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Frauenfeld: 14.12.2009
Das Bild stände jedem Bauerhof an, Rebhuhn- und Silberfarbige Italiener, im Freilauf beim Landwirt Paul Hungerbühler im thurgauischen Roggwil.
Das Bild stände jedem Bauerhof an, Rebhuhn- und Silberfarbige Italiener, im Freilauf beim Landwirt Paul Hungerbühler im thurgauischen Roggwil.

Frauenfeld wurde zum Schaufenster der Rassegeflügelzucht
Die Kantonale umfassend aufgestockt
Christian Jud
Partizipieren mit anderen Ausstellungsorganisationen hiess die Losung für die Geflügelzüchter im Thurgauer Kleintierzüchterverband bei der Vorbereitung der kantonalen Geflügelausstellung vom 11.-13.Dezember 09 in Frauenfeld unter dem OK- Präsidium von Arthur Ausderau. Das Vorhaben ist Dank dem Einsatz unzähliger Helferinnen und Helfer geglückt, die Thurgauer wurden ihrer Reputation als gute Gastgeber einmal mehr gerecht.

Es liegt nun einmal im Trend der Zeitläufe, dass die Zahl der aktiven freizeitlichen Kleintierzüchter nicht mit dem Wachstum der räumlichen Grössen der Ausstellungshallen Schritt zu halten vermag. Das war man sich auch beim Kleintierzüchterverein Frauenfeld bei der Übernahme der Kantonalen Geflügelausstellung vom 11.-13.Dezember 09 bewusst. Anderseits sind vor allem die lokalen Kleintierzüchtervereine wie auch die Rassenklubs immer wieder darauf angewiesen, für ihre Ausstellungen mit grösseren Organisationen zu kooperieren.

Geflügel und vieles mehr
Angeschlossen an die Thurgauer Kantonale Geflügelausstellung in der hellen und geräumigen Festhalle Rüegerholz in Frauenfeld waren der Schweizerische Zier- und Zwerggeflügelverband mit seinen vorwiegend in der deutschsprachigen Schweiz aktiven vier selbständigen Untergruppen. Weiter der Silber- und der Weissriesenklub Gruppe Ost, der KZV Frauenfeld mit den Kaninchen und den Tauben und der OV Wigoltingen mit deren Lokalausstellungen.

«Natürlich würde es mehr Ausstellerinnen und Aussteller für diese Grosse Festhalle ertragen, wir stellen aber fest, dass die aktiven Züchterinnen und Züchter einmal mehr bei der Sache sind, und so freuen wir uns an dem was wir haben und nicht an dem was nun einmal nicht ist», sagte der Ausstellungspräsident Arthur Ausderau im Gespräch mit «Info Wil Plus».

Pallette wird immer breiter
Der Trend der schon vor der Mitte des letzten Jahrhunderts in der Rassegeflügelzucht eingesetzt hat, von den Grossrassen hin zum Zwerggeflügel, setzt sich kontinuierlich fort und lässt sich auch im ausgesprochen ländlichen Kanton Thurgau nicht aufhalten. Auffallend ist, dass neue Farbenschläge sofort wieder ihre Liebhaber finden und dass einstmals dominierende Rassen wie bei den Grossen auch bei den Zwergen dem neuen Platz machen.

Erfreulich war auch an dieser schön hergerichteten Ausstellung, dass es die unentwegten gibt, die auch nach Jahrzehnten nicht von ihrer angestammten Rasse lassen können, wie Ernst Bürgisser aus Riedt Erlen, der seine Antwerpener Bartzwerge seit nun mehr 40 Jahren mit Erfolg züchtet. Auf der Erfolgswelle befinden sich bei den verzwergten Grossrassen die Appeneller Barthühner schwarz, denen nun auch die Appenzeller Spitzhauben zu folgen scheinen.

Chance für Wassergeflügel
Der Thurgau ist landesweit derjenige Kanton mit den meisten offenen und fliessenden Gewässern, und nirgendwo sonst wurden die wasserführenden Gräben, Bächlein und Bäche offen gelassen und mit Stauden bewachsen wie hier.«Ein Eldorado für die Haltung von Wassergeflügel», wie der Experte Hubert Schönenberger auf dem Rundgang mit dem Chef des Landwirtschaftsamtes des Kanton Thurgau, Markus Harder bemerkte. Da solche Vernetzugen auch ökologisch wertvoll sind, dürfte man diese gut und gerne auch in den zur Mode gewordenen Standortmarketing der Wohnorte einbringen. Unter dem Wassergeflügel zogen besonders die blauen Steinbacher Kampfgänse die Aufmerksamkeit auf sich, die das Wort Kampfgans nur des ungewohnten schwarzen Gebissstreifens wegen tragen.

Und wie immer an den Kleintierausstellungen im Thurgau präsentierten auch an der Ausstellung in Frauenfeld die Nähfrauen ihre Fleissarbeiten, und trugen die sehr schöne Tombola und die vortrefflich betreute Festwirtschaft zum guten Gelingen des Grossanlasses bei.
Willkommen geheissen wurden die Gäste vom Ausstellungspräsidenten Arthur Ausderau und Helen Debrunner, die mit Robert Wehrli für die herrliche Dekoration verantwortlich war.
Willkommen geheissen wurden die Gäste vom Ausstellungspräsidenten Arthur Ausderau und Helen Debrunner, die mit Robert Wehrli für die herrliche Dekoration verantwortlich war.

Amriswil im Thurgau ist die Herkunftheimat des Schweizerhuhn. Der Chef des Kantonalen Landwirtschaftsamtes, Markus Harder, links, tut zusammen mit dem Geflügelexperten Hubert Schönenberger diesen Tieren die Ehre an.
Amriswil im Thurgau ist die Herkunftheimat des Schweizerhuhn. Der Chef des Kantonalen Landwirtschaftsamtes, Markus Harder, links, tut zusammen mit dem Geflügelexperten Hubert Schönenberger diesen Tieren die Ehre an.

Informativer Rundgang mit dem Geflügelexperten Paul Hausammann.
Informativer Rundgang mit dem Geflügelexperten Paul Hausammann.

Seltene Gänse,die eleganten blauen Steinbacher Kampfgänse.
Seltene Gänse,die eleganten blauen Steinbacher Kampfgänse.

Der Thurgau ist der Kanton mit den meisten offenen Gewässern, eine Aufforderung für die Zucht und Haltung von Wassergeflügel.
Der Thurgau ist der Kanton mit den meisten offenen Gewässern, eine Aufforderung für die Zucht und Haltung von Wassergeflügel.