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Eine letzte heikle Aufgabe
Zum Abschluss der Hinrunde empfängt der FC Wil am Sonntag den FC Locarno.
Simon Dudle/Deborah Rutz
Das Fussballjahr 2008 neigt sich für den FC Wil dem Ende entgegen. Bevor die kurze Winterpause beginnt, gastiert am Sonntag ab 14.30 Uhr der FC Locarno im Bergholz. Was auf dem Papier nach einer leichten Aufgabe aussieht, dürfte sich zu einer weiteren Knacknuss entwickeln. Der Bergholz-Klub möchte die Hinrunde so beenden, wie er im Sommer die Rückrunde aufgehört hat: mit einem Sieg.
„Nach einer Leistung wie in Biel dürfen wir keinen Gegner mehr unterschätzen“, sagte der Wiler Trainer Didi Münstermann nach der 1:2-Niederlage in den Bieler Gurzelen. Dabei bestünde die Gefahr sehr wohl, den Widersacher von Sonntag auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Tessiner haben in dieser Saison bisher acht Auswärtsspiele bestritten und sechs davon verloren. Es ist die schlechteste Bilanz auf fremden Plätzen aller Challenge League-Teams. Trotzdem verdient Locarno Respekt: Vor allem in der Offensive haben sie mit dem Italiener Juan Manuel Sara (9 Tore) und dem Argentinier Dante Adrian Senger (5 Tore) zwei sehr gefährliche Stürmer in ihren Reihen. Die beiden haben beinahe zwei Drittel aller Treffer Locarnos in dieser Saison erzielt.
Einige Veränderungen Bei den Wilern geht es darum, nach dem verpatzten Auftritt in Biel eine Reaktion zu zeigen. Dabei wird es einige personelle Veränderungen geben. Da Davide Taini – er feiert am Sonntag seinen 32. Geburtstag – nach seiner vierten Verwarnung gesperrt ist, bekommt Daniel Totka seine erste Chance von Beginn weg. Der Ungar konnte bereits anfangs Saison einige Minuten Spielpraxis sammeln, als Taini im Derby gegen Gossau (2:1-Sieg) von Luca Dimita eine „Tomate“ bekommen hatte und verletzt vom Platz musste. Ebenfalls eine Sperre abzusitzen hat Pa Modou Jagne, der in Biel wegen einer gelb-rote Karte vorzeitig vom Platz geflogen ist. Auf der Verletztenliste befindet sich weiterhin Mathias Christen, der sich im Länderspiel mit der Liechtensteinischen Nationalmannschaft in der Slowakei eine Adduktorenverletzung zugezogen hat. Fraglich ist zudem der Einsatz von Yvan Bolay wegen einer Fussgelenkverletzung.
So scheint es gut möglich, dass junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs (Lucca Kaiser, Christian Maag und Claudio Holenstein) eine Chance von Beginn weg erhalten. Wieder mit dabei sein wird Silvio, der seine Sperre – resultierend aus dem Spiel gegen Yverdon – abgesessen hat.
Viele Frauen zu Gast Der FC Wil möchte sich mit einem versöhnlichen Abschluss in die Winterpause verabschieden. Dabei wird den Äbtestädtern die Möglichkeit geboten, eine schwarze Serie zu beenden. In den 14 Meisterschaftsspielen dieser Hinrunde haben die Wiler noch nie bei Spielhälfte geführt. In einer Rangliste der 1. Halbzeit ist das der schlechteste Wert der gesamten Liga. Mit einem Sieg wollen sich die Wiler beim heimischen Publikum bedanken, das in dieser Hinrunde zahlreicher erschienen ist als auch schon. Selbst wenn die Cuppartie gegen den FC Zürich nicht mit eingerechnet wird, so liegt der Durchschnitt vor dem Vergleich mit Locarno bei über 1200 Zuschauern pro Spiel.
Am Sonntag dürfte es unter den Matchbesuchern wohl verhältnismässig viele weibliche Gäste haben. Denn der FC Wil hat rund zehn Frauen-Fussballmannschaften aus der Region eingeladen. Zudem wird der Anstoss von der Fussballerin des Jahres 2008, Marina Keller vom GC/Schwerzenbach, ausgeführt.
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