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Wil: 29.07.2010
Lausanne erzielte im Auftaktspiel vier Tore. Die Wiler Defensive dürfte gefordert sein.
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Attila Busai musste in Biel als hängender Stürmer ran. Und gegen Lausanne?
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Kick-Off für die letzte Saison im Bergholz
Der FC Wil empfängt am Montagabend Tabellenführer FC Lausanne-Sport.
Deborah Rutz
Am Montagabend ab 20.10 Uhr trägt der FC Wil das erste Heimspiel der neuen Challenge-League-Saison aus und trifft auf den Tabellenführer und Europa-Cup-Teilnehmer FC Lausanne-Sport. Es ist der Startschuss in die letzte Spielzeit im alten Bergholz. Die Äbtestädter brauchen bis im kommenden Frühjahr ein vom Volk bewilligtes Stadion-Projekt, um die Lizenz für die zweithöchste Spielklasse wieder zu erhalten.

Wenn der FC Wil am Montagabend gegen Lausanne den ersten Saisonsieg anstrebt, dann tut er es im Wissen, dass er in diesem Jahr mehr denn je auf die Unterstützung der Wilerinnen und Wiler angewiesen sein wird. Denn am 28. November findet eine Abstimmung statt, die für den Bergholz-Klub existenzielle Bedeutung hat. Schon seit einigen Jahren darf der FC Wil nämlich nur noch dank einer Sonder-Genehmigung des Schweizerischen Fussballverbandes Challenge-League-Spiele im Bergholz austragen. Die Infrastruktur genügt den heutigen Ansprüchen nicht mehr und musste schon mehrmals in mühseliger Arbeit nachgerüstet werden.

Mit diesen Sonderbewilligungen ist es nun aber vorbei. Für die Saison 2011/2012 erhält der FC Wil im kommenden Frühjahr nur noch eine Lizenz, wenn er ein vom Stimmvolk bewilligtes Stadion-Projekt vorweisen kann. Der Verein ist also auf die Unterstützung der Einwohnerinnen und Einwohner Wils angewiesen, wenn auf dem Bergholz auch künftig Spitzenfussball geboten werden soll.

Cuptradition auf dem Bergholz
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass schon manch unvergessliche Geschichte im Bergholz geschrieben wurde. Immer in Erinnerung bleiben wird der 3. November des Jahres 2002, als der FC St. Gallen an einem regnerischen Sonntag in der Äbtestadt gastierte und gleich elf Mal kalt geduscht wurde. 11:3 lautete des Schlussresultat. Die Wiler Fans nehmen noch heute jedes Jahr den 3. November zum Anlass, um dieses Spiel an einem Fest hochleben zu lassen. Das 11:3 brachte nicht nur den FC Wil, sondern eine ganze Region weltweit in die Schlagzeilen. Gar auf CNN wurde darüber berichtet.

Auch ein weiteres Derby wird in Erinnerung bleiben, selbst wenn es „nur“ ein Spiel der Nationalliga B war. Der FC Gossau gastierte im Wiler Südquartier, und ging schon früh mit 1:0 in Führung. Danach gab es für die Äbtestädter kein Halten mehr und sie machten bis zum Schlusspfiff das Stängeli voll: 10:1 lautete das Endergebnis für den FC Wil.

Speziell am Bergholz ist auch die Cup-Tradition. Vor allem die 1990er-Jahre hatten es in sich, als der Nationalliga A-Vertreter FC Zürich gleich drei Mal aus dem Bewerb gekegelt wurde. In der etwas jüngeren Vergangenheit machten die Berner Young Boys eine unliebsame Erfahrung mit dem Bergholz. Die Hauptstädter führten im Jahr 2007 zur Pause zwar mit 1:0 und konnten in der zweiten Halbzeit in Überzahl spielen. Die Wiler schafften aber das Husarenstück und siegten mit zehn Mann noch 2:1.

FC Wil auf dem Bleicheplatz
Begonnen hatte alles vor 47 Jahren mit der Einweihung des Bergholz’. Zuvor musste der FC Wil die Spielorte regelmässig wechseln. Einer von ihnen war die heutige Reitwiese beim Stadtweier, die damals Eisenbahnwiese hiess. Als Garderobe diente das Eisenbahnhüsli. Noch früher mussten die Wiler Fussballer mit der harten Unterlage des Bleicheplatzes vorlieb nehmen. Geschundene Knie und Hände waren die Konsequenz.
Am 28. November steht nun die Volksabstimmung über den neuen Sportpark Bergholz bevor. Der FC Wil ist auf die neuen Anlagen angewiesen, damit er ausschliessen kann, wieder auf den Bleicheplatz zurückzumüssen.

Klar ist bis dato dies: Am Montag fällt der Startschuss in die letzte Saison des FC Wil im alten Stadion Bergholz. Die Spieler werden alles daran setzen, Werbung in eigener Sache zu machen, damit ein „Ja“ an der Urne leichter fällt.

Sabri Boumelaha zum FC Wil

Die Verantwortlichen der FC Wil 1900 AG sind auf der Suche nach einem Aussenverteidiger fündig geworden. Per sofort stösst vom U21-Team des FC Basel Sabri Boumelaha (Geburtsdatum: 21. September 1989) zu den Wilern. Der französisch-algerische Doppelbürger war in der vergangenen Rückrunde von den Baslern an den FC Thun ausgeliehen gewesen. Zuvor spielte Boumelaha im Frühjahr 2009 für den damaligen Challenge-League-Club FC Concordia. Der 20-Jährige unterschrieb einen bis 30. Juni 2011 gültigen Einjahresvertrag.

Da die Spielberechtigung von der Swiss Football League (SFL) bereits eingetroffen ist, wird die FC Wil 1900 AG am kommenden Montag in ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison gegen den FC Lausanne-Sport bereits auf die Dienste Boumelahas zählen können.

Dzengis Cavusevic hat seine Sperre abgesessen und kehrt ins Team zurück.
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Der neue Captain Marko Muslin möchte gegen die Waadtländer im Mittelfeld die Fäden ziehen.
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Lausanne gilt zwar als Favorit, die Äbtestädter streben aber auch drei Punkte an.
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