|
Urnäscher Tradition nach Wil gebracht
Die Wiler Hofchilbi liess einmal mehr keine Wüsche offen, das Publikum zeigte sich begeistert von der Alder-Formation.
Niklaus Jung
Die Wiler Hofchilbi verwandelte die Äbtestadt am Wochenende nach dem Kantonalturnfest einmal mehr in eine Feststadt. Wil und die Region wollte sich wohl den Auftritt des prominenten Ehrengastes Hansueli Alder aus Urnäsch nicht entgehen lassen. Der KTV Wil Handball und seine zahlreichen Helfer hatten für beste Stimmung gesorgt.
Die 20. Wiler Hofchilbi dürfte auch ob der unerwartet guten Wetterlage zu den unvergesslichen Festen des Jahres gehören. Exakt auf die Stunde genau setzte eine angenehme Schönwetterphase ein, und die Stimmung auf dem Hofplatz steigerte sich von Stunde zu Stunde. Bis in die tiefere Nacht belegte sich die ganze Altstadt mit Gästen aus nah und fern. Organisatorisch bereitete der bewährte OK-Chef Mike Hollenstein das Programm vor. Die Moderation des Abends überliess er seinem Kollegen Herbert Haag, der ebenso gekonnt die Gäste auf dem Laufenden hielt.
Jung und Alt begeistert Schon zum Auftakt um 18 Uhr füllten sich die Plätze auf dem Hofplatz, um den Einzug des Promi-Gastes Hansueli Alder von der Alder-Streichmusik nicht zu verpassen. Den traditionellen Anstich des ersten Bierfasses vom gesponserten Bierzins der Feldschlösschen besorgte Alder gekonnt. Das erste Prost galt Moderator Herbert Haag vom Veranstalter KTV Wil Handball.
Hansueli Alder hielt es nicht lange aus auf dem Hofplatz, sein Platz galt der Musikbühne, wo seine Kollegen von der Alder-Streichmusik auf den Einsatz warteten. Dass er auch dort die „1. Geige“ spielt, war schnell klar. Erstaunlich zeigte sich eine grosse Fan-Gemeinde, sichtlich die Auftritte der Alders geniessend, ob musikalisch, beim Talerschwingen oder einem Jodelvortrag.
Wohl dank dem Auftritt der Alder-Streichmusik konnten überdurchschnittlich viele Gäste älteren Jahrganges beobachtet werden. Erfreulich konnte festgestellt werden, wie Jung und Alt im Nebeneinander den Abend unterhaltsam geniessen konnten. Jedenfalls hatten die Securitas-Leute auch zu späterer Stunde kaum Einsatz zu leisten.
Kulinarische Köstlichkeiten An erster Stelle steht immer der Ausschank des von Feldschlösschen gesponserten Bierzinses von 1'125 Liter, dessen Verkaufsertrag auch der Hofstiftung zu Gute kommt. Der Bierzins ist urkundlich der Lehenzins der damaligen Äbte im Hof zu Wil, wo unter anderem auch 30 Eimer Bier abzuliefern waren. Nebst Feldschlösschen waren weitere Biersorten aus allen Herren Ländern erhältlich, erlesene Festweine auf der Hofterrasse und prickelnde Cüplis.
An diversen Foodständen standen Grilladen, Kartoffeln, Fruchtsäfte, Maiskolben, Pizza’s bis hin zu schmackhaften Älplermagronen im Angebot. Guten Anklang fand auch die traditionelle Tombola, welche den Gästen vielfach unerwarteten Gewinn besorgte. Auch zu späterer Stunde war der traditionelle Bierkrug mit der Jahresaufschrift 2009 noch begehrt.
Im Anschluss an den Auftritt der Alder-Streichmusik folgte die Party-Band „INSIDE“, welche die jüngere Generation bis tief in die Nacht in Schwingen versetzte.
|
|