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Begeisternde Blasmusik zum Jubiläum
Bronschhofen stand am Wochenende ganz im Zeichen der Blasmusik.
Ernst Inauen
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens übernahm der Musikverein Bronschhofen die Organisation des diesjährigen Kreismusiktags. Zwölf Vereine aus dem Kreis Wil und drei Gastkorps nahmen an diesem Treffen teil. Der Höhepunkt war der Marschmusikwettbewerb auf der Bahnhofstrasse.
Rund 600 Musikantinnen und Musikanten stellten sich am Samstag dem Wettbewerb der Blasmusik. Am Vormittag begannen die Konzertvorträge in der Turnhalle Obermatt. Sieben Vereine wählten konzertante Kompositionen, während sich sieben für Unterhaltungsstücke entschieden. Zwei Experten verfolgten die Vorträge und besprachen anschliessend ihre Beurteilung mit den Vereinsdelegationen. Die stille Bewertung ohne Rangierung gilt als wertvolle Standortbestimmung. Als viel beschäftigter Organisator verzichtete der Musikverein Bronschhofen auf den Konzertvortrag. Das zahlreiche Publikum bekam hochstehende Blasmusik zu hören.
Publikumsmagnet Am Nachmittag stand der Marschmusik-Wettbewerb auf dem Programm. Offensichtlich hatten die Organisatoren einen guten Draht zu Petrus, konnte doch der Anlass programmgemäss und bei strahlendem Sonnenschein durchgeführt werden. Entsprechend war auch der Publikumsaufmarsch entlang der mit Fahnen geschmückten Bahnhofstrasse sehr gross. In der Jury bewerteten die Experten Albert Brunner und Thomas Fischer die musikalischen Kriterien, Anton Wymann war für die Marschdisziplin zuständig.
Klare Sieger Der gastgebende Musikverein Bronschhofen eröffnete die farbenprächtige Konkurrenz mit traditionellem Auftritt, wie er von neun weiteren Vereinen gewählt wurde. Einmal mehr bewies die Musig Lenggenwil ihre Klasse und siegte überlegen. Marschmusik mit Evolutionen, mit mindestens vier verschiedenen Figuren bei den Schrittkombinationen, wählten fünf Vereine. Die Bürgermusik Zuzwil unter der Leitung von Heinz Felix erzielte in dieser Sparte die Höchstnote.
Feststimmung Am Abend fand der Festakt mit der Veteranenehrung und der Rangverkündigung statt. Der Musikverein Bronschhofen umrahmte die Feier. Die bekannte Bauchrednerin Karin und ihr grossmauliger Chicco führten durch das Programm und lockerten mit frechen Sprüchen und Interviews den offiziellen Teil auf. OK-Präsident, Gründungs- und Ehrenmitglied Jürg Grämiger ging in seiner Begrüssungsansprache auf die noch junge Vereinsgeschichte ein. Zum zweiten Mal nach 1990 organisierte Bronschhofen den Kreismusiktag. Ihm standen eine grosses Organisationskomitee und etwa 180 Helferinnen und Helfer zur Seite.
Musik ein Kulturgut Gastreferent Stefan Kölliker, St.Galler Regierungsrat, gratulierte dem Musikverein seines Wohnortes zum silbernen Jubiläum. Er wies auf den hohen Stellenwert der Musik hin. „DasBeste in der Musik steht nicht in den Noten“, zitierte er eine berühmte Persönlichkeit. Es gebe keine Kultur ohne Musik. Er äusserte die Meinung, dass im kopflastigen Schulunterricht auch die Musik als pädagogischer Auftrag Platz haben müsse. Den Musikvereinen sprach er ein Lob aus für die ehrenamtlichen Bemühungen zur musikalischen Ausbildung der Kinder.
Gratulationsbotschaften Auch der Präsident des Schweizerischen Musikverbandes, Valentin Bischof und Gemeindepräsident Max Rohr schlossen sich der Gratulation ihres Vorredners an und wünschten dem Verein und seinem Mitgliedern weiterhin viel Erfolg und Freude in ihrem Hobby. Der Gemeindepräsident dankte den Verantwortlichen für die tadellose Organisation der Festlichkeiten und des Kreismusiktages. Dafür seien viele freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz gestanden. Umso mehr freue er sich, dass die optimistische Planung mit schönem Wetter belohnt worden sei.
Ehrungen Die Ehrung von neun Kantonalen Veteranen des St.Galler Blasmusikverbands war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Der farbenfrohe Einzug der Vereinsfahnen wurde von den Klängen des Gastgebervereins begleitet. Auf der Bühne stellte Kreisobmann Rolf Benz die Jubilare vor und verlieh ihnen die verdiente Ehrung für ihre 20jährige Treue zur Blasmusik. Diana Ambühl von der Henauermusig, Jürg Grämiger, Bronschhofen, Roland Hälg, Lenggenwil, Robert Häberli und Alex Lenz, Bichwil-Oberuzwil, sowie Peter und Markus Scherrer und Stefan Wick, alle Zuckenriet erhielten die Auszeichnung.
Wanderpokale Der Kreisobmann nahm zum Abschluss des offiziellen Akts das mit Spannung erwartete Rangverlesen vor. Der Wanderpokal in der Kategorie Marschmusik mit Evolutionen ging an die Bürgermusik Zuzwil. Bereits zum vierten Mal in Folge eroberte die Musig Lenggenwil den Pokal in der Kategorie Marschmusik traditionell. Damit durften sie die von ihnen gespendete Zinnkanne gleich wieder nach Lenggenwil entführen.
Bewertung Marschmusik traditionell
1.Rang 115,5 Punkte Musig Lenggenwil, Direktion Josef Meienhofer 2. 104,5 Pt. Harmoniemusik Flawil, Daniel Zeiter 3. 97 Pt. Musikgesellschaft Zuckenriet, Hans Sutter 4. 96 Pt. Musikverein Bronschhofen, Arthur Sterchele 5. 92,5 Pt. Henauermusig, Roman Christoffel 6. 86,5 Pt. Bürgermusik Jonschwil, Peter Hänsenberger 7. 80,5 Pt. Stadtmusik Wil, Sigi Winkler 8. 80 Pt. Harmoniemusik Concordia Uzwil, Patrik Arnold Ausser Konkurrenz: 100 Pt. Brass Band Märwil, Andreas Koller; 94 Pt. Musig Gähwil, Daniel Maggi
Bewertung Marschmusik mit Evolutionen 1. Rang 98,5 Punkte Bürgermusik Zuzwil, Direktion Heinz Felix 2. 92 Pt. Musikgesellschaft Oberbüren, Peter Stricker 3. 89,5 Pt. Musikgesellschaft Niederhelfenschwil, Daniel Maggi 4. 88,5 Pt. Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil, Dominik Eugster Ausser Konkurrenz: 97 Pt. Trachtenkapelle Irschen
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