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Bichwil: 08.03.2010
Bichwiler Kinder der 4. und 5.Klasse haben zu Ungerechtigkeiten in ihrem persönlichen Umfeld passende Gedanken formuliert.
Bichwiler Kinder der 4. und 5.Klasse haben zu Ungerechtigkeiten in ihrem persönlichen Umfeld passende Gedanken formuliert.

Ingrid Krucker, Pastoralassistentin und Pfarreibeauftragte, Bichwil, und Richard Böck. Sozialdiakon der Evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil, leiteten des ökumenischen Gottesdienst.
Ingrid Krucker, Pastoralassistentin und Pfarreibeauftragte, Bichwil, und Richard Böck. Sozialdiakon der Evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil, leiteten des ökumenischen Gottesdienst.

Fairer Handel betrifft nicht nur die armen Länder, sondern fordert auch von uns ein Umdenken. Die an der Decke aufgehängten Bilder zeigen Beispiele von Ungerechtigkeiten, aber auch von kreativer Selbsthilfe auf.
Fairer Handel betrifft nicht nur die armen Länder, sondern fordert auch von uns ein Umdenken. Die an der Decke aufgehängten Bilder zeigen Beispiele von Ungerechtigkeiten, aber auch von kreativer Selbsthilfe auf.

Alt und Jung, ob katholisch oder reformiert, genoss die feine Suppe – einmal mehr vom Männerchor Bichwil-Riggenschwil gerüstet und gekocht. Auch das Kuchenbüffet liess – ebenfalls wie immer -  keine Wünsche offen. So ist Fasten kein Problem!
Alt und Jung, ob katholisch oder reformiert, genoss die feine Suppe – einmal mehr vom Männerchor Bichwil-Riggenschwil gerüstet und gekocht. Auch das Kuchenbüffet liess – ebenfalls wie immer - keine Wünsche offen. So ist Fasten kein Problem!

Teilen heisst auch „fair handeln“
Ökumenischer Suppenzmittag in Bichwil
Annelies Seelhofer-Brunner
Das Motto der diesjährigen Fastenagenda lautet: Stoppt den unfairen Handel! Die diesjährige Fastenagenda der Hilfswerke „BROT FÜR ALLE“ und „FASTENOPFER“ enthält ganz viele Denkanstösse zu gerechter und ungerechter Verteilung von Nahrung und Handelsgütern.

Kinder machen sich Gedanken
Kinder der 4. und 5. Klassen der Primarschule Bichwil regten mit eigenen Aussagen zu Ungerechtigkeiten in ihrem Umfeld zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken an. Kinder sehen sehr genau, wo es ungerecht zu- und hergeht. Dass das eigene Handeln diesen Einsichten nicht immer folgt, ist nur allzu menschlich. Das ist bei Erwachsenen ja keineswegs anders.

Aus 3000 Jahren Geschichte nichts gelernt
Anhand der Aufzeichnungen des Propheten Amos führte Sozialdiakon Richard Böck aus, wie sich diesbezüglich in den letzten 3'000 Jahren nur wenig geändert hat. Ein Grossteil der Menschen in den Industrieländern kümmert sich wenig um die Menschen in ärmeren Ländern, denkt nur an sich. Die diesjährige Suppenzmittag-Serie legt den Finger auf diese Tatsachen und ruft zum persönlichen Handeln auf. Wenn Kinder in Indien oder Pakistan nicht zur Schule gehen können, weil sie für einen Hungerlohn billige Fussbälle für unsere Fussballklubs nähen müssen.

Göttliche Gerechtigkeit
Ingrid Krucker nahm das Gleichnis von den Taglöhnern zum Anlass, über menschliche und göttliche Gerechtigkeit nachzudenken. Wenn der, welcher nur ein kleines Weilchen gearbeitet hat, gleichviel Lohn bekommt wie der, welcher den ganzen Tag geschuftet hat, dann dünkt uns das völlig ungerecht. Doch Gottes Recht trägt den Bedürfnissen der Menschen Rechnung: Recht auf Nahrung – Bildung – Arbeit – Sicherheit.

Musikalische Glanzpunkte dank Jungbläsern
Lisel Hollenstein-Köppel aus Uzwil begleitete die Lieder der Gemeinde, alle aus dem katholischen Gesangbuch. Viele Lieder gibt es ja unterdessen als ökumenische Fassung in den Liederbüchern beider Konfessionen. Die Jungbläser – Mädchen und Buben – gaben dem Gottesdienst ein ganz besonderes Gepräge mit ihren festlichen Melodien.

Essen für einen guten Zweck
Die Suppenzmittage während der Fastenzeit haben schon eine längere Tradition. In Bichwil kocht der Männerchor Bichwil-Riggenschwil seit Jahren die dazu benötigte Suppe. Diesmal konnte zwischen Bouillon und Gerstensuppe gewählt werden. Jung und Alt traf sich in der Turnhalle. Die Kinder kletterten auf die hohen Kletterstangen, rannten herum, brachten Leben in die Bude und kamen dann zum feinen Kuchendessert wieder zu ihren Eltern zurück. Im Gang vor der Halle hatten Frauen Produkte aus dem Claroladen Flawil aufgestellt. Die Claro-Läden verpflichten sich, nur biologisch hergestellte, den Bauern aus Drittweltländern zu fairen Preisen abgekaufte Produkte zu verkaufen. Am Schluss blieb nur noch, die aufgestellten Kassen mit einem papierenen Obolus zu füttern, damit in Ländern mit grosser Ungerechtigkeit ein wenig mehr Gerechtigkeit geschaffen werden kann.
Leider ist der Claro-Laden Uzwil eingegangen. Doch der Claro-Laden Flawil sprang in die Bresche und bot ein schönes Sortiment aus Fairem Handel an. Sein Standort ist der Bahnhof Flawil, ehemalige Schalterhalle.
Leider ist der Claro-Laden Uzwil eingegangen. Doch der Claro-Laden Flawil sprang in die Bresche und bot ein schönes Sortiment aus Fairem Handel an. Sein Standort ist der Bahnhof Flawil, ehemalige Schalterhalle.

Anita Germann zeigte mit Stolz die von fleissigen Frauen so exakt gestrickten Socken, Bettsocken, Finken oder Stulpen. Auch dieser Erlös kommt den beiden Hilfswerken „Brot für Alle“ und „Fastenopfer“ zugute.
Anita Germann zeigte mit Stolz die von fleissigen Frauen so exakt gestrickten Socken, Bettsocken, Finken oder Stulpen. Auch dieser Erlös kommt den beiden Hilfswerken „Brot für Alle“ und „Fastenopfer“ zugute.

Kochen macht Spass, finden Rajka Bühler und Männerchorpräsident Guido D’Incau. Sie stehen stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer in Küche, Service oder am Kuchenbüffet.
Kochen macht Spass, finden Rajka Bühler und Männerchorpräsident Guido D’Incau. Sie stehen stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer in Küche, Service oder am Kuchenbüffet.

Pfarreirat Bruno Niffeler begrüsste ganz offiziell und weihte grad seinen kleinen Sohn in die Geheimnisse kurzer, prägnanter Reden ein. Neben ihm steht Ingrid Krucker, die Pfarreibeauftragte der Mauritius-Pfarrei.
Pfarreirat Bruno Niffeler begrüsste ganz offiziell und weihte grad seinen kleinen Sohn in die Geheimnisse kurzer, prägnanter Reden ein. Neben ihm steht Ingrid Krucker, die Pfarreibeauftragte der Mauritius-Pfarrei.