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Wil: 01.12.2008
Das kommende Regionale Leistungszentrum Ostschweiz an der Toggenburgerstrasse in Wil geniesst breite politische und sportliche Abstützung. Im Bild Behörden, Bauverantwortliche und Sponsoren.
Das kommende Regionale Leistungszentrum Ostschweiz an der Toggenburgerstrasse in Wil geniesst breite politische und sportliche Abstützung. Im Bild Behörden, Bauverantwortliche und Sponsoren.

Die aktive Bauphase beim „RLZ Ostschweiz“ hat begonnen
Nach 20-monatiger Vorarbeit mit Planen, der Sponsorensuche und politischen Zusagen konnte der Spatenstich für das nationale Leistungszentrum in Wil erfolgen.
Niklaus Jung
Zahlreiche Vertreter aus Sport, Politik, Bauverantwortlichen und Sponsoren fanden sich am Montagvormittag zum Spatenstich für das nationale Leistungszentrum in Wil ein. Die Bauherrin, Stiftungspräsidentin Imelda Stadler, gab ihrer Freude über den erfolgreichen Schritt Ausdruck, 20 Monate, meist ehrenamtlich geleistet, hätten Früchte getragen. Seitens der St. Galler Regierung sprach Stefan Kölliker von einem wichtigen Zeichen für die Ostschweiz. Rolf Sonderegger, Präsident der Thurgauer Turnverbände: „Sportlich gehört Wil nun auch zu uns“.

Mit dem Spatenstich sind alle Bedingungen des Bundes, der aktive Baubeginn, erfüllt, um das achte nationale Leistungszentrum in Wil zu realisieren. Baupräsident Willi Aurich konnte eine selten grosse Gästezahl zum Akt des Spatenstichs begrüssen. Darin wurde auch der Stellenwert des kommenden Leistungszentrums deutlich, indem es zur Leistungs-Sportstätte für die ganze Ostschweiz werden kann.

Ziel: National die Nummer 3
Das kommende Leistungszentrum Ostschweiz (RLZO) in Wil, die Eröffnung ist auf Sommer 2009 vorgesehen, gilt vor allem der Förderung des Spitzensports im Bereich Kunstturnen. Weitergehend sollen über 1'000 Sportlerinnen und Sportler an diesem Ort ihre Trainings und Wettkämpfe durchführen können. Das RLZ wird als achtes nationales Zentrum gemäss Konzept des Bundes realisiert und auch mit Bundesgeldern unterstützt.

Baupräsident Willi Aurich sprühte buchstäblich vor Energie in seinen Eröffnungsworten, mit dem Spatenstich endlich die aktive Bauphase einleiten zu können. Nur gerade 20 Monate hätten die umfangreichen Vorbereitungen gedauert. Bereits seien 1,5 Mio der Gesamtkosten von 3,5 Mio Franken an Aufträgen vergeben. „Wir wollen hier in Wil national die Nummer 3 werden“, fügte Aurich zu den sportlichen Zielsetzungen an.

Wil schreibt Sportgeschichte
Seitens der Bauherrschaft, dem Stiftungsrat, gab sich deren VR-Präsidentin Imelda Stadler überaus erfreut über den Auftakt zur Bauphase. „Wir schreiben heute Sportgeschichte“, meinte Stadler zum grossen Tag. „Zwei Jahre haben wir darauf hingearbeitet, zumeist ehrenamtlich, und diese Zeit hat uns zusammengeschweisst. Ein wichtiger Teilerfolg stellt sich nun ein mit dem Spatenstich“.

Den hohen Stellenwert des Projektes zeigte die Anwesenheit der St. Galler Regierung an mit Bildungs-Chef Stefan Kölliker. Kölliker,früher selber einmal Kunstturner, bezeichnete das Projekt als wichtiges Zeichen für den Spitzen- wie den Breitensport. Die Regierung habe mit dem Beitrag von 1,45 Mio Franken den Stellenwert erkannt, mitgetragen werde das Projekt auch durch die Thurgauer Regierung.

Die Stimme des Thurgaus kam in Rolf Sonderegger, Präsident der Thurgauer Turnverbände, zu Wort. Der Thurgau verfüge zwar selber über fünf Sportzentren, aber mit dem RLZ in Wil ergeben sich für sie neue Möglichkeiten. Bekanntlich habe sich die Thurgauer Regierung mit 220'000 Franken am Projekt beteiligt. Sportlich gesehen gehöre nun Wil auch zu ihnen.

Wil bekennt sich zum Leistungssport
Die Wiler Sportministerin, Stadträtin Marlis Angehrn, betonte in ihren Worten das Bekenntnis der Äbtestadt zum Leistungssport. Parlament und Stadtrat hätten dem Erwerb des Grundstückes über 1,7 Mio Franken zugestimmt und im Baurecht zur Verfügung gestellt. Das Bekenntnis drücke sich weiter darin aus, dass die Lindenhof-Schule als Sportschule anerkannt sei. Die Sportförderung lasse sich als Jugendförderung gut vertreten, wenn man bedenke, dass ein einziger Schulausschluss gesamthaft mehrere Hunderttausend Franken koste. Es dürfte besser wirken, Steuergelder für die aktiven Sportler auszugeben, als Querschläger der Gesellschaft zu finanzieren.

Als grösster Privatsponsor und gleichzeitig langjähriger Präsident des Trainingszentrums Fürstenland äusserte sich abschliessend Bruno Strub. Es soll eine grosszügige Sporthalle werden, dem Vorzeigecharakter müsse Beachtung geschenkt werden. Mit dem heutigen Tag wollten sie dem Werk nun Gestalt geben.

Beim gesponserten Apero von Hauptsponsor „Appenzeller-Käse“ wurde der Spatenstich ausgiebig gefeiert. Die eher kühle Witterung konnte die Stimmung nicht trüben.
Als Bauherrin der Sporthalle zeigte sich Stiftungspräsidentin Imelda Stadler überaus erfreut, nun Sportgeschichte schreiben zu können.
Als Bauherrin der Sporthalle zeigte sich Stiftungspräsidentin Imelda Stadler überaus erfreut, nun Sportgeschichte schreiben zu können.

Sie stetzen zum offiziellen Spatenstich an. v.l. Stadträtin Marlis Angehrn, Bruno Strub, Präs. TZ Fürstenland, Stifungspräsidentin Imelda Stadler, Baupräsident Willi Aurich und Regierungsrat Stefan Kölliker.
Sie stetzen zum offiziellen Spatenstich an. v.l. Stadträtin Marlis Angehrn, Bruno Strub, Präs. TZ Fürstenland, Stifungspräsidentin Imelda Stadler, Baupräsident Willi Aurich und Regierungsrat Stefan Kölliker.

Rolf Sonderegger, Präsident der Thurgauer Turnverbände, zeigt sich erfreut über die Beteiligung am Wiler Sportzentrum.
Rolf Sonderegger, Präsident der Thurgauer Turnverbände, zeigt sich erfreut über die Beteiligung am Wiler Sportzentrum.

Nun wird endgültig zum Spaten gegriffen. Imelda Stadler, Regierungsrat Stefan Kölliker und Marlis Angehrn.
Nun wird endgültig zum Spaten gegriffen. Imelda Stadler, Regierungsrat Stefan Kölliker und Marlis Angehrn.

Eine grosse Zahl Sponsoren waren nötig, um die Finanzierung sicher zu können.
Eine grosse Zahl Sponsoren waren nötig, um die Finanzierung sicher zu können.

Auf Sommer 2009 soll das Sportzentrum stehen und in Betrieb gehen.
Auf Sommer 2009 soll das Sportzentrum stehen und in Betrieb gehen.