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Hohe Lebensqualität sticht hervor
Am Donnerstagabend wurde das Resultat der Analyse über die Gemeinde Niederhelfenschwil vorgestellt.
Vroni Krucker
„Die Gemeinde Niederhelfenschwil bietet eine hohe Lebensqualität“ ist die Hauptaussage der Erhebungen durch ein Team der Fachhochschule St. Gallen FHS.
"Wir haben zu wenig handfeste Infos über Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen über 50 Jahre in unserer Gemeinde“ erklärte Gemeindepräsident Lucas Keel zu Beginn des Anlasse. Um mehr Klarheit zu erhalten, habe man sich an die FHS St. Gallen gewendet.
Interessierte Gäste Eine erfreuliche Zahl Einwohnerinnen und Einwohner nahmen an der Vorstellung teil und folgte den Erklärungen von Martin Brönimann, Daniela Marciello, Johannes Schnetzer und Dominic Périsset. Margrit Schönauer, Leiterin Spitex Wil-Land, Heinz Kapusta, Geschäftsführer Pflegezentrum Fürstenau Wil, der St. Galler Raumplaner Armin Meier und Gemeinderat Marcel Zwick, Präsident der Genossenschaft Rotachhof äusserten sich zu den verschiedenen Bereichen, ihren Angeboten und Veränderungen. Ebenfalls anwesend war Roger Martin, Projektcouch an der FHS.
Ausgangslage Die Besonderheit der 2800 Einwohner-Gemeinde liegt in der Zusammensetzung der Bevölkerung, die in den letzten 20 Jahren um 1,4% gewachsen ist. Vor allem Familien mit schulpflichtigen Kindern nahmen Wohnsitz, weshalb der Gemeinderat den Fokus auf diese Generation richtete. Menschen über 50 Jahre sind untervertreten. Sie nehmen aber oft eine wichtige Rolle im Gemeindeleben ein.
Ziel der Erhebungen Ziel der Gruppe: die Zufriedenheit von Personen mit Altersrente, die Absichten der Generation 50plus fürs Pensionsalter sowie offene und zukünftige Bedürfnisse von beiden Gruppen herauszufinden. Dazu sollte die Möglichkeiten zur Verbesserung der bestehenden Situation gesucht werden. Das Team hat sich die Arbeit nicht leicht gemacht und realistische Lösungsvorschläge erarbeitet.
Wichtige Punkte Als wichtige Punkte bewertet wurden Wohnsituation, öffentlicher Verkehr, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit und Sport sowie die finanziellen Aspekte. Es zeigte sich, dass die Einwohnerinnen und Einwohner mit der Lebensqualität sehr zufrieden sind. Die medizinische Versorgung ist sehr wichtig für die ältere Bevölkerung und wird positiv bewertet, der Arztwechsel hat keinen messbaren Einfluss. Es zeigte sich, dass die Generation 50plus die Zufriedenheit einzelner Faktoren kritischer bewertet als Menschen mit Altersrente
Wohnmöglichkeiten im Alter Es besteht ein Bedürfnis nach altersgerechten, hindernisfreien Wohnmöglichkeiten, die ein selbständiges Leben ermöglichen, auch wenn der Alltag nicht mehr alleine bewältigt werden kann. Dies gilt vor allem bei der Übergabe von Wohneigentum, sehr oft an die eigenen Kinder. Lucas Keel: "Ich sage jeweils zu den Jungbürgbern "geht und kommt wieder". Dazu aber muss der notwendige Raum vorhanden sein. „Ich bleibe in der Gemeinde, wenn ich eine Wohnung finde, sonst muss ich wegziehen“ war eine häufige Aussage bei den Befragungen. Eine spontane Umfrage unter den Anwesenden ergab, dass vor allem Mietwohnungen, nicht Wohneigentum gefragt sind. Es zeigte sich, dass in den Dörfern eine gute Vernetzung besteht und gegenseitige Hilfe unter Familie, Nachbarn oder Freunden funktioniert.
Öffentlicher Verkehr Das Angebot des öffentlichen Verkehrs befriedigt nicht, er würde allerdings mit grosser Wahrscheinlichkeitauch bei dichterem Angebot zu wenig genutzt. Abklärungen durch den Gemeindepräsident zeigten einmal mehr, dass Niederhelfenschwil planerisch so ungünstig liegt, dass der öffentliche Verkehr mit extrem hohen Kosten belastet wird. Zwar bietet auch die Spitex Fahrdienste an, dort muss man sich allerdings einen Tag vorher anmelden, d.h. spontanes Weggehen ist nicht möglich. Die Gemeinde wird einen Versuch mit einem subventionierten Ruftaxi ins Auge fassen.
Einkaufen im Dorf und Freizeitangebote 42% der Befragten kaufen mehrheitlich im Dorf ein. Heimlieferung der Artikel, Onlineshopping oder Begleitung beim Einkaufen bei 50plus wären eine weitere Option. Die Bewertung der Attraktivität von Sport und Freizeit ist – je nach Bedürfnis und Alter - sehr unterschiedlich. An erster Stelle der Beliebtheit von bekannten Institutionen steht die Alterssiedlung Rotachhof, gefolgt von Kirche, Spitex, Frauengemeinschaft, Turnverein, Gemeinde und Pro Senectute. An letzter Stelle stehen der Jassclub und das Rote Kreuz.
Diskussion und „Zeitbörse“ Die von Johannes Schnetzer geleitet Diskussion wurde rege benutzt, von den Verantwortlichen kamen konkrete Meinungen und Vorschläge. Es wurde gewünscht, dass die Homepage der Gemeinde aktueller und altersgerechter gestaltet werden soll. Den Tipp, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, nahm Lucas Keeel spontan auf und trifft sich mit eine Gruppen, die sich ebenso spontan zum Mitmachen gemeldet hatte, nach den Ferien zum Gespräch. In zwei pointenreichen Versen zeigte er die Wünsche der verschiedenen Gruppenauf das. Zum Abschluss wurde alle Anwesenden mit einem grosszügigen Apéro verwöhnt.
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Daniela Marciello, St. Gallen. Werdegang: Wirtschaftsmittelschule mit Berufsmatura, Bankerfahrung. Motivation: Niederhelfenschwil war interessantestes Projekt von allen.
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Martin Brönimann, Kesswil. Werdegang: Handelsmittelschule mit Berufsmatura, Berufserfahrung im Bereich Bau / Immobilientreuhand, zehn Monate Militär als Durchdiener. Motivation: Immer älter werdende Bevölkerung verlangt neue Lösungen. Lebt ebenfalls in einer Landgemeinde, Problematik auch im eigenen Dorf feststellbar.
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Dominic Périsset, Engelburg. Werdegang: Aktiv in Politik (CVP, jung CVP) Praktikum auf Bank. Motivation: Obwohl noch weit weg, auch eigene Zukunft vom Alter her sehen. Irgendwie alle betroffen (Eltern, Grosseltern etc).
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Johannes Schnetzer, Wolfhalden. Werdegang: Lehre auf Gemeinderverwaltung Thal, Militär. Motivation: Projekt und Auftagsdefinition einzigartig, allgemein interessiert an der Thematik Alter.
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Caroline Derungs überreichte dem Quartett ein süsses Dankeschön.
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