Das Kirchenfest ist einer der Höhepunkte im Vereinsjahr des Johanneschores.
Seit bald 30 Jahren leitet Bernhard Zingg die Chorgemeinschaft.
Als versierte Organistin begleitet Antonia Widmer.
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Haydns Jugendmesse zum Kirchenfest
Das Kirchenfest wird in der Johannespfarrei Niederhelfenschwil mit einem Gottesdienst und der Chilbi gefeiert.
Vroni Krucker
Am kommenden Sonntag, 20. Juni um 10.00 Uhr feiert die Pfarrei Niederhelfenschwil das Fest ihres Kirchenpatrons, des Hl. Johannes des Täufers. Anschliessend findet die traditionelle Chilbi statt.
Im Festgottesdienst singt der Johanneschor unter der Leitung von Bernhard Zingg die „Missa brevis in F“, genannt Jugendmesse von Joseph Haydn (1732-1809). Die Sopranparts singen die einheimische Iris Eggler und ihre Kollegin Doris Ricklin aus Bern. Am Contrabass spielt Ernst Bühler, Henau, an der Orgel begleitet Antonia Widmer. Die Missa brevis in F ist Haydns erste erhaltene Messkomposition. Komponiert hat er sie wahrscheinlich 1749, ein Jahr vor Bachs Tod, zehn Jahre vor dem Tod Händels, sieben Jahre vor der Geburt Mozarts. 1749 ist auch das Jahr, in dem der 17-jährige Haydn im November als Domsängerknabe zu St. Stephan in Wien ausscheiden musste. Unübliche Besetzung Die Besetzung mit 2 Solosopranen war an sich nicht üblich, man nimmt an, dass Haydn diese Messe noch als Sängerknabe geschrieben hat und zwar für sich und seinen jüngeren Bruder und Kollegen Johann Michael Haydn, den späteren bedeutenden Kirchenkomponisten und Freund Mozarts.
Das Kyrie ist dreiteilig angelegt. Ernste Rufe des Chores gestalten die beiden Eckteile, ein lebhaftes Duett von Solosopran kontrastiert diese im Mittelteil. Der bewegt-frische Kyrie-Anfang wird - wie es in dieser Zeit häufig der Fall ist - im Agnus Dei bzw. im "Dona nobis pacem" wiederholt und umrahmt so die gesamte Komposition.
Die textreichen Abschnitte im Gloria und Credo sind in den meisten frühen Messkompositionen Haydns und bei vielen seiner Zeitgenossen durch "Polytextierung" stark gekürzt, nicht aber die wesentlichen Aussagen zur Menschwerdung ("Et incarnatus est"), Kreuzigung ("Crucifixus") und Begräbnis ("et se-pultus est").
Sehr innig gehalten ist das den beiden Solosopranen anvertraute "Benedictus".
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