 |
Ingenieure ohne Präsident
Die Wiler Ingenieure von Swiss Engineering STV führen die Sektion ohne Präsidenten.
Ueli Merz
An der Generalversammlung von Swiss Engineering Sektion Wil und Umgebung fand sich kein Nachfolger für den abtretenden Präsidenten.
Swiss Engineering Sektion Wil und Umgebung ist der regionale Berufsverband der Ingenieure und Architekten. Während den vergangenen sieben Jahren führte Präsident Werner Käufeler die Geschicke zur grossen Zufriedenheit der Mitglieder. An der Generalversammlung vom 6. März konnte er auf seinen Rücktritt leider keinen Nachfolger präsentieren. Guido Breu wird ad interim als Vizepräsident den Vorstand führen.
Wenig junger Zuwachs Wie viele andere Vereine beklagt auch Swiss Engineering das Fehlen neuer und junger Mitglieder. Die Altersstruktur verschiebt sich in Richtung Veteranen. Was können wir dagegen tun? Wozu dient der Verband, fragte Werner Käufeler. Da die Sektionen Teil des Zentralverbands sind, ist dessen Strategie massgebend, auch bei der Gewinnung junger Fachhochschulabgänger. Genau dort liegt der Haken, denn der Zentralverband ist wenig attraktiv und teuer. Anders liegt die Sektion Wil, die aktiv am Zeitgeschehen teilnimmt und beispielsweise mit dem leuchtenden Rösslikreisel kürzlich ein Zeichen gesetzt hat.
Fusion möglich? Für mehr Vereinspotenzial werden oft Fusionen in Betracht gezogen, was im Jahre 2002 zur Zusammenlegung der Sektionen Wil und Uzwil führte. Die Bildung einer grösseren Region ist wenig attraktiv, da die lokale Verbundenheit verloren ginge. Der Zentralverband betrachtet anscheinend die stärkeren und schlankeren Organisationen der Ehemaligenverbände und den SIA als Konkurrenz, anstatt als Partner gemeinsam die davonschwimmenden Felle einzufangen. Deutliche Worte engagierter Mitglieder zeigten an der Versammlung den Frust über die Jahrzehnte andauernde Krise des Zentralverbands.
Erfolgreiche Gesellschaftsanlässe Das Poltern über den Zentralverband tat der guten Stimmung in der Sektion keinen Abbruch. Die gesellschaftlichen Anlässe sind beliebt. Man trifft sich gerne und pflegt die Freundschaften. Die technischen Anlässe hingegen haben immer knappe Teilnehmerzahlen, vermutlich aufgrund der heterogenen Berufsinteressen.
Die Ingenieure sind zuversichtlich, mit dem engagierten Vorstand auch diese Krise zu meistern. Der Gesellschaftsabend in der Kartause Ittingen mit 62 Personen war bereits die zweite erfolgreiche Veranstaltung im 2010. Mit dem Spargelstechen im Mai, zwei Firmenbesichtigungen und dem Adventsanlass bieten sich genügend vergnügliche Anlässe für Jüngere, für ältere Mitglieder und für Freunde der Sektion.
|
 |