Roger Stöcker, Präsident der IG Wiler Sportvereine, leitete die DV umsichtig und speditiv.
Ehrung von Ernst Baumann für seine langjährige zuverlässige Arbeit als Aktuar.
Präsident der Kantonalturntage 2009, Rolf Peter Zehnder, ist begeistert vom Einsatz der Wiler Sportvereine.
Dr. Max Stierlin beim engagierten Vortrag über die „Sportlandschaft“ in der Schweiz.
Anschauliche Statistiken zeigten die Bedeutung der Sportvereine.
Roger Stocker anerkannte Dominik Mosers grosse Arbeit bei der Auswertung der Wiler Umfragen.
Ein delikater Mandelfisch für die exklusiven Ausführungen von Dr. Max Stierlin.
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Kinder und Jugendliche im Sport: Etappen und Wegscheiden.
Das Thema stand im Mittelpunkt nach der statutarischen Delegiertenversammlung der IG Wiler Sportvereine, die zum 36. Mal abgehalten wurde.
Gerhard Kasper
„Wer heute als Jugendliche(r) einem Sportverein betritt, bleibt nicht auf „ewige Zeiten“ an diesen Verein gebunden: Praktisch alle treten nach einigen Jahren zu einer anderen Organisation über oder gehören überhaupt keinem Verein mehr an.“ Soweit eine Kernaussage des Referenten Dr. Max Stierlin an der DV der IG Wiler Sportvereine.
Vor dem Referat leitete IG Präsident Roger Stöcker zügig und kompetent die Delegiertenversammlung im Alleesaal des Wiler Stadtsaales.
Dank an die Vorstandsmitglieder „Es ist je länger je weniger selbstverständlich, dass sich Leute für Ehrenämter zur Verfügung stellen“, bedankte sich der Präsident bei seinen Vorstandskollegen. Das von Ernst Baumann verfasste Protokoll der letzten GV sowie der originelle und informative Jahresbericht von Roger Stöcker wurden ohne Diskussion einstimmig und mit Applaus genehmigt. Besonderer Dank den Verantwortlichen für die Nacht des Wiler Sports, Adrian Bachmann, der Jugend Games, Patrik Baumer und dem Sportsekretariat – und nicht zuletzt den Sponsoren Raiffeisenbank, Stadt Wil, Wiler Nachrichten, Wiler Zeitung und InfoWilPlus.
Finanzielles Insgesamt schloss die IG per Ende 2008 mit einem Verlust von Fr. 865.15 ab, was im grossen Aufwand mit den Aktivitäten Sportlerwahl, Jugend Games u.a. zusammenhängt. Die von Roman Schlauri präsentierte Rechnung sei tadellos geführt worden, deshalb beantragte Revisor Markus Diethelm Entlastung für den Kassier und den Gesamtvorstand: Einstimmige Annahme mit Akklamation. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert: Vereine bis 150 Mitglieder zahlen Fr. 50, bei mehr als 150 Mitgliedern sind des Fr. 100.-
Wahlen Die im Vorstand verbleibenden Mitglieder wurden einstimmig wieder gewählt: Bernhard Angehrn, Adrian Bachmann, Ernst Baumann, Patrik Baumer, Roman Schlauri, Martin Senn, Esther Spinas, Roger Stöcker. Auch die Revisionsstelle mit Andrea Bärlocher und Markus Diethelm wurde bestätigt.
Infos zum Kantonalturnfest 09 Rolf Peter Zehnder, Präsident des KTF 09, liess es sich nicht nehmen, persönlich zu diesem Anlass zu sprechen: „Es ist für uns eine Riesenfreude, wie Ihr, die Vereine, miteinander und untereinander, mithelft...Die Unterstützung durch die Vereine und die Stadt ist gewaltig: Wir erwarten an den beiden Juni-Wochenenden (20./21. und 26.-28.) über 11'000 Aktive – und was das bedeutet, könnt Ihr sicher abschätzen...Es ist für uns eine grosse Beruhigung zu wissen, dass Ihr hinter uns steht – und dafür möchte ich Euch jetzt schon herzlich danken!“
Sportpark Bergholz Was die Verzögerungen infolge Einsprache eines Totalunternehmers betrifft, konnte Roland Hofer vom Schul- und Sportamt nur sagen, dass man den Entscheid des Verwaltungsgerichts abwarten müsse.
Referat Dr. Max Stierlin Der Vortragende ist unter anderem Dozent für Sportentwicklung und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Sport in Magglingen. Engagiert und fundiert referierte er über das Thema der nachhaltigen Entwicklung in den Vereinen. Wie sieht nach seinen Erkenntnissen die „Sportlandschaft“ heute in der Schweiz aus? Als erstes räumte er das Vorurteil aus, Kinder gingen heute nicht gern in Vereine. Der Anteil habe sich nicht verändert, allerdings verteilten sich die immer geburtenschwächeren Jahrgänge auf immer mehr Vereine. Ein Rückgang sei aber beim weiblichen Geschlecht und hier besonders bei Ausländerinnen festzustellen. Dass vor allem Jugendliche früher oder später den Verein oder die Sportart wechselten, sei völlig normal. Es sei darum auch falsch, möglichst viele und junge Kinder anzuwerben, in der vermeintlichen Hoffnung, sie an den Verein zu binden und zu sportlich hohen Leistungen zu bringen.
Favorit Fussball Der grösste „Renner“ zur Zeit und wohl auch in Zukunft ist der Fussballverein- und zwar sowohl für junge Männer und Frauen! Kollegen und Freunde und Klima im Verein seien entscheidend fürs Mitmachen. Es brauche auch eine gewisse Grösse der Trainingsgruppen, damit nicht alles zusammenfalle, wenn eine(r) austritt. Im Gegensatz zu Fussball sei Turnen heute eine „Abnahmesportart“, in der Stadt Zürich sei die Bedeutung in den letzten 15 Jahren um rund 2/3 zurückgegangen.
Betrachtet man die vergleichende Statistik aus der Wiler Mitgliedererhebung Herbst 2008, so fällt drastisch auf, dass der FC Wil 1900 die meisten Mitglieder hat, vor allem jedoch die meisten Junioren, gefolgt von Stadtturnverein und KTV. Anders die Situation zum Beispiel im Laufsportclub Wil, wo Senioren und Aktive markant überwiegen.
Empfehlungen für die Wiler Sportvereine 1. Analysieren: wer in Wil hat das attraktive Angebot für die jeweiligen Altersstufen? 2. Zusammenarbeit und Koordination suchen zwischen dem „Einstiegsverein“ und den anderen Vereinen. 3. In den Jugend Games die Gelegenheit schaffen, neue Vereine kennen lernen, um so „den sportlichen Horizont zu erweitern“.
Roger Stöcker dankte dem Referenten für die gehaltvollen Ausführungen und Dominik Moser, Praktikant bei kant. Sportamt, für das aufwändige Präsentieren der statistischen Daten und überreichte beiden den traditionellen Wiler Mandelfisch.
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