasse ein wesentlicher Aspekt, damit sich Ortsunkundige in den nicht einfachen Uzwiler Siedlungsverhältnissen mit den Parallelachsen Gupfen- und Bahnhofstrasse und den verschiedenen Querachsen zu Recht finden. Die Kreisel sollen dereinst beispielsweise für klare Wegbeschreibungen hilfreich sein. Nach dem Beispiel: Beim Badi-Kreisel rechts abbiegen. Entsprechend wird der Name des Kreisels beschriftet. Sofern vorhanden wird der Name verwendet, welcher sich im Ortsgebrauch eingebürgert hat.
2008: Kreisel Fabriken und Coop Dieses Jahr standen ohnehin die Erneuerung des Coop-Kreisels und der Neubau des Kreisels Fabrikstrasse – Gupfenstrasse an. Beide Kreisel erhalten nun im Rahmen des Gesamtkonzeptes eine neue Innengestaltung. Die Gestaltung stammt vom Architekturbüro Trunz und Wirth, Henau, welches den Wettbewerb gewonnen hat. Die Lösung basiert auf einer dynamischen Komposition von vier Windrad-ähnlichen, geschwungenen Elementen. Sie nehmen die Dynamik des Verkehrs und des Standortes Uzwil auf.
Die Elemente stellen je nach Ort mit verschiedenen Materialien und Gestaltungen den Bezug zur Umgebung her. So wird beispielsweise für den Kreisel Fabriken roher Stahl verwendet, ein Hinweis auf das Ursprungsmaterial der Uzwiler Industrie. Die Chromstahl-Beschriftungen erinnern an die Veredelung der Materialien in den Uzwiler Technologiekonzernen hin zu glänzenden Produkten. Der Kreisel Fabriken wird bis Ende Oktober fertiggestellt sein. Beim Keisel Coop stand mit dem Apfel ein frisches, einheimisches Landwirtschaftsprodukt Pate. Die Gestaltungselemente verhindern die freie Durchsicht über den Kreisel. Diese ist eine Vorgabe der Polizei.
Kein Sponsoring Um das Gesamtkonzept über alle Kreisel langfristig umsetzen zu können – und damit den öffentlichen Raum im Sinne des Gesamtkonzeptes zu gestalten - verzichtet die Gemeinde Uzwil bewusst auf Sponsoring-Lösungen. Sie hätten ein Gesamtkonzept über alle Kreisel deutlich erschwert oder verunmöglicht. Für die beiden Kreisel Coop und Fabriken hat der Gemeinderat einen Nachtragskredit von insgesamt 130'000 Franken gesprochen, um die Kreisel-Innengestaltungen umzusetzen. Bei künftigen Kreiselneubauten – so beim Kreisel Waldegg-/Brumoosstrasse, welcher 2009 entsteht, werden die Kosten der Innengestaltung im Investitionskredit berücksichtigt.
WEITERES IN KÜRZE Kiesabbau Flurhof – Buechhof, Anpassung Endgestaltung Vom 1. bis 30. September liegt in den Gemeinden Uzwil und Jonschwil ein neuer Endgestaltungsplan für das Kiesabbaugebiet Flurhof – Buechhof zwischen Oberstetten und Schwarzenbach öffentlich auf. Aus dem Abbaugebiet fällt eine grosse Menge unverwertbarem Abbaumaterial an. Es soll im Abbaugebiet wieder eingebracht werden. Dazu wird das Gelände etwas anders gestaltet, als ursprünglich vorgesehen. Der tiefste Punkt der Endgestaltung wird um drei Meter angehoben, die Neigung der künftigen Bewirtschaftungsflächen wird leicht flacher. Keine Veränderung erfahren die geplanten künftigen Nutzungen wie das Wegnetz, die Hochstammbaum-Bereiche sowie die Wiederaufforstungsfläche gemäss bewilligtem Projekt.
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