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Wil: 03.09.2010
Die Regionalmesse wufa ist eröffnet. Über vier Tage bildet sie das Glanzlich regionalen Schaffens. 200 Aussteller stellen sich vor.
Die Regionalmesse wufa ist eröffnet. Über vier Tage bildet sie das Glanzlich regionalen Schaffens. 200 Aussteller stellen sich vor.

wufa 2010 mit Highlight Appenzellerland
Die Regionalmesse für die Region Wil und Hinterthurgau startete am Donnerstag Mittag mit einer attraktiven Schau von Gewerbe und Industrie.
Niklaus Jung/Gerhard Kasper
Die wufa 2010 öffnete am Donnerstag Mittag ihre Tore mit einem hochkarätigen Eröffnungsakt. Neben 200 Ausstellern präsentiert sich mit dem Appenzellerland erstmals ein Gastkanton. Landammann Daniel Fässler selber stellte die beiden Kantone mit ihren touristischen Schönheiten, aber auch den technologischen Leistungen vor. Seitens Regierungspräsident Willi Haag und Stadtpräsident Bruno Gähwiler wiesen auf den hohen Stellenwert der Messe für die Region hin.

Zur Eröffnung betonte Messeleiter Reinhard Frei die Wirkkraft einer Regionalmesse, indem sich die Gemeinden der Region zusammen finden. Die wufa, sie müsse allerdings nicht einzige Plattform sein, könne da hilfreich sein. Die erfolgreiche Rheintalmesse sei der Beweis, dass auch die Region Wil seine unternehmerischen Stärken über die Regonalmesse zum Publikum bringen könne. Das Gewerbe lebe letztlich von der Region, schon länger nicht mehr allein von der Wohngemeinde. Mit dem Konzept Gastkanton wollten sie den Druck für die Gastgemeinde zurück nehmen, um mit tieferen Aufwändungen für einen Auftritt auch kleineren Gemeinden den Zugang zu ermöglichen. Ein Konzept sei für die nächste wufa in Vorbereitung.

Betonung des Stellenwertes für die Region
Stadtpräsident Bruno Gähwiler betonte eingangs den hohen Stellenwert der wufa, allein die Präsenz der hohen Ehrengäste betone dies deutlich. Er stelle fest, dass die Messe mit den Ausstellern und Sonderschauen wiederum viel Wissenswertes zu bieten habe. Die wufa könne ein lebendiger Treff der Regionsbewohner sein, hier geschehe Identität mit der Region. Die wufa zeige sich auch wandlungsfähig, nach der Gastregion Toggenburg mit Kirchberg präsentierten sich nun gleich zwei Gastkantone.

Nach Regierungspräsident Willi Haag steigt die Bedeutung der Regionalmesse in der zunehmenden Dynamik und dem stärkeren Wettbewerb unter den Regionen. Es müsse das Interesse des Gewerbe, von Industrie und Handel sein, eigene Stärken und Vorteile im Vergleich zu zeigen. Die Region Wil sei bekanntlich geprägt in industriellen und gewerblichen Strukturen. Es gelte die breite Bevölkerung anzusprechen, ganz im Sinne grenzüberschreitender Zusammenarbeit.

Appenzell ist nicht nur Käse und Alpenbitter
Es war dann an Landammann Daniel Fässler, die Gastregion Appenzellerland vorzustellen. Wenn von Appenzell die Rede sei, denken die Leute an Berge, Käse und Luftseilbahnen. Es sei richtig, dass der Tourismuss eine wichtige Rolle spiele. Ein Faktor sei ihnen dabei behilflich: Die ländlich einmalige Gegend und die Menschen mit reichhaltiger eigenständiger Kultur, mit eigenem Musikstil, Jodel und Trachten.

Appenzell zeige sich aber auch als Marktführer, jedenfalls hätten sie die Krise mit Bravour gemeistert. Die Arbeitslosenzahl liege bei tiefen 1,1 bis 2 Prozent. Es gelinge verschiedensten Unternehmen, mit ihren Produkten flexibel am Markt zu agieren. Aus dem Appenzellerland kämen auch Produkte mit Weltruf.

Breiter Mix bei den Ausstellern
Der anschliessende Rundgang bei den Ausstellern zeigte die Vielfalt der vorgestellten Produkte und Dienstleistungen aus der nahen und ferneren Region. Alle wollen sich letztlich aus dem wirtschaftlichen Kuchen der Region ein Stück holen. Es sind die Kleinen wie die Grossen, welche mit attraktiven und ideenreichen Auftritten die Besucher anzuziehen vermögen. Das Highlight Gastregion Appenzellerland galt es schon am ersten Messetag nicht zu verpassen. Jedenfalls kam es bereits zur Eröffnung zu Engpässen beim Publikumdurchlauf.

Unter den grösseren Ausstellern zeigt sich einmal mehr der Wiler Schreinermeister Markus Fust mit einer originell aufgebauten Möbelausstellung im eigenen Zelt. Im Gespräch bedauerte er das Fehlen des Wiler Marktplatzes mit der gewohnten Gewerbeschau in diesem Jahr. Es müssten neue Initiativen seitens des Wiler Gewerbe folgen. Vielleicht könne er an einer nächsten wufa mit einem noch grösseren Zeltaufbau die Wiler Gwerbler ins gleiche Boot bringen.

Auf das Wochenende werden wohl die Vorstellungen der zahlreichen Vereine grösseren Stellenwert einnehmen. Den Jungen mit baldiger Lehrstellenwahl bietet das Forum vom Samstagvormittag die passende Gelegenheit sich ein Bild über mögliche Berufe zu machen.

Traditioneller "Gwerbler-Lunch"
Am späten Vormittag, vor Beginn der eigentlichen wufa 2010, trafen sich die "Gwerbler" von Wil zum Willkommen-Apéro im Festzelt. Prominenz aus Gewerbe und Wirtschaft gab sich ein Stelldichein. Das herrliche Spätsommerwetter tat das Seine zur aufgelockerten guten Stimmung.
Nach 11 Uhr begrüsste Gewerbevereinspräsident Guido Kohler die Gäste im Event-Zelt zum Gesundheitsreferat von Peter Roth von medfit GmbH. Dieser zeigte mit einer ausführlichen Bilderfolge, wo die gesundheitlichen Übel unserer modernen "Sitzgesellschaft" liegen, welche Konsequenzen dies auf unser Wohlbefinden hat (oder haben kann) und wies den Weg zu einem gesünderen Umgang mit sich selbst. Der Referent zeigte, wie durch bewusste, zweckmässige Ernährung, vor allem jedoch durch Bewegung, die Lebensqualität gesteigert wird und bis ins Alter erhalten bleibt.
Der anschliessende "Gwerbler-Lunch" machte die Brücke zur offiziellen Eröffnung der wufa 2010.

Andreas Zehnder, Präsident und Patronatsgeber des Vereins Wirtschaftsraum Wil-Uzwil-Flawil begrüsste zur Eröffnung in der Eventhalle.
Andreas Zehnder, Präsident und Patronatsgeber des Vereins Wirtschaftsraum Wil-Uzwil-Flawil begrüsste zur Eröffnung in der Eventhalle.

Das Wort galt weiter der Gastgeberstadt mit Stadtpräsident Bruno Gähwiler.
Das Wort galt weiter der Gastgeberstadt mit Stadtpräsident Bruno Gähwiler.

Regierungspräsident Willi Haag bezeichnete die wufa als bedeutenden Beitrag für die Region.
Regierungspräsident Willi Haag bezeichnete die wufa als bedeutenden Beitrag für die Region.

Flankiert von Trachtenfrauen Inner- und Ausserrhoden stellte Landammann Daniel Fässler die Gastregion Appenzell vor.
Flankiert von Trachtenfrauen Inner- und Ausserrhoden stellte Landammann Daniel Fässler die Gastregion Appenzell vor.

Eine besondere Bereicherung zur Eröffnung bot Johann Fuchs auf seinem Hackbrett.
Eine besondere Bereicherung zur Eröffnung bot Johann Fuchs auf seinem Hackbrett.

Thurgauer Gemeindeammänner prosten sich zu. Ivan Knobel von Rickenbach und Hanspeter Gantenbein aus Wuppenau.
Thurgauer Gemeindeammänner prosten sich zu. Ivan Knobel von Rickenbach und Hanspeter Gantenbein aus Wuppenau.

Für einmal Taler schwingen. Regierungsrat Willi Haag, Landammann Daniel Fässler und Reinhard Frei, Messeleiter proben.
Für einmal Taler schwingen. Regierungsrat Willi Haag, Landammann Daniel Fässler und Reinhard Frei, Messeleiter proben.

imagevideo Flawil mit Beat und Erika Schiltknecht. Ihr Produkt sind Film- und Fotoaufnahmen  vom ferngesteuerten Fluggerät aus.
imagevideo Flawil mit Beat und Erika Schiltknecht. Ihr Produkt sind Film- und Fotoaufnahmen vom ferngesteuerten Fluggerät aus.

Wenn Leder oder Pelz gefragt? Hofstetter Flawil ist eine gute Adresse.
Wenn Leder oder Pelz gefragt? Hofstetter Flawil ist eine gute Adresse.

Am Gwerblerlunch: Andreas Zehnder vom wuf und Joachim Zappe, Geschäftsführer bei Stihl.
Am Gwerblerlunch: Andreas Zehnder vom wuf und Joachim Zappe, Geschäftsführer bei Stihl.

Gewerbepräsident Guido Kohler begrüsst eine grosse Zahl Gwerbler im Event-Zelt.
Gewerbepräsident Guido Kohler begrüsst eine grosse Zahl Gwerbler im Event-Zelt.

Der Referent Peter Roth demonstriert die Ausgangslage zur Koordinationsübung.
Der Referent Peter Roth demonstriert die Ausgangslage zur Koordinationsübung.

Die Gwerbler aus der Region Wil üben sich in der demonstrierten Koordinationsübung.
Die Gwerbler aus der Region Wil üben sich in der demonstrierten Koordinationsübung.