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Niederhelfenschwil: 20.06.2010
Zahlreiche Gläubige feierten das Patrozinium in Niederhelfenschwil. Vorne in roten Hemden die Kinder und Leiter der Jubla.<br>
Zahlreiche Gläubige feierten das Patrozinium in Niederhelfenschwil. Vorne in roten Hemden die Kinder und Leiter der Jubla.


Ein treuer Begleiter beim Johanneschor: Ernst Bühler aus Henau am Kontrabass.
Ein treuer Begleiter beim Johanneschor: Ernst Bühler aus Henau am Kontrabass.

Wunderschön sangen Iris Eggler, links, und Doris Rickli die herrlichen, jubiliernden Soloparts .
Wunderschön sangen Iris Eggler, links, und Doris Rickli die herrlichen, jubiliernden Soloparts .

Nach dem Gottesdienst genossen die Familien das gemütliche Zusamensein in der Turnhalle.
Nach dem Gottesdienst genossen die Familien das gemütliche Zusamensein in der Turnhalle.

Regen am Geburtstag des Kirchenpatrons
Traditionsgemäss feierte die Pfarrei Niederhelfenschwil das Fest des Kirchenpatrons mit Gottesdienst und Chilbi.
Vroni Krucker
In einem speziellen Gottesdienst feierten die Gläubigen den Geburtstag des Kirchenpatrons, des Hl. Johannes des Täufers. Chor, Solisten und Instrumentalisten umrahmten die Feier musikalisch mit der „Jugendmesse“ von Joseph Haydn.

Zahlreiche Gläubige begannen den Sonntag mit dem Fest-Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes. Ruth Jung und Esther Eigenmann zeigten in einer figürlichen Darstellung am Seitenaltar die Taufe Jesu im Jordan. Der Mesmer Werner Süess hat mit seiner Familie das Gotteshaus liebevoll mit Blumengebinden geschmückt.

Barmherzigkeit
Johannes heisst „Gott ist barmherzig“ – Pastoralassistent Primo Grelli stellte die Barmerzigkeit Gottes aber auch der Menschen untereinander ins Zentrum seiner Predigt. Er berichtete von einem Brauch zu Beginn des Christentums, als neben der Osterkerze auch eine Gnadenkerze brannte. Dannzumal erhielten die Gläubigen einmal im Jahre Gelegenheit, sich öffentlich zu ihren Fehlern zu bekennen und bekamen danach eine Gnadenurkunde.

Ein Mann, der seiner Frau nicht verzeihen wollte, liess sich von ihrer Reue berühren und vergab ihr ihre Schuld. „Man darf sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände legen, denn er will das Beste für alle Menschen“, betonte der Prediger. Das heisse aber, dass auch Menschen untereinander Barmherzigkeit zeigen und Schuld vergeben müssten.

Fröhliche Haydn-Messe
Die Missa brevis in F hat Joseph Haydn vermutlich 1749 komponiert, als er noch Sängerknabe in Wien war. Man nimmt an, dass er sie für sich und seinen jüngeren Bruder Johann Michael, den späteren bedeutenden Kirchenkomponisten und Freund Mozarts geschrieben hat. Zu den ernsten Rufen des Chores im „Kyrie“ kontrastiert das lebhafte Soloduett. Der bewegt-frische Anfang wird im Agnus Dei bzw. „Dona nobis pacem“ wiederholt und umrahmt so die ganze Komposition. Strahlend erfüllten die Stimmen der Sopranistinnen den sacralen Raum und der Chor bot eine harmonische Klangfülle.

Die textreichen Abschnitte im Gloria und Credo sind in den meisten frühen Messkompositionen Haydns mittels „Politextierung“ stark gekürzt, das heisst jede Stimmlage singt einen anderen Text. Dies gilt aber nicht für die Aussage von Menschwerdung, Kreuzigung und Tod im „Et in carnatus est“, „Crucifixus“ und „et se pultus est“. Sehr innig gehalten ist das den Solosopranen anvertraute Benedictus. Unter der Leitung von Bernhard Zingg sangen und musizierten Iris Eggler und Doris Rickli (Sopran), Antonia Widmer (Orgel), Ernst Bühler (Contrabass) sowie der Johanneschor.

Chilbi und Gemütlichkeit
Wegen des andauernden Regens wurde der Chilbibetrieb grösstenteils in die Turnhalle verlegt. Die Jubla hatte für die Jungmannschaft kurzweilige Geschicklichkeits- und Actionspiele vorbereitet und besorgte auch den Service. Bei Bratwürsten, Hamburgern, Tranksame, Kaffee und Kuchenbuffet genossen die Anwesenden die Gemütlichkeit und das ungezwungene Beisammensein und dachten vielleicht mit Rudi Carell „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ – aber einmal kommt er bestimmt.

Pastoralassistent Primo Grelli mit Gattin Sonja (links) und zwei ihrer vier Kinder.
Pastoralassistent Primo Grelli mit Gattin Sonja (links) und zwei ihrer vier Kinder.

Die Jubla hatte für die Jungmannschaft spannende Spielmöglichkeiten vorbereitet.
Die Jubla hatte für die Jungmannschaft spannende Spielmöglichkeiten vorbereitet.

Am "Galgen" fragte sich jeder: Flügt s'Gägenöber abe oder nöd.....
Am "Galgen" fragte sich jeder: Flügt s'Gägenöber abe oder nöd.....

.....trifft er oder trifft er nöd?
.....trifft er oder trifft er nöd?