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Tolles Openair RockamWeier mit Wetterglück
Das 10. Jubiläums-Openair profitierte vom guten Wetter und attraktivem Musikprogramm.
Ueli Merz
Einmal mehr konnte sich RockamWeier mit seinen hervorragenden Bands und vielen Besuchern profilieren.
Den schlechten Wetterprognosen nach wäre das Openair ins Wasser gefallen. Dem war aber nicht so. Auch das 10. Jubiläum konnte RockamWeier ohne einen einzigen Regentropfen feiern. Nach kurzer offizieller Eröffnung mit Sponsoren und Politik präsentierten sich Primarschülerinnen bei Kids on stage mit ihren Singkünsten. Als dabei der Himmel aufriss, dampften nicht nur die starken Bässe regionaler Bands, sondern auch die laufend eintreffenden Besuchern. Die internationalen Bands füllten am Abend bis nach Mitternacht das Tal zwischen Altstadt und Scheibenberg mit stampfenden Bässen.
Eröffnungsanlass Zur Eröffnung luden die Organisatoren des Vereins rockamweier Sponsoren, Gönner, Politik und Medien offiziell ein. Wenige kurze Worte genügten, dem Wirken der aktiven Verantwortlichen und Vereinsmitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Dr. Erwin Scherrer, Verwaltungsrat des Hauptsponsors Raiffeisenbank Wil und Umgebung meinte, "Kunst und Kultur kann man nicht bilanzieren". Trotzdem erhält das Openair einen verdienten "Kulturbonus". Präsident Marcel Frehner ging kurz auf die Entwicklung vom Kleinanlass zum heutigen Spektakel ein. In der Jubiläumsausstellung konnte jedermann einen Blick auf die Entwicklung werfen. Inzwischen ist die 70. Band verpflichtet worden und 163 Konzerte wurden organisiert. Welchen Aufwand das bedeutet liess er im Raum stehen. Fabrizio Perini, in rote Seide gekleidet, liess danach die asiatischen Trommeln erklingen.
Start mit Kids on Stage Die singenden Girls lockten zahlreiche Familien auf die Weierwiese. Anschliessend startete erst das eigentliche Programm, beginnend mit jungen Bands aus der Region.
Ausgeglichenes Programm Drei Bands spielten Hardrock und Metal. Die anderen waren nicht gerade als sanft zu bezeichnen, dazu war allein die Lautstärke zu hoch. Das angekündigte Programm zog also nicht nur die Jungen an, sondern auch ältere Semester (ü30, ü40, ü50 usw.), die bereits in den 68er-Jahren Rockmusik hörten und ihren JuniorInnen den Platz vor der Bühne streitig machten. Verschiedene Leckerbissen sorgten laufend für viele Zuhörer.
Aus der Region - für die Region Wenig Transportwege hatten die beiden Newcomer aus der Region Wil, die beiden Bands Chickpeace, sowie Paul Baron & the rude company. Auch aus der Nähe kommen die St.Galler von Mephistosystem. Dann waren mit James Gruntz aus Basel und Duality of Mind insgesamt 5 Schweizer Bands auf der Bühne. Aus Hannover reiste die Gruppe "Der Fall Böse" und Orange Fizz aus Bayern her. Über den grossen Teich flog Popa Chuppy aus New York ein als internationaler Gast der Raiffeisenbank.
Heavy Metal, Hard Rock Paul Baron and the rude company zeigten als erste, wie harte Männer zur Sache gehen. Paul Baron, Bandleader und Sänger, tätowiert wie ein Konzertplakat, mit Whisky anstelle Wasserflasche, wirkte nicht wie ein Newcomer und heizte mächtig ein. Duality of Mind, auf deutsch schizophren, wirkte optisch ruhiger, liess aber auch die Haare der Fans im Takt fliegen. Mephistosystem, die während dem Eindunkeln spielten, waren die letzten mit richtig harter Musik.
Unbeschwerte Musik Die beiden Bands Chickpeace und James Gruntz sagen von sich, unbeschwerte Musik zu spielen. So gefallen die jungen Musiker am Nachmittag mit den eigenen Songs. James Gruntz' Bassist zeigt, dass ein Kontrabass nicht nur bei Ländler oder Jazz für guten Ton sorgt.
Funk and Blues Mehr Funk als Blues brachten die beiden grossen Bands mit. Der Fall Böse mit seinen sieben Musikern aus Hamburg fand den direkten Draht zu den Fans und fühlten sich in der Nähe von Schützengarten sehr wohl - eine weitere Gemeinsamkeit zu sehr vielen Fans. Lange nach Mitternacht hatten die acht Musiker von Orange Fizz immer noch die doppelte Anzahl Fans vor der Bühne wie am Nachmittag. Sie spielten schnelle Rythmen für tanzende Beine und schwingende Köpfe.
Blues aus New York Am meisten Besucher waren beim Konzert des Schwergewichts Popa Chubby. Nur in Begleitung von Schlagzeuger und Bassist, spielt er Gitarre und dirigiert mit seiner Präsenz die Zuschauer, die an ihm hängen und jeden Wink zum Mitklatschen oder Mitsingen begeistert folgen. Popa Chubby mag ein wüster Koloss mit schweissgenässter Gitarre sein, aber als Musiker geniesst er absoluten Respekt und bringt seine Musik wie kein Anderer in die staunende Menschenmenge.
Den Abschluss machten nach Popa Chubby Orange Fizz. Mit Trompete, Posaune und einer smarten blonden Sängerin sorgten sie für den angenehmen Abschluss des Konzertabends. Eher befremdend wirkte dagegen die Pressemitteilung, dass einige Störefriede um Mitternacht die Sicherheitskräfte herausforderten, was anscheinend nur wenige Besucher mitbekamen. Dank dem Verein rockamweier und den grosszügigen Sponsoren und Gönnern bleibt das 10. Openair RockamWeier als schönstes Konzert in Erinnerung.
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