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Die Sportstadt Wil feiert die Eröffnung des 8. nationalen Leistungszentrums
Es brauchte den Effort lokal und regional, insbesondere das Zusammenrücken der Ostschweizer Kantone für die Realisierung des RLZ Ost.
Niklaus Jung
Mit der Eröffnung des Regionalen Leistungszentrums Ost in Wil schreibt die Äbtestadt Sportgeschichte. Der Festakt vom Samstagvormittag zeigte insbesondere das Zusammenrücken der Ostschweizer Kantone, St. Gallen, Thurgau und Graubünden auf. Dass das 3,5 Mio Projekt auf praktisch ehrenamtlicher Organisation zu Stande kam, zeigt die ideelle Einsatzfreude auf sportlicher Ebene. Imelda Stadler, Präsidentin der Stiftung RLZO und Präsidentin des St. Galler Turnvebandes: "Heute eröffnen wir ein Jahrhunderbauwerk".
Mit der Eröffnung des Regionalen Leistungszentrum Ost (RLZO) in Wil erhält der Leistungssport in der Ostschweiz zusätzlichen Auftrieb, ihre Spitzenturnerinnen und -Turner national fördern zu können. Den nationalen Charakter des Zentrums betonten die Verantwortlichen an der Eröffnungsfeier mit dem Beizug des nationalen Sportmoderators Beni Thurnherr. Das Zusammenrücken der Ostschweiz in der Realisierung des Leistungszentrums verdeutlichte sich in der Beteiligung gleich dreier Kantone, St. Gallen, Thurgau und Graubünden.
Eine Sporthalle besonderer Prägung Der Aufbau der Sporthalle an der Toggenburgerstrasse ist gewöhnungsbedürftig. Was sonst als Sporthalle mit frei installierbarer Fläche daher kommt, ist beim RLZO anders. Die zahlreichen Sportgeräte, vom Reck über Barren, vom Sprung- und Lauftrampolin über die Bodenturnebene bis zum Schwebebalken sind alle Geräte fest installiert.
Das RLZO funktioniert bekanntlich nicht als Ersatz für die lokalen Kunsturngruppierungen wie das TZ Fürstenland, sondern als Zusammenzug der Spitzensportler, welche bei entsprechenden Leistungen den Sprung nach Magglingen erreichen sollen. Der Tag der Eröffnung verdeutlichte die Möglichkeiten für die Kleinsten bis zu den Grössten an den zahlreichen Aufführungen über den ganzen Tag.
Bekenntnis zur Sportstadt Wil In ihren Grussworten zur Eröffnung des RLZO legte die Wiler Sportministerin Marlis Angehrn ein klares Bekenntnis der Äbtestadt zum Leistungssport ab. Sport allgemein und der Leistungssport dienten neben der körperlichen auch der seelischen Entwicklung. Die Stadt Wil habe mit dem Land über 1,7 Mio Franken und dem Aufbau der Sportschule Lindenhof deutliche Zeichen gesetzt.
Erfreut gab sich die Thurgauer Bildungsministerin Monika Knill in ihrem Referat über das Zusammenfinden der Kantone. Damit das möglich wurde, sei viel Vorarbeit seitens der Projektleitung nötig gewesen. Die Kunstturntalente hätten dies verdient. Was bei ihren Vorführungen so locker aussehe, sei in Wirklichkeit das Resultat eines harten Trainings.
Stefan Kölliker, Bildungs-Chef in der St. Galler Regierung, betonte den Einsatz seines Kantons für den Spitzensport. Der Sport-Toto-Fond wie der Lotteriefond seien wichtige Geldgeber und gehörten zu den Geburtshelfern des RLZO. Der Kanton bezahle bekanntlich auch die Schulgelder für Sportler in Magglingen. Es sei erwiesen, dass sportliche Vorbilder sich auch in der Schule leistungswilliger zeigten. Kölliker lobte weiter die gute Zusammenarbeit mit dem Thurgau wie auch der Sportschule im Lindenhof Wil.
Freude bei den Turnverbänden Für Willi Hauser, Präsident des Thurgauer Turnverbandes war von anfang an klar beim RLZO dabei zu sein. Für sie ergäben sich für die Sportler kürzere Anfahrtswege und mit Wil hätten sie ein durchgehendes Angebot. Auch seitens des Schweizer Turnverbandes, von dessen Präsidenten Felix Stingeling, kamen lobende Worte für das Wiler Sportzentrum. Die heute modernste Anlage in der Schweiz sei gute Ausgangslage für Erfolge. Der Sport sei bekanntlich auf Erfolge angewiesen, wenn Unterstützungsgelder fliessen sollen.
"Heute schreiben wir Sportgeschichte", begann die Stiftungspräsidentin Imelda Stadler ihre Festrede zur Eröffnung des RLZO. Geduld, Beharrlichkeit, Geschick, Kreativität, allesamt sportliche Tugenden seien notwendig gewesen für die Realisierung des Sportzentrums. Heute könne ein "Jahrhundertbauwerk" eröffnet werden, die Früchte langer Vorarbeit seien erntereif.
Der ganze Tag der Offenen Türen galt verschiedenen Kunstturn- und Tanz-Vorführungen. Der grosse Ansturm seitens der Bevölkerung schon in den Morgenstunden zeigte das grosse Interesse am neuen nationalen Sportzentrum.
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