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Rossrüti: 14.04.2010
Der Gemeinderat Bronschhofen konnte von einem positiven Rechnungsabschluss berichten. Für 2010 ist ein Minus von 442'000 Franken budgetiert.
Der Gemeinderat Bronschhofen konnte von einem positiven Rechnungsabschluss berichten. Für 2010 ist ein Minus von 442'000 Franken budgetiert.

Gemeindepräsident Max Rohr begründete die Haltung des Rates zu Richtplan und Zonenplan, musste aber zu Detailfragen ob laufenden Verfahren passen.
Gemeindepräsident Max Rohr begründete die Haltung des Rates zu Richtplan und Zonenplan, musste aber zu Detailfragen ob laufenden Verfahren passen.

Ausführlich stellte Gemeinderätin Marlise Zünd die Einbürgerungen vor. Einige Nein-Stimmen und Enthaltungen gab es.
Ausführlich stellte Gemeinderätin Marlise Zünd die Einbürgerungen vor. Einige Nein-Stimmen und Enthaltungen gab es.

Mit 5,58 Prozent oder 158 Stimmberechtigten hielt sich die Teilnehmerzahl in Grenzen.
Mit 5,58 Prozent oder 158 Stimmberechtigten hielt sich die Teilnehmerzahl in Grenzen.

Mit leistungsfähigem Datennetz den Anschluss nicht verpassen
Bronschhofen will auch bei einem Zusammenschluss mit Wil den Anschluss nicht verpassen und mit einem Glasfasernetz einen Standortvorteil erreichen.
Niklaus Jung
An der Gemeindeversammlung in Rossrüti fanden Rechnung 09 und Budget 2010 der Gemeinde Bronschhofen ohne Diskussion Zustimmung. Es bleibt beim Steuerfuss von 152 Prozent, ein Defizit von 442'000 wird vom Eigenkapital gedeckt. Zu Diskussionen führte die laufende Bereinigung des Richt- und Zonenplanes, wo 40 Einsprachen auf Erledigung warten. Die Versammlung stimmte dem Antrag von Alex Häne zu, die Erstellung eines Glasfasernetzes in Rücksprache mit den Techn. Betrieben Wil zu forcieren.

Musikalisch eröffneten die 12 Burgstall-Musikanten unter Leitung von Franz Geiger die Versammlung in der Mehrzweckhalle Rossrüti. Mit 158 Stimmberechtigten, oder 5,58 Prozent der Stimmbürgerschaft, hielt sich die Teilnehmerzahl in Grenzen.

Offene Fragen der Vorgemeinde
Eingangs der Versammlung nahm Gemeindepräsident Max Rohr zu Fragen und Kritiken an der Vorversammlung Stellung. Die geforderte Parkplatzbewirtschaftung mittels neuem Reglement hat sich nach Klärung der Aufwändungen als unwirtschaftlich erwiesen. Im Sinne der baldigen Vereinigungsbeschlüssen mit Wil wolle man das weitere Vorgehen offen lassen.

Bezüglich unerlaubten Parkierens von übergrossen Fahrzeugen an der Bahnhofstrasse in Bronschhofen kann gemäss Gemeinderat nur die Polizei wirkungsvoll eingreifen. Dem schlechten Zustand beim AJZ Rossrüti will der Gemeinderat mit einem anderen Gebäude an anderer Stelle entgegen treten. Die Sanierungskosten seien nicht mehr lohnend. Bezüglich neuen Benützungstarifen für öffentliche Räume informierte Finanzchef Eugen Melliger über deren vorläufige Aussetzung bis zur Einigung mit den Vereinen.

Positiver Rechnungsabschluss, Steuerfuss bleibt
Bronschhofen schliesst die Rechnung 09 mit einem Überschuss von 357'000 Franken, budgetiert war ein Defizit von 844'000. Die Gründe liegen im tieferen Bedarf bei der Bildung und bei den Finanzen mit höherem Eingang bei den Nebensteuern. Mit dem Gewinn wurden zusätzliche Abschreibungen über 295'000 Franken bei Schulbauten beschlossen.

Das Budget 2010 sieht einen Gesamtaufwand von 21,8 Mio Franken vor mit einem Defizit von 442'000 Franken. Höhere Aufwändungen ergeben sich bei der Schule und bei den juristischen Personen ist ein Einbruch der Steuereingänge zu erwarten. Beim Finanzplan zeigt sich bereits ab 2011 ein Finanzloch, das allenfalls mit Steuererhöhungen aufgefangen werden muss. Finanzchef Eugen Melliger wies darauf hin, dass die aktuelle Finanzlage die Erhöhung des Steuerfusses vor Jahresfrist gerechtfertigt habe.

Ausführlich nahm es die zuständige Gemeinderätin Marliese Zünd beim Traktandum Einbürgerungen mit der Vorstellung der Einbürgerungswilligen. Die Zustimmung der Mehrheit erfolgte ohne Diskussion.

Den Anschluss nicht verpassen
Mit einem dreiteiligen Antrag wollte Gewerbelehrer Alex Häne für Bronschhofen die raschmögliche Erstellung eines leistungsfähigen Datennetzes erreichen mittels Glasfaserleitern. Die bald einmal steigenden Bedürfnisse beim Datenaustausch auf der Ebene Computer und TV dürfe in Bronschhofen nicht verschlafen werden. Es gelte auch bei einem Zusammenschluss mit Wil einen Standortvorteil zu halten. Seitens des Gemeinderates stimmte man dem Bedürfnis zu, könne aber nicht ohne Beizug der Technischen Betriebe fortfahren, weil diese die Signalhoheit hätten.

Mit geändertem Wortlaut unter Einbezug der Klärung mit den Technischen Betrieben Wil wurde der Antrag angenommen: "Der Gemeinderat informiert die TBW über das Interesse der Gemeinde Bronschhofen am möglichst baldigen Ausbau des bestehenden Kabelnetzes in ein Glasfasernetz und informiert an der Bürgerversammlung 2011 über den aktuellen Stand des Projektes“.

Rebberg und Zonenplan bleiben Thema
Die Neuauflage von Richt- und Zonenplan sorgen in Bronschhofen weiterhin für Gesprächsstoff. Jürg Grämiger, Besitzer der Trotte und damit direkt Betroffener zum Rebberg-Thema, kritisierte die jüngste Korrektur beim Zonenplan mit der Erweiterung der Bauzone, die möglichen Bauten verdeckten die Rebberge im Dorfbild. Die Rebberge zu sichern gebe es andere und ebenso gute Wege. Rohr verwies wie schon an der Vorversammlung auf laufende Verfahren hin, welche nähere Angaben derzeit unmöglich machten.

Die Kritik aus der Versammlung zur Aufhebung der WE-Zone zu Gunsten der W2-Zone wies Rohr zurück, dass damit alleinig die verschwenderische Überbauung von Grünland bekämpft werde, einer Weisung des Bundes folgend. Zu Details könne er ob laufenden Verfahren nicht Stellung nehmen. Auf teils unsachliche Angriffe ging der Vorsitzende letztlich nicht mehr ein.

Die Gemüter konnten sich beim anschliessenden Apero, ausgeschenkt durch die Rossrüttener Männerriege, wieder beruhigen. Jedenfalls konnte bei guter Stimmung ein reger Austausch beobachtet werden.
Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten die Burgstall-Musikanten aus Bronschhofen.
Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten die Burgstall-Musikanten aus Bronschhofen.

Für den Apero, erstmals nach der Versammlung, war die Männerriege Rossrüti verantwotlich.
Für den Apero, erstmals nach der Versammlung, war die Männerriege Rossrüti verantwotlich.

Alex Häne (links) stellte den Antrag auf Erstellung eines leistungsfähigen Glasfasernetzes für Bronschhofen.
Alex Häne (links) stellte den Antrag auf Erstellung eines leistungsfähigen Glasfasernetzes für Bronschhofen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Gemeindeversammlung konnte sich auch Gemeindepräsident Max Rohr ein Glas gönnen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Gemeindeversammlung konnte sich auch Gemeindepräsident Max Rohr ein Glas gönnen.