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Niederhelfenschwil: 10.06.2010
Engel gehören zu den Lieblingen von Brigitte Werz. Hier singen sie vermutlich ein Lied für den lieben Gott, der diesen herrlichen Flecken Erde geschaffen hat.
Engel gehören zu den Lieblingen von Brigitte Werz. Hier singen sie vermutlich ein Lied für den lieben Gott, der diesen herrlichen Flecken Erde geschaffen hat.

Die Engel kehren heim nach Niederbüren
Die zwei Wochen Arbeit in der Ruhe der Kobesen haben die Künstlerin aus Niederbüren richtig beflügelt.
Vroni Krucker
Nach zweiwöchigem Arbeiten in der Kobesenbudig, Niederhelfenschwil, hat Brigitte Merz mit ihren Arbeiten wieder den Heimweg angetreten.

Einmal in aller Ruhe arbeiten, mit dem Tag, nicht mit der Zeit leben, das war eine der besten Erfahrungen von Brigitte Werz. „Das Arbeiten in dieser Beschaulichkeit und Ruhe hat mir gut getan und mich inspiriert. Ich habe mich daheim gefühlt und konnte richtig geniessen und auftanken“, meinte sie zum Schluss der Ausstellung. Viele faszinierende Werke sind entstanden, kleine, grosse, runde, eckige, helle und dunkle - und haben vielleicht einen kleinen „Kobesenanstrich“ erhalten.

Töpfern braucht Geduld
Es ist nicht einfach, quasi aus einem Klumpen Ton einen faszinierenden Gegenstand herzustellen, ihm Leben einzuhauchen. Geduld, Ausdauer, Fantasie und Liebe zum Material sind gefragt. Mit den Händen wird geknetet, geformt, glatt gestrichen, Konturen gegeben - und nicht immer gelingt es so, wie der Kunstschaffende will. Aber der Ton lässt sich wieder bearbeiten - sodass man am Schluss dem Gewünschten nahe kommt oder auch das Neue akzeptieren kann.

Im Metallfass gebrannt
Trotz des schlechten Wetters war es möglich, eine ganze Anzahl Arbeiten im Metallfass im Freien zu brennen. Am Morgen wurden die Sachen abwechselnd mit Holz aufgeschichtet. Während einigen Stunden brannte das Feuer, und noch lange glühte es. Nach dem Abkühlen kam der interessanteste Moment.

„Es ist immer spannend, wie die Arbeiten aus der Glut kommen“, erklärte Brigitte Werz. Beeinflussen könne man dies nicht gross. Jedes Stück wurde zunächst gewaschen und dann begutachtet. „Dieser Engel ist mir ein bisschen zu hell und die Schnecke etwas zu dunkel geraten“ dachte sie laut. Aber beide Figuren haben ihren speziellen Reiz erhalten. Zudem kann man sie – wenn nötig - nochmals brennen, und ausserdem sind ja auch die Geschmäcker der Kundschaft so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Gut besuchte Ausstellung
Das wunderschöne Sommerwetter lockte am Sonntagnachmittag viele Wanderer in die malerische Kobesen. So durfte sich die Ausstellung Wilhelm Lehmann und diejenige von Brigitte Werz über zahlreiche begeisterte Besucher freuen.

Auch während der Woche wagte sich da und dort jemand in die Budig, um der Töpferin bei ihrer Arbeit über die Schultern zu gucken und zu staunen, wie man so feine Sachen herstellt. Engel, Schnecken, Tiere, runde und abstrakte Figuren prägten die schmucke Ausstellung in der Budig. Fantastisch geschnitzte Menschen, Tiere und Gegenstände von Wilhelm Lehmann konnten in der Mühle bewundert werden – alles in allem ein sehr „kunstvoller“ Sonntagnachmittag.

Auch der Naturgarten war ein Anziehungspunkt, steht er doch jetzt in vollem Grün und seltene Blumen leuchten dem Besucher entgegen.

Man darf gespannt sein, wer der nächste „Budigbewohner“ sein wird.

Noch glühte es im Fass und die Spannng bei der Künstlerin stieg.
Noch glühte es im Fass und die Spannng bei der Künstlerin stieg.

Zuerst waschen und dann begutachten. Für den Laien wunderschöne Sachen, das geschulte Auge  der Herstellerin findet da und dort einen "Mangel".
Zuerst waschen und dann begutachten. Für den Laien wunderschöne Sachen, das geschulte Auge der Herstellerin findet da und dort einen "Mangel".

Gold und Silber - ein spezielle edles Paar.
Gold und Silber - ein spezielle edles Paar.

Umarmung nennt die Töpferin diese wunderschöne Figur.
Umarmung nennt die Töpferin diese wunderschöne Figur.

In der Mühle gab es herrliche Schnitzerein von Wilhelm Lehmann zu bestaunen.
In der Mühle gab es herrliche Schnitzerein von Wilhelm Lehmann zu bestaunen.

Engelfamilie im Rohzustand....
Engelfamilie im Rohzustand....

....und nach dem Brennen - alles ist lebendiger geworden.
....und nach dem Brennen - alles ist lebendiger geworden.

Katzen tummeln sich auf der Treppe.
Katzen tummeln sich auf der Treppe.

"Auf zu neuen Ufern heisst dieses Schiff". Die Besucher sahen darin ein Flüchtlingsschiff, eine Arche und anderes. Schön dass man vieles hinein interpretieren kann. Auch das macht Kunst so spannend.
"Auf zu neuen Ufern heisst dieses Schiff". Die Besucher sahen darin ein Flüchtlingsschiff, eine Arche und anderes. Schön dass man vieles hinein interpretieren kann. Auch das macht Kunst so spannend.

"Au de Ma im Mond" rief ein Kind. Der Titel dieser Figur heisst aber schlicht "glücklich".
"Au de Ma im Mond" rief ein Kind. Der Titel dieser Figur heisst aber schlicht "glücklich".

Gerne unterhielten sich die Besucher mit Brigitte Werz.
Gerne unterhielten sich die Besucher mit Brigitte Werz.

Klar, dass ein aufmerksamer Rabe in dieser Gegend nicht fehlen darf.
Klar, dass ein aufmerksamer Rabe in dieser Gegend nicht fehlen darf.

Der "Güggel" der Kobesen hat das Zeitliche gesegnet. Jetzt wacht ein Tongockel über die Hühnerschar.
Der "Güggel" der Kobesen hat das Zeitliche gesegnet. Jetzt wacht ein Tongockel über die Hühnerschar.