Seit 1923 gehört das 1. August-Abzeichen zur Bundesfeier.
Einige Abzeichen aus früheren Zeiten.
Jahr für Jahr wird ein neues Motiv für das Abzeichen gesucht, mit Erfolg.
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Kein Schweizer Nationalfeiertag ohne 1. August-Abzeichen
Kleine Geschichte vom Bundesfeier-Abzeichen
Rita Schmidlin
Seit 1891 feiert die Schweiz am 1. August die Gründung der Eidgenossenschaft, im Jahre 1923 wurde das 1. August-Abzeichen eingeführt, verkauft wurde es für einen Franken, damals ein stattlicher Betrag.
Geschichte und Entwicklung des am 16. Dezember 1909 gegründeten Bundesfeierkomitees, der heutigen Schweizerischen Stiftung Pro Patria, sind untrennbar mit dem 1. August verbunden. Im Jahr 1889 unterbreitete der Bundesrat den Räten eine Botschaft „betreffend Veranstaltung einer nationalen Säkularfeier der Gründung der Eidgenossenschaft“. Im 1891 wurde der 1. August zum Bundesfeiertag erklärt.
Gefühl von Zusammengehörigkeit fördern
Die Bundesfeierspende wurde ins Leben gerufen, um dem Bundesfeiertag durch eine gemeinsame Tat der Bevölkerung einen tieferen Sinn zu verleihen. In der Geschichte von Pro Patria ist unter vielen anderem zu lesen: „Der 1. August wird wohl durch schwungvolle Festreden, Höhenfeuer und Feuerwerk gefeiert, droht aber zu verflachen“. Wem diese Aussage bekannt vorkommen sollte, sei gesagt, dass sie am 17. April 1909 geschrieben wurde. Die Initianten für eine Bundesfeierspende begründeten damit ihr Anliegen an die Schweizerische Oberpostdirektion zur Herausgabe einer Bundesfeier-Postkarte mit einem Wohlfahrtszuschlag.
Die Idee, mittels Unterstützung von karitativen und kulturellen Werten nationaler Bedeutung bei den Bürgerinnen und Bürgern zum Geburtstag der Schweiz das Gefühl von Zusammengehörigkeit zu stärken wurde in die Tat umgesetzt mit der Ausgabe der ersten Bundesfeierpostkarte im 1910. Im 1923 wurde dann erstmals das 1. August-Abzeichen verkauft. Das älteste der abgebildeten Abzeichen stammt aus dem Jahr 1925 aus einer leider nicht kompletten Sammlung.
Anders als bei den Postkarten und Bundesfeiermarken, herausgegeben durch die Schweizerische Bundesfeierspende, später Pro Patria, wurde durch das sichtbare Tragen dieses Abzeichens durch die Käufer Solidarität erzeugt. Noch heute gehört das 1. August-Abzeichen doch einfach zum Schweizer Nationalfeiertag. Haben Sie Ihres schon gekauft?
Bis weit in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg standen Sammlungen zugunsten bedürftiger Bevölkerungsgruppen und Minderheiten im Vordergrund. Mit dem Ausbau der staatlichen und privaten sozialen Einrichtungen verlagerte sich das Schwergewicht der Sammlung zunehmend auf Themen rund um Natur- und Kulturlandschaft sowie um Geschichte und Denkmalpflege. Die Sammlungen von 2009 und 2010 sollen als Anschubfinanzierung für den Erhalt des Panoramas von Murten eingesetzt werden (www.propatria.ch, www.murtenpanorama.ch).
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