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UBS-Stiftung fördert soziale Arbeitsplätze
Mit der Investition in den Maschinenpark kann auch die Sozialinstitution marktgerechter produzieren.
Michael Hug
Die Wiler Schreinerei "Senfkorn" stellt sich mit geschützten Arbeitsplätzen und vielseitigem Produkteangebot dem freien Markt. Kürzlich konnte dank einer Zuwendung der UBS-Stiftung für Soziales und Ausbildung in der Höhe von 15'000 Franken in die Erneuerung des Maschinenparks investiert werden.
Objektiv betrachtet ist die Schreinerei "Senfkorn" im alten NOK-Gebäude im Wiler Bild-Quartier ein Handwerksbetrieb, der wie jede andere Schreinerei individuelle Kundenwünsche im Innen- und Aussenausbau bedient. „Wir stellen uns dem Markt, wir offerieren in der üblichen Art und versuchen die gestellten Qualitäts- und Terminansprüche zu erfüllen“, sagt Betriebsleiter Marcel Hug.
Sie erwarteten keinen Behindertenbonus und die Tatsache, dass ihr Betrieb Teil einer im Sozialbereich tätigen Institution sei, werde nicht als besonderes Argument bei Verhandlungen mit Kunden eingesetzt. Fachlich begegne man der Konkurrenz auf Augenhöhe und der Betrieb beschäftigt gelernte Fachkräfte um die Qualität hochzuhalten. „Die Ausbildung von Lehrlingen und die Durchführung von beruflichen Massnahmen im Auftrag der IV ist ein weiteres wichtiges Angebot“, so Hug.
Neue Perspektiven Die "Senfkorn-Schreinerei" ist ein Teilbereich der Zürcher Stiftung Bund der Taube. Sie unterhält Sozialtherapeutische Wohngemeinschaften in Forch/ZH und Brezzano/Italien sowie die Wohngemeinschaft Senfkorn in Wil. Insgesamt betreut und begleitet die Organisation 36 Menschen und unterhält 15 geschützte Arbeits- sowie 8 Ausbildungsplätze.
Hans-Peter Lächler, Gesamtleiter: „Wir wollen mit unserem Angebot bewirken, dass Menschen, die aus verschiedensten Gründen durchs soziale Netz gefallen sind, im Wohn- und Arbeitsbereich neue Perspektiven fnden. Wir wollen sie zu grösstmöglicher selbstständigen Lebensbewältigung hinführen.“
Behaupten in der freien Wirtschaft In der Wiler Schreinerei werden Lehrlinge zu Schreinerpraktikern ausgebildet. Betreut werden sie durch fachlich und sozialpädagogisch ausgebildete Lehrmeister. Marcel Hug: „Letztlich sollen die jungen Fachleute nach der Lehrabschlussprüfung einer Stelle in der freien Wirtschaft zugeführt werden.“ Dass der Betrieb sich trotz höherer Gestehungskosten dem Markt stellen kann, verdankt er unter anderen auch Beiträgen von privater und privatwirtschaftlicher Seite.
Trotz Finanzzuschüssen arbeite man ständig an der Verbesserung der Eigenwirtschaftlichkeit. Markus Bürgi, Bereichsleiter Senfkorn: „Neben der Schreinerei, dem Recycling, der Möbelrestauration und der Werkstatt für mechanische Arbeiten unterhalten wir eine Kantine, die als öffentliches Restaurant geführt wird und Take away-Service anbietet.“
Ausbildungsförderung als Kernaufgabe Das Angebot der betreuten und geschützten Ausbildungsplätze hat auch die Aufmerksamkeit der UBS Stiftung für Soziales und Ausbildung erregt. Die UBS-Stiftung erachtet die Förderung von Aus- und Weiterbildung und die Schaffung von Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten als Kernaufgabe ihres Engagements.
Mit 15'000 Franken unterstützt die UBS-Stiftung die Anschaffung einer Furnierpresse. Den Check für den Einkauf der neuen Maschine, die man, so Marcel Hug, bei einem lokalen Werkzeughändler beschaffen werde, überreichte vor kurzem Martin Zuber, Leiter der UBS Wil, stellvertretend für die gesamtschweizerisch tätige UBS-Förderstiftung.
WÖRTLICH „Es ist mir auch persönlich ein grosses Anliegen, dass junge Leute, die auf welche Art auch immer den Anschluss verloren haben, einen Job finden und sich künftig selbständig behaupten können.“ Martin Zuber, Leiter UBS Wil
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