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Liebeslieder in der Kobesenmühle
Andrea Lang und Claire Pasquier verwöhnten die Gäste in der Kobesenmühle.
Vroni Krucker
Die traditionelle Matinée in der Kobesenmühle wurde zu einer wunderschönen Liebeserklärung – an die Liebe, an die Menschen, an den Raum und an die ganze Welt. Andrea Lang sang die Melodien in vielen Sprachen, einfühlsam begleitet von Claire Pasquier am E-Piano.
Stiftungsrat Ruedi Wüthrich begrüsste die Gäste in der Kobesenmühle, vor allem die beiden Künstlerinnen Andrea Lang und Claire Pasquier. Für einmal zeigte sich das Wetter etwas regnerisch, doch just bei den ersten Klängen der Akteurinnen zeigte sich durch die Fenster die Sonne im Blätterwald vor der Mühle. Nach dem Konzert gab es Gelegenheit, im Naturgarten das Gehörte nachwirken zu lassen.
Professionell und innig Die warme, strahlende Stimme von Andrea Lang erfüllte den Raum in der Kobesen, wo auch Figuren von Wilhelm Lehmann andächtig zuhörten. Innig, gefühlvoll, ausdrucksstark gab sie den Texten Leben, interpretierte sie ernst, fröhlich, verschmitzt oder empört - unterstützt von wenigen, aber sehr eindrücklicher Gesten. Herrlich erklangen ihre Koloraturen. Sie kostete die Resonanz des besonderen Raumes voll aus. Beeindruckend begleitete Claire Pasquier. Sie verwöhnte die überaus zahlreichen Gäste mit vier glanzvollen Solovorträgen. Grosse Kompetenz, Virtuosität und Hingabe an die Musik zeichnen die Künstlerinnen aus. „Auftritte im kleinen Kreis mit einem interessierten und verständigen Publikum, wie ich es hier erlebt habe, sind sehr wertvoll und persönliche higlights“, erklärte Andrea Lang.
Gemeinsames Projekt Nach Auftritten in Opern, Operetten und Oratorien auf der ganzen Welt, war es für die Sängerin eine besondere Lust, ein eigenes Liedprogramm erarbeiten zu können. In Claire Pasquier fand sie die ideale Begleiterin. Seit zwei Jahren arbeiten sie zusammen und stellten ein anspruchsvolles Programm auf die Beine. So faszinierten sie in der Kobesen mit Liebesliedern von Bach, Schumann, Schubert, Brahms, Grieg, Ravel und anderen Komponisten in verschiedenen Sprachen – und das Publikum war begeistert.
Andrea Lang Die Schweizer Sopranistin absolvierte ihr Gesangsstudium „mit Auszeichnung“ an der Universität der Künste Berlin und beteiligte sich an internationalen Meisterkursen. Ihre rege Konzerttätigkeit führte die Sängerin an grosse Häuser im In- und Ausland. Sie war unter anderem auch Ensemblemitglied am Landestheater Linz und am Theater St. Gallen. An den St.Galler Festspielen 2006 sang sie in Carmina Burana das Sopran-Solo. Pressestimme: Andrea Langs glockenreiner, lyrischer Sopran gleicht einer Engelsstimme. Durch ihr hinreissendes Timbre, vereint mit einer bezaubernden Ausstrahlung und starker Ausdruckskraft, bietet sie gesangliche Sonderklasse“.
Claire Pasquier Die gebürtige Engländerin gewann bereits mit 11 Jahren ein Stipendium für hochbegabte Kinder, welches sie ans Royal College of Music in London führte, wo sie Klavier und Geige studierte. Das Solistendiplom errang sie an der University of Melbourne. Engagements in der ganzen Welt führten sie auch ans Theater St. Gallen. Heute arbeitet sie als frei schaffende Pianistin und Begleiterin. Pressestimme: Claire Pasquier schafft es, sich alle zehn Minuten auf neue Klangfarben und individuelle Musiziercharaktere ihrer Mitspieler einzulassen. Ihr Klavierspiel durchlebt feine, umsichtige Klanggestaltung, pure Eleganz, runden orchestralen Klang und überzeugende Virtuosität.
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