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Zuckenriet: 28.06.2010
Die Oberstufenschule Sproochbrugg verabschiedet Ende des Schuljahres drei langjährige Lehrpersonen.
Die Oberstufenschule Sproochbrugg verabschiedet Ende des Schuljahres drei langjährige Lehrpersonen.

Sie prägten die Oberstufenschule massgeblich mit
Nach 104 Schuljahren an der Sproochbrug gehen drei Oberstufenlehrer in Pension.
Ernst Inauen
Für Gottfried Künzle, Gabriel Schmuki und Walter Stähelin geht in dieser Woche ein Lebensabschnitt zu Ende. Sie dürfen sich nach langjährigem pädagogischem Einsatz an der Oberstufenschule Sproochbrugg Zuckenriet in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Als 1969 die neuerbaute Sekundarschule Sproochbrugg in Betrieb genommen wurde, erteilte Gottfried Künzle noch an der Primarschule Zuckenriet Unterricht. Die früher in Niederhelfenschwil bestehende Realklasse wurde in die Sekundarschule verlegt und mit Norbert Oberholzer der bisherige Reallehrer angestellt. Die wachsende Schülerzahl rief nach zusätzlichen Lehrkräften. Gottfried Künzle folgte 1971 dem Ruf und liess sich berufsbegleitend zum Reallehrer ausbilden.

Beliebter Pädagoge
Gottfried Künzle war massgeblich bei der Integration der Realschule in die Gesamtoberstufe mitbestimmend. Er leistete grosse Überzeugungsarbeit, bis es soweit war. Seine grosse Stärke waren sein Organisationstalent und sein vernetztes Denken, das er in der Beziehung zwischen Schule und Gesellschaft ausspielte. Über die Schulzeit hinaus bewies er hohe Sozialkompetenz und kümmerte sich auch extern um seine Schüler. Sein pädagogischer Stil war geprägt durch eine klare Linie, erzieherisch aber väterlich. Er sah als ehemaliger Fussballer und Trainer auch im Sport einen wertvollen Erziehungswert, indem Teamgeist und Anpassung gefördert wurden. Die beiden so genannten Raiffeisenbrunnen auf dem Schulgelände werden über Jahre an den beliebten Pädagogen erinnern.

EDV und Wengerturm
Nach 37 Dienstjahren verlässt auch Gabriel Schmuki den Schuldienst. Nach seiner Ausbildung zum Sekundarlehrer mathematischer und naturwissenschaftlicher Richtung kam er an seine erste Arbeitsstelle in der Sproochbrugg. Mit drei Kollegen der Sekundarstufe und zwei Reallehrern bildete er den Lehrkörper für die damals rund 120 Schüler, welche in vier Sekundar- und zwei Realklassen beschult wurden. Als Computerfreak beteiligte er sich massgeblich an der Einführung der EDV und bei dessem etappierten Ausbau. Auch für einen modernen Schmuck der Schule setzte er sich ein, so beim Entscheid für den 1996 auf dem Schulgelände erstellten Wengerturm. In allen Jahren fuhr Gabriel Schmuki mit dem Velo zur Schule und lebte so den Umweltgedanken vor.

Musisches Flair
Vor 27 Jahren gelang es dank persönlichen Beziehungen, Walter Stähelin von seinem bisherigen Wirkungsort Kirchberg in die Sproochbrugg zu locken. Diesen Schritt bereute er nie, fand er doch im Lehrerteam und in der Gemeinde sofort sehr guten Anschluss. Stähelin konnte als „Spröchler“ wertvolle Impulse im musischen Bereich (Theater, Kunst, Handarbeit) einbringen. So leitete er lange die Schulbibliothek und baute die Mediathek auf. Mit den Schülern gestaltete er im Neubau den künstlerischen Schmuck. Die Tonwerkstatt und der Brennofen gehen ebenfalls auf seine Initiative zurück. In seinem Religionsunterricht, den er eine geraume Zeit erteilte, verband er religiöse und profane Themen.

Von links: Walter Stähelin, 28Jahre, Gottfried Künzle, 39 Jahre; Gabriel Schmuki, 37 Jahre.
Von links: Walter Stähelin, 28Jahre, Gottfried Künzle, 39 Jahre; Gabriel Schmuki, 37 Jahre.

Links: Künstlerischer Schmuck im Aufgang des Neubaus, hergestellt von Walter Stähelin und seinen Schülerinnen und Schülern. Rechts: Aus Anlass der Fussball-WM hängen Flaggen und farbige Bänder an den Wänden.
Links: Künstlerischer Schmuck im Aufgang des Neubaus, hergestellt von Walter Stähelin und seinen Schülerinnen und Schülern. Rechts: Aus Anlass der Fussball-WM hängen Flaggen und farbige Bänder an den Wänden.