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Wertschätzung öffentlicher Funktionen
Der Gemeinderat lud die ehrenamtlichen Funktionäre zu einem Treffen ein.
Ernst Inauen
Zahlreiche Frauen und Männer tragen mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zum Funktionieren einer Gemeinde bei. Der Gemeinderat von Niederhelfenschwil würdigte diesen Einsatz und lud die Funktionäre zu einem Nachtessen in die Kobesenmühle ein.
Ein herrlich warmer Sommerabend erwartete die 35 Damen und Herren, welche der Einladung des Niederhelfenschwiler Gemeinderates folgten. Bei einem Apéro beim idyllischen Weiher zwischen der Budik und dem ehemaligen Wohnhaus von Urban Lehmann begrüsste Gemeindepräsident Lucas Keel die froh gestimmten Gäste. Er stellte sie und ihre Funktionen in der Gemeinde einzeln vor.
Unschätzbarer Wert „Unsere Gemeinde wächst und damit wachsen auch die Aufgaben. Darum ist es besonders wichtig, dass Mitbürgerinnen und Mitbürger ehrenamtliche Funktionen übernehmen“, betonte Gemeindepräsident Lucas Keel einleitend. Freiwilligenarbeit nehme in der Gesellschaft eine bedeutende Stellung ein. Allein in der Schweiz werde ihr Wert auf etwa 26 Milliarden Franken geschätzt. Nach Meinung des Gemeinderats müsse dieser Einsatz nicht zwingend gratis sein. Die Strategie gehe deshalb auf eine bescheidene Entschädigung hinaus.
Festbetrieb in der Werkstatt Als Anerkennung für ihren Einsatz im Dienste der Gemeinde lud der Gemeinderat die Funktionäre zu einem Dankanlass ein. Nach der Führung durch die Ausstellung Wilhelm Lehmann nahmen sie in der zu einer Festwirtschaft umfunktionierten Budig Platz. Bis zu seinem Tod vor zwei Jahren war sie Arbeitsort von Urban Lehmann, der zusammen mit seiner Schwester Verena die Stiftung erst ermöglichte. Der Schreiner war auch massgeblich an der Restaurierung des historischen Gebäudes beteiligt. Ein Salatbüffet und schmackhafte Grilladen von Metzgermeister Philipp Krucker sorgten für das Wohlbefinden und gute Stimmung. Kaffee und feine Torten aus der Dorfbäckerei setzten den kulinarischen Schlusspunkt.
Kultureller Schatz Markus Lehmann, Präsident der Stiftung Wilhelm Lehmann, begrüsste als Gastgeber die Teilnehmenden des Treffs und klärte sie über die Geschichte der Kobesenmühle auf, wo der Künstler und Philosoph während rund sechs Jahrzehnten lebte und wirkte. Die 1984 ins Leben gerufene Stiftung bemüht sich um den Erhalt des kulturellen Nachlasses von Wilhelm Lehmann (1884-1974). Bei den jährlichen Ausstellungen werden seine ausdrucksstarken Werke in immer wieder neuer Zusammenstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Thematischer Schwerpunkt der diesjährigen Ausstellung ist die Tuffsteingewinnung in der Umgebung der Kobesenmühle. Die Niederhelfenschwiler Kirche, einige Gebäude und auch zahlreiche Skulpturen von Wilhelm Lehmann erinnern an den ehemaligen Abbau.
Naturverbundenheit Bei einer Führung durch die Ausstellung bekamen die Besuchenden einen Eindruck von der Schaffenskraft und der Lebensphilosophie des Künstlers und Denkers Wilhelm Lehmann. Seine visionären Gedanken und die kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik sind in Holzschnitten und Schnitzereien ausgedrückt. Markus Lehmann wies auf die Naturverbundenheit des Künstlers hin, die in seinen Werken zum Ausdruck kommen. Das gilt auch für den wunderschönen Naturgarten, den er mit zahlreichen Skulpturen aus Tuffstein belebte.
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