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Ohne Nordkoreaner, mit Blumer
Der FC Wil verliert das Vorbereitungsspiel gegen den FC Luzern mit 1:3.
Deborah Rutz/Axel Thoma/Gianluca Lombardi
Im ersten von drei Spielen gegen einem Klub aus der Super-League zieht der Bergholz-Klub den Kürzeren. Im Luzerner Vorort Littau zeigen die Ostschweizer zwar eine ansprechende Leistung, verlieren aber doch standesgemäss mit 1:3. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 zeichnet Roberto Rodriguez schon in der Startphase verantwortlich.
Der FC Wil wird in diesen Tagen auf zwei Arten gefordert. Einerseits von den heissen Sommer-Temperaturen. Bereits am vergangenen Freitag beim Test in Höchst gegen Austria Lustenau war das Quecksilber an der 30-Grad-Grenze, und auch am kommenden Samstag, wenn die AC Bellinzona zum freundschaftlichen Vergleich im Bergholz gastiert, soll es ungefähr gleich heiss werden. Dazu kommt, dass Sportchef Axel Thoma ein anspruchsvolles, dafür für die Zuschauer unterhaltsames Programm in der Vorbereitungsphase zusammengestellt hat. Die Wiler spielen derzeit innerhalb von sechs Tagen gleich drei Mal gegen einen Klub aus der Super League. Zur Erinnerung: Die höchste Spielklasse startet eine Woche früher als die Challenge League in die neue Saison, womit sich diese drei Mannschaften derzeit bereits den Feinschliff holen.
In Littau forderten die Äbtestädter den FC Luzern. Die Partie begann mehr als schwungvoll und die Zuschauer bekamen in den ersten acht Spielminuten zwei Tore und einen Foulpenalty zu sehen. Bereits nach gut 120 Sekunden hatte sich der Luzerner Neuzuzug Daniel Gygax auf der rechten Seite durchgetankt und den rumänischen Stürmer Cristian Ianu bedient, der die Leuchtenstädter in Führung brachte.
Zwei Penaltys, ein Tor Nur Sekunden später egalisierte Roberto Rodriguez des Skore. Nach einem Angriff über links kam er an den Ball und konnte zum 1:1 einschieben. Die Startphase lief noch immer, als Marko Muslin bei einer Aktion im eigenen Strafraum Ianu so anging, dass Schiedsrichter Stephan Klossner auf Penalty entschied. Michel Renggli liess sich diese Chance jedoch entgehen und traf vom Elfmeterpunkt aus nur den Aussenpfosten.
Die Innerschweizer bekamen knapp eine halbe Stunde später den nächsten Penalty zugesprochen, dieses Mal nach einem Foul an Claudio Lustenberger. Ianu nahm Anlauf und liess Davide Taini im Wiler Tor keine Chance, womit der Angreifer zu seinem zweiten Treffer an diesem Sommer-Abend kam. Nach der Pause erhöhte Luzern auf 3:1, als Renggli auf Lustenberger flankte und der Aussenverteidiger zum Schlussresultat traf.
Testspieler aus Ungarn Vorab in der ersten Halbzeit zeigten die Wiler eine gute Leistung. Sie konnten aber nicht kaschieren, dass die Mannschaft von Trainer Rolf Fringer eine Liga höher spielt. „Luzern konnte mehr Tempo machen als wir“, fasste Thoma das Geschehen zusammen.
Beim FC Wil kam beim Spiel in Littau lediglich ein Testspieler zum Einsatz. Es war dies der ungarische Verteidiger Vince Kapcsos. Der 28-jährige spielte in der ersten Halbzeit neben Sally Sarr und in der vergangenen Saison bei Rakospalota EAC, einem Klub aus einem nordöstlichen Stadtviertel Budapests. Nicht mehr mit dabei waren die zuletzt getesteten nordkoreanischen Offensivkräfte Myong Choe und Kyang Pak. Dafür war David Blumer wieder zugegen, nachdem er während der vergangenen Woche in Probetrainings weilte.
FC Luzern – FC Wil 1900 3:1 (2:1)
Sportplatz Ruopigen, Littau: 700 Zuschauer. – Sr: Klossner.
Tore: 3. Ianu 1:0. 4. Rodriguez 1:1. 35. Ianu (Foulpenalty) 2:1. 52. Lustenberger 3:1.
FC Luzern: Zibung; Lustenberger (83. Fanger), Kibebe, Veskovac, Zverotic (73. Lukmon); Kukeli (46. Wiss), Renggli (80. Koller), Prager (63. Pacar); Ferreira (46. Paiva), Ianu, Gygax.
FC Wil 1900: Taini; Zenger, Kapcsos (46. Matic), Sarr (88. Schär), Alija; Lezcano (60. Holenstein), Muslin, Schönenberger, Rodriguez (60. Bellon); Cavusevic, Blumer (70. Busai).
Bemerkungen: Luzern ohne Yakin (abwesend), Lambert, Büchli und Sorgic (geschont). Wil ohne Kim, Di Gregorio (krank), Kaiser und Grossklaus (verletzt), dafür mit dem Testspieler Vince Kapcsos (Ungarn). 8. Renggli schiesst Foulpenalty an den Pfosten.
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