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Rumänienhilfe: Zweites von sechs Familienhäuser eingeweiht
Das neue Haus „Lukas“ ermöglicht 20 Kindern und Jugendlichen eine willkommene Wohnstätte.
mf
Die in Oberbüren beheimatete Stiftung „Hilfe für Kinder und alte Menschen in Rumänien“ konnte am 15. Mai zusammen mit der rumänischen Partnerstiftung „Heiliger Daniel“ das zweite Haus in Turda in Rumänien feierlich einweihen. Auch das zweite Haus ist das Resultat zahlreicher nahmhafter Spenden aus der weiteren Region.
Die Schweizer Stiftung wurde in den 90er Jahren von Robert Frischknecht gegründet. Er hat auch, zusammen mit seiner Partnerin Daniela Matei-Vlad, das Projekt eines Kinder- und Altersheim in Turda initiiert.
Robert Frischknecht zu Ehren Turda ist eine Kleinstadt mit ca. 60‘000 Einwohnern im Norden von Rumänien. Das Projekt sieht 6 sogenannte Familienhäuser vor, Häuser in denen alte Menschen und Kinder zusammen leben und voneinander profitieren können. Mit dem Bau des ersten Hauses wurde im Jahre 2000 begonnen. Die Fertigstellung dieses vorerst als Altersheim genutzten Hauses durfte Robert Frischknecht nicht mehr erleben, er verstarb 2005 an einem Krebsleiden.
Sein Sohn, Martin Frischknecht, übernahm die Präsidentschaft der Schweizer Stiftung und konnte mit Hilfe engagierter Menschen das Haus fertigbauen. Im Juni 2006 wurde es feierlich eröffnet und auf den Namen „Robert Frischknecht“ getauft. Der Stiftungsgründer wurde posthum zum Ehrenbürger der Stadt Turda ernannt.
Dachfenster dank Spende Gleichzeitig wurde mit dem Bau des 2. Hauses begonnen. Die Bauleitung für dieses Haus übernahm von Anfang an die Witwe Daniela Frischknecht. Sie stellte ein engagiertes Team zusammen und nahm die Herausforderung an. Der Bau wurde permanent von Fachleuten aus der Schweiz betreut, schon in der Planungsphase wurden ein paar Änderungen zum ersten Haus beschlossen. So wurde aus Kostengründen auf eine Unterkellerung verzichtet. Dafür wurde der Dachstock um einen Meter erhöht, was den ganzen oberen Stock nutzbar machte.
Dank einer grosszügigen Spende aus der Schweiz konnten sämtliche Zimmer mit Dachfenstern versehen werden. Verschiedene Handwerker aus der Schweiz weilten wiederholt in Turda und haben die Arbeiten koordiniert: Markus Bürgler aus Illgau SZ, Toni Riget aus Wil, Albert Junod aus Rossrüti und Karl Sutter aus Bazenheid.
Zweites Haus eingeweiht Die Schweizer Stiftung „Hilfe für Kinder und alte Menschen in Rumänien“ ist für die Finanzierung der Häuser zuständig. Die Stiftung schafft das dank privaten Spendern sowie verschiedenen Kirchgemeinden, allen voran der Evang. Kirchgemeinde Wil aber auch der Kath. Kirchgemeinde Bazenheid-Kirchberg und der Ref. Kirchgemeinde Lütisburg.
So herrschte denn am 15. Mai grosse Freude unter der kleinen Schweizer Delegation, welche an den Feierlichkeiten zur Erföffnung des 2. Hauses in Turda teilnahm. Bei der kleinen Feier war neben dem Bürgermeister der Stadt Turda, dem Bischof von Cluj-Napoca, weiteren Behördenvertretern von Stadt und Kanton auch der Finanzchef der Evang. Kirchgemeinde Wil, Herbert Kündig sowie der Präsident der Schweizer Stiftung, Martin Frischknecht, anwesend. Getauft wurde das 2. Haus auf Wunsch der Kirchgemeinde auf den Namen „Lukas“. Im Andenken an den im Spätherbst 2008 auf tragische Weise verunfallten 15-jährigen Lukas Frischknecht.
Im neu eröffneten Haus sollen schlussendlich 20 Kinder und Jugendliche Platz finden. Für den Betrieb und auch die Auswahl der Kinder ist die Behörde der Stadt Turda zuständig. Es werden ausschliesslich Waisenkinder eine neue Heimat finden.
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