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Sportliche Herausforderung
Motiviert und gut trainiert sehen Fässler’s dem Gigathlon entgegen.
Ernst Inauen
Am kommenden Wochenende findet in Thun der von Swiss Olympic durchgeführte Gigathlon mit rund 4‘500 Teilnehmenden statt. Das Zuckenrieter Ehepaar Ursina und Marcel Fässler starten nach 2009 zum zweiten Mal als Couple an diesem anforderungsreichen Event.
Swiss Olympic, die Dachorganisation des Schweizer Sports, führt seit acht Jahren den Gigathlon durch. Im vergangenen Jahr war der Ausgangspunkt in St.Gallen, diesmal in Thun. In den drei Kategorien Single, Couple und Team of five starten mehrere tausend Sportlerinnen und Sportler an zwei Tagen zum abenteuerlichen Ausdauer-Sportanlass. Er umfasst an jedem Tag die fünf Disziplinen Inline, Schwimmen, Laufen, Velo und Biken. Die limitierten Startplätze am Gigathlon seien sehr begehrt, weiss Marcel Fässler. So sei im Anmeldeportal innerhalb weniger Stunden alles besetzt gewesen.
Ausdauersportler „Wer diese beiden Tage in Angriff nehmen und durchstehen will, muss eine gehörige Portion Kondition und Ausdauer mitbringen. Immerhin sind total über 450 Kilometer und grosse Höhendifferenzen zurückzulegen“, sagt Marcel Fässler, Vater von zwei Knaben und einer Tochter. Zusammen mit seiner ebenfalls sportbegeisterten Gattin Ursina bestritt er bereits im Vorjahr den Gigathlon und bereitete sich mit ihr wiederum gewissenhaft auf den anforderungsreichen Anlass vor. Der 41-jährige Sportler wuchs in Zuzwil auf und war schon in jungen Jahren vom Ausdauersport angetan. Er nahm mit Erfolg an zahlreichen Triathlonwettkämpfen und Ironman teil. Als passioniertem Langläufer steht im Winter auch der Engadiner Skimarathon auf seinem ganzjährigen Trainingsprogramm. Er hat ihn mit Ursina schon mehrmals absolviert.
Vielseitige Interessen Ursina Fässler nahm im Juniorenalter als Rennfahrerin an Velorennen teil. Nach der Heirat und Familiengründung musste sie den Sport etwas zurückstecken. Die Freude am gemeinsam betriebenen Training und an Wettkämpfen aber ist geblieben. „Es ist zwar nicht immer einfach, die Familie, das Training und die Arbeit unter einen Hut zu bringen“, sind sich die beiden einig. Da sei die Unterstützung durch Eltern und Freunde schon sehr wichtig. Nebenbei hat die 30-jährige Powerfrau auch noch die Bäuerinnenschule absolviert und tauscht einmal in der Woche auf dem elterlichen Hof in der Nähe von Winterthur mit ihrer Mutter den Job.
Grosser Aufwand Gemäss Reglement bestreitet Ursina am nächsten Samstag zwei Disziplinen. Sie übernimmt die Inlinestrecke und den Bike-Parcours, während Marcel beim Schwimmen, mit dem Rennvelo, und als Läufer unterwegs ist. Am Sonntag wird Ursina gar die drei Disziplinen Inline, Velo und Bike in Angriff nehmen. Marcel schwimmt die drei Kilometer im Thunersee und läuft zum Schluss die 19 Kilometer ins Ziel. Zwei freiwillige Betreuer sorgen für die Bewältigung der logistischen Herausforderungen, die rechtzeitige Bereitstellung von Material und Verpflegung. Die Verschiebungen werden vom Veranstalter hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisiert. Fässler’s reisen zum Check-in bereits am Freitag mit dem eigenen Wohnwagen nach Thun. Am Samstagmorgen heisst es bereits um fünf Uhr zu starten. Der Zielschluss ist bei Sonnenuntergang angesetzt, jedoch spätestens um 22.30 Uhr. So lange rechnen die Zuckenrieter aber nicht unterwegs zu sein. „Unser Ziel ist es, zusammen gesund und etwa im ersten Drittel in Thun anzukommen“, wünschen sie sich.
Gemeinsame Erfahrung Natürlich bedinge eine seriöse Vorbereitung auch einen Verzicht auf gewisse andere Aktivitäten, erklärt Fässler. Ebenso sei der finanzielle Aufwand beträchtlich. Neben dem Startgeld, das einige Sponsoren übernehmen, kommen Marcel und Ursina für die persönliche Sport-Ausrüstung selber auf. Die Frage nach der Motivation für eine solch unglaubliche Leistungsherausforderung beantworten sie mit der Faszination, die körperliche Leistungsgrenze im gemeinsamen Training und im Wettkampf zu ergründen. Ausserdem sei es spannend, sich mit andern Gruppen und Einzelkämpfern zu messen und neue Regionen und Strecken kennen zu lernen. Eine gewisse Spannung und etwas Nervosität sei nun schon da, die löse sich jedoch beim Start, meint Marcel Fässler.
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