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Die CVP will für Zuzwil eine Alterskommission
Zwar fehlt der Zuzwiler CVP noch immer das Zugpferd im Vorstand mit dem Präsidium, aber politisch sollen bald Nägel mit Köpfen folgen.
Niklaus Jung
Der Zuzwiler CVP fehlt trotz optimaler personeller Besetzung im Vorstand die Leitfigur im Präsidium. Gust Brunner forderte in seinem Jahresbericht anlässlich der HV vom Montag auf, gemeinsam für geeignete Kräfte für neuen Auftrieb zu sorgen. Dennoch kam Schwung in die Versammlung, zuerst mit der Projektvorstellung "Erneuerung CVP St.Gallen" und später mit der Forderung nach einer Alterskommission für Zuzwil.
Der Parteivorstand nahm die Gelegenheit der Jahresversammlung im Pfarreiheim Züberwangen wahr, das Projekt der Erneuerung der St. Galler CVP mit Projektleiter Michael Hugentobler in der nun beschlossenen Fassung vorzustellen.
Themen aufnehmen Die Parteileitung der Zuzwiler CVP hat sich offensichtlich noch nicht definitiv organisiert. Zwar sind die Arbeits-Chargen verteilt, aber beim Präsidium ist die Lösung noch nicht gefunden. Als Ansprechstelle agiert derzeit Daniel Enz, der selber auch das Kassieramt inne hat. Für die Leitung der Hauptversammlung stellte sich Gust Brunner zur Verfügung.
Brunner setzte in seinem Jahresbericht vor allem politische Akzente. Zum Projekt Alterskonzept sieht die Parteileitung übertriebene Hast seitens des Gemeinderates für den Ausbau des Heimes. Noch immer seien rund die Hälfte der Bewohner Auswärtige, für Einheimische habe es noch immer genügend Platz.
Bei der Oberstufenlösung gelte es auch die Regionalisierung im Auge zu behalten und sich nicht allein auf die Zuzwiler Lösung zu konzentrieren. Die Meinung der Anwesenden zu erhalten, wurde eine schriftliche Umfrage aufgelegt, welche Variante bevorzugt werde. Die Auswertung erfolgt später.
Für die nähere Zukunft der Zuzwiler CVP müssten geeignete Schritte folgen können, um die Abwanderung nach Links und rechts zu stoppen, forderte Brunner weietr. Der erste Schritt müsse in der Findung einer passenden Leitperson in der Parteileitung folgen. Aus der Anfrage mit dem Flyer in der Einladung kamen allerdings keine Vorschläge an der Versammlung.
Mehr Präsenz ist gefordert Bezüglich Kassastand sitzt die Partei auf einem guten Polster, da immer noch namhafte Mitgliederbeiträge einbezahlt werden. Unter Wahlen musste die Versammlung vom Rücktritt aus dem Vorstand von Gemeinderat Patrick Kupferschmid Kenntnis nehmen. Er begründete seinen Schritt in der hohen Belastung im Gemeinderat. Er werde aber der Partei auch in der Zukunft zur Verfügung stehen, wenn es um Informationen aus dem Rat gehe. Mit seinem Rücktritt kann sich der Vorstand noch immer mit sechs Personen organisieren, darunter drei Damen.
Aus der Versammlung wurde zum Problem Abwanderung der Mitglieder gefordert, in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zu zeigen, indem Themen aufgenommen werden. Die Wahrnehmung in der Gemeinde mit aktuellen Stellungnahmen könne die Vertrauenslage in der Bevölkerung verbessern. Auf diesem Wege könnten auch neue Mitglieder für das CVP Gedankengut gewonnen werden.
Forderung nach einer Alterskommission Hans Lichtensteiger nahm in der Allgemeinen Umfrage das Thema Alterskonzept auf. Seiner Meinung nach gehe es nicht allein um die Erweiterung des "Lindenbaum". Es müssten auch weitere Wohnbedürfnisse der älteren Generation ausserhalb des Wohnheimes zur Sprache kommen. Auch das Thema Altersclub dürfe nicht nebensächlich behandelt werden. Schon mehrfach hätten sie aus einer Gruppe beim Gemeinderat die Schaffung einer Alterskommission gefordert, aber bisher ohne Erfolg.
So wurde festgelegt, das Thema an der Vorversammlung der Gemeinde noch einmal aufzunehmen, um dann an der Bürgerversammlung Antrag zur Schaffung einer Alterskommission zu stellen.
Abschliessend wurde auf den Diskussionsabend zum Thema Oberstufenlösung für Zuzwil verwiesen, welcher auf den 20. Mai zusammen mit der FDP in der Turnhalle Zuzwil angesetzt ist.
CVP auf Erneuerungskurs mit Einbezug der Basis Breiten Raum nahm die Vorstellung des Projektes "Erneuerung der St. Galler CVP" an der Versammlung ein. Projektleiter Michael Hugentobler stellte das neue Leitbild vor, welches die Basis deutlich stärker in die Entscheidfindung einbezieht. Neues Selbstbewusstsein habe bereits bei der Jung-CVP eingesetzt, indem bald kantonsweit aktive Ableger platziert seien. Die St. Galler CVP strebe auf die Wahlen 2011/12 eine Trendwende an, indem der Wähleranteil wieder ansteige. Dabei gehe es vor allem um Mobilisierung von Nicht- und Neuwählern. Auf den 20. März ist bekanntlich in der Henessen-Mühle in Gossau kantonal das Eröffnungsfest der Erneuerung angesetzt.
"CVP, die Partei der Werte" Hauptaussage zum neuen Leitbild ist der Slogan "CVP, die Partei der Werte". Sieben Themen will sich die Partei auf die Fahne schreiben. An erster Stelle bleibt die Familie, gefolgt von Wirtschaft und Finanzen. Bereits an dritter Stelle steht Bildung, gefolgt von Energie+Umwelt. Wichtiges Thema sei der Partei die Gesundheitsversorgung und auch Themen der Sicherheit. Als Besonderheit wurde neu das Thema "CVP 60Plus" in die Liste aufgenommen. Nach Hugentobler gilt es die ältere Generation genauso im Auge zu behalten, aber ebenso die Jungen einzubringen.
Die Hierarchie wird mit dem neuen Leitbild erheblich vereinfacht, indem die Chargen in den Vorständen, es sind fünf vorgesehen, kantonal über alle Organisationen unter gleichem Namen geführt werden. Dies ermöglicht nach Hugentobler die Linienverantwortlichen direkter anzusprechen, ohne immer alles über den Präsidenten laufen zu lassen.
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