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Die Engel kehren heim nach Niederbüren
Die zwei Wochen Arbeit in der Ruhe der Kobesen haben die Künstlerin aus Niederbüren richtig beflügelt.
Vroni Krucker
Nach zweiwöchigem Arbeiten in der Kobesenbudig, Niederhelfenschwil, hat Brigitte Merz mit ihren Arbeiten wieder den Heimweg angetreten.
Einmal in aller Ruhe arbeiten, mit dem Tag, nicht mit der Zeit leben, das war eine der besten Erfahrungen von Brigitte Werz. „Das Arbeiten in dieser Beschaulichkeit und Ruhe hat mir gut getan und mich inspiriert. Ich habe mich daheim gefühlt und konnte richtig geniessen und auftanken“, meinte sie zum Schluss der Ausstellung. Viele faszinierende Werke sind entstanden, kleine, grosse, runde, eckige, helle und dunkle - und haben vielleicht einen kleinen „Kobesenanstrich“ erhalten.
Töpfern braucht Geduld Es ist nicht einfach, quasi aus einem Klumpen Ton einen faszinierenden Gegenstand herzustellen, ihm Leben einzuhauchen. Geduld, Ausdauer, Fantasie und Liebe zum Material sind gefragt. Mit den Händen wird geknetet, geformt, glatt gestrichen, Konturen gegeben - und nicht immer gelingt es so, wie der Kunstschaffende will. Aber der Ton lässt sich wieder bearbeiten - sodass man am Schluss dem Gewünschten nahe kommt oder auch das Neue akzeptieren kann.
Im Metallfass gebrannt Trotz des schlechten Wetters war es möglich, eine ganze Anzahl Arbeiten im Metallfass im Freien zu brennen. Am Morgen wurden die Sachen abwechselnd mit Holz aufgeschichtet. Während einigen Stunden brannte das Feuer, und noch lange glühte es. Nach dem Abkühlen kam der interessanteste Moment.
„Es ist immer spannend, wie die Arbeiten aus der Glut kommen“, erklärte Brigitte Werz. Beeinflussen könne man dies nicht gross. Jedes Stück wurde zunächst gewaschen und dann begutachtet. „Dieser Engel ist mir ein bisschen zu hell und die Schnecke etwas zu dunkel geraten“ dachte sie laut. Aber beide Figuren haben ihren speziellen Reiz erhalten. Zudem kann man sie – wenn nötig - nochmals brennen, und ausserdem sind ja auch die Geschmäcker der Kundschaft so unterschiedlich wie die Menschen selbst.
Gut besuchte Ausstellung Das wunderschöne Sommerwetter lockte am Sonntagnachmittag viele Wanderer in die malerische Kobesen. So durfte sich die Ausstellung Wilhelm Lehmann und diejenige von Brigitte Werz über zahlreiche begeisterte Besucher freuen.
Auch während der Woche wagte sich da und dort jemand in die Budig, um der Töpferin bei ihrer Arbeit über die Schultern zu gucken und zu staunen, wie man so feine Sachen herstellt. Engel, Schnecken, Tiere, runde und abstrakte Figuren prägten die schmucke Ausstellung in der Budig. Fantastisch geschnitzte Menschen, Tiere und Gegenstände von Wilhelm Lehmann konnten in der Mühle bewundert werden – alles in allem ein sehr „kunstvoller“ Sonntagnachmittag.
Auch der Naturgarten war ein Anziehungspunkt, steht er doch jetzt in vollem Grün und seltene Blumen leuchten dem Besucher entgegen. Man darf gespannt sein, wer der nächste „Budigbewohner“ sein wird.
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