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Jonschwil/Schwarzenbach: 09.03.2010
Die laufend steigende Zahl Postautobenützer rechtfertigt nach Ansicht des Gemeinderates die Einführung des Halbstundentaktes.
Die laufend steigende Zahl Postautobenützer rechtfertigt nach Ansicht des Gemeinderates die Einführung des Halbstundentaktes.

Verbesserungen auf der Postautolinie beantragt
Ungenügendes Busangebot in Jonschwil und Schwarzenbach
gk
Der Gemeinderat Jonschwil hat dem Kanton mehrere Verbesserungen bei der Postautolinie Wil – Jonschwil- Uzwil auf den Fahrplanwechsel 2010 beantragt. Ein klar strukturiertes Angebot am Morgen, Mittag und Abend, ein Stundentakt am Sonntag und Verbesserungen beim Nachtbus werden vorgeschlagen.

Per 13. Dezember 2009 wurden Neuerungen im Fahrplan der Postautolinie eingeführt. Nach wenigen Wochen kann bereits das Fazit gezogen werden, dass das leicht erweiterte Busangebot bei den Pendlern sehr gut ankommt und rege in Anspruch genommen wird. Damit hat sich die vorgängig getroffene Annahme bestätigt, dass zuerst das Angebot bereitgestellt werden muss und dass sich dann die Nachfrage deutlich erhöht. Das umgekehrte Vorgehen (Nachfrageorientierung) führt nicht zum Ziel, da das Angebot zu wenig attraktiv ist.

Im Hinblick auf eine weitere Entwicklung und Verbesserung des öffentlichen Verkehrs hat der Gemeinderat Jonschwil diverse Anträge für punktuelle Verbesserungen des Angebots per Fahrplanwechsel im Dezember 2010 gestellt.

Keine Beschränkung auf Schulzeiten
Das per Dezember 2009 erweiterte Kursangebot gilt nur während den Schulzeiten der Volksschule. Diese Einschränkung macht wenig Sinn, da (Volks-)Schülerinnen und Schüler, die den Bus benützen, einen völlig unbedeutenden Teil der Fahrgastzahlen ausmachen. Auch bei den Eltern der Volksschüler ergibt es keinen Sinn, das erweiterte Angebot auf die Schulzeiten zu beschränken, da die Eltern nicht 13 Wochen Ferien haben.

Weiter wird gegenüber dem Kanton betont, dass viele Berufsschüler, Fachhochschulstudenten und Hochschulstudenten intensive Benutzer des Busangebots sind und dass diese andere Ferienzeiten als die Volksschule haben. Ein weiterer Benützerkreis sind die Erwerbstätigen ohne Kinder, für welche die Schulferien bedeutungslos sind.

Planungsfehler
Der Gemeinderat Jonschwil weist den Kanton darauf hin, dass das neue Angebot auf der Strecke Jonschwil Kreisel-Wil einen "Planungsfehler" aufweist. Es war eine falsche Planung, die zusätzlichen Busse vom 23. bis 31. Januar 2010 – während den Sportferien der Stadt Wil - nicht fahren zu lassen. Die Sportferien in der Gemeinde Jonschwil fanden nämlich vom 30. Januar 2010 bis 7. Februar 2010 statt. So kam es, dass nicht wenige Fahrgäste in der Woche vom 23. bis 31. Januar 2010 bei den Haltestellen standen und dann feststellten, dass die Fahrplangestalter die Ferienzeit von Wil genommen haben.

Der Gemeinderat Jonschwil stellte deshalb den Antrag, dass das erweiterte Busangebot ab dem nächsten Fahrplanwechsel während dem ganzen Jahr (also auch während den Schulferien der Volksschule) von Montag bis Freitag und neu auch inklusive Samstag gilt.

Klar strukturiertes Angebot mit durchgehenden Kursen auf der ganzen Buslinie
Das per Dezember 2009 eingeführte zusätzliche Angebot beschränkt sich auf die Strecke Jonschwil-Wil (morgens) und Wil-Jonschwil (abends). Es ist für die öV-Kunden zu wenig klar strukturiert, weil es lückenhaft ist. Um eine sukzessive Verbesserung beim Modal-Split zu erreichen, sind die Bedürfnisse der Kunden im Sinne einer angebotsorientierten Planung klar besser abzudecken.

Die Bedürfnisse sind vielgestaltig:
- Pendler/Schüler mit Arbeitsort im Industriegebiet Uzwil und Richtung St. Gallen
- Pendler mit Arbeitsort Wil und Richtung Zürich
- Einkaufende in der Stadt Wil und in der Gemeinde Uzwil
- Pendler aus der Region mit Arbeitsort in Schwarzenbach oder Jonschwil.

Halbstundentakt, jetzt einführen
Der Gemeinderat hält fest, dass in der Gemeinde Jonschwil heute rund 1'500 Arbeitsplätze bestehen, die für Pendler aus der Region gut erreichbar sein sollten. Die Arbeitsplatzzahl wird in nächster Zukunft deutlich steigen, sodass es sich rechtfertigt, für diese Pendler ein besseres Angebot bereitzustellen. Bereits heute benützen viele Personen, die in Jonschwil oder Schwarzenbach arbeiten, das Postauto.

Der Gemeinderat Jonschwil hält daher den Zeitpunkt für gekommen, um einen Halbstundentakt auf der ganzen Postautolinie Wil – Jonschwil – Uzwil zu den Stosszeiten am Morgen, Mittag und Abend einzuführen. Damit wird ein klar strukturiertes Angebot auf der ganzen Buslinie geschaffen.

Verdichtung am Sonntag
Das heutige Busangebot an Sonn- und Feiertagen mit einem Zweistundentakt hält der Gemeinderat nicht mehr für zeitgemäss. Viele Einwohner haben in jüngster Zeit bei der Gemeinde den Wunsch nach einer Verdichtung deponiert.

Bei Ausflügen am Sonntag wird nicht auf den Bus abgestellt, wenn der Takt nicht dichter ist. Auch hier gilt: Das Angebot ist bereitzustellen und dann wird es von den Kunden stärker genutzt. Der Gemeinderat Jonschwil beantragt die Einführung von stündlichen Verbindungen.

Verbesserungen beim Nachtbus
Die Linienführung des Nachtbusses Uzwil-Bichwil-Jonschwil-Schwarzenbach-Wil ist nach dem Jonschwiler Gemeinderat zu ändern, da sie zu knapp bemessen ist und die Busfahrer einem zu grossen und gefährlichen Zeitdruck ausgesetzt sind. Der knapp bemessene Zeitplan kann – besonders im Winter durch schlechte Wetterverhältnisse – oftmals nicht eingehalten werden. Die Schlaufe über Bichwil darf nicht mehr mit dem Kurs über Jonschwil-Wil verknüpft werden.

Weiter schlägt der Gemeinderat vor, die heutige grosse Lücke zwischen ca. 21.30 und 23.00 Uhr in Uzwil bzw. zwischen ca. 22.00 und 23.30 Uhr in Wil mit einem zusätzlichen Kurs zu verkleinern. Auch dies entspricht einem von den Einwohnern oft geäusserten Wunsch.