|
Lehrstellenforum bringt der Messe neue Besucher
Die Suche nach dem richtigen Beruf und die Wahl des geeigneten Lehrlings oder Lehrtochter beschäftigen Schulabgänger einerseits und Lehrstellenanbieter andererseits.
Niklaus Jung
Das alljährliche Lehrstellenforum an der wufa erreichte wiederum eine überaus grosse Zahl Jugendliche und deren Eltern, sich über die lokalen und regionalen Berufe zu informieren. Im Eventzelt wurden viele Fragen gestellt und Infos gesammelt. In den zwei Podiumsveranstaltungen informierten Lehrstellenanbieter über das Vorgehen bei Schnupperlehre, Bewerbung und worauf es ankommt beim Vorstellungsgespräch. Die Jugendlichen stöberten anschliessend interessiert durch die Messezelte.
Die Regionalmesse wufa profitiert alljährlich vom samstäglichen Lehrstellenforum, organisiert seitens der Beruf- und Laufbahnberatung Wil in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverbänden. Die Information über die Lehre und Lehrstelle stand im Vordergrund. Anschliessend traf man die gleichen Jugendlichen auch in den Messehallen, wie sie sich an verschiedenen Ständen umschauten und auch informierten.
Breites Berufsangebot Die Region Wil hat alljährlich eine grosse Zahl Lehrstellen zu vergeben. Dazu investieren eine grosse Zahl Lehrbetriebe Zeit und Aufwand, am Lehrstellenforum den jungen Leuten einen Einblick in die Berufe zu geben. Neben Handwerksbetrieben wird auch über Weiterbildung und Büroberufe informiert. Interessant zeigte sich, wie auch junge Leute aus den Betrieben engagiert auf die Jugendlichen zugehen und ihnen Vor- und Nachteile der Berufe vorstellten.
Schnupperlehre per Email oder Telefon Im Larag-Auditorium wurden die Themen über Schnupperlehre, Bewerbung und Vorstellungsgespräch behandelt. Bei Bühler Uzwil werden Anfragen über Schnupperlehren sehr spontan behandelt. Andreas Bischof, Ausbildungsverantwortlicher gab zu verstehen, dass für eine Schnupperlehre nicht erst über Noten usw nachgefragt wird. Bischof nimmt sich dann mehr Zeit, wenn es um die Lehrstellenbewerbung geht. Mit 550 Bewerbungen für 82 Lehrstellen ist er denn auch gebührend gefordert. Bis Ende August hat Bischof bereits die 193. Bewerbung bearbeitet.
Bei Franz Fritschi von LARAG/LIGA Wil geht es um 30 bis 35 Lehrstellen pro Jahr, welche es zu besetzen gilt. Beim Sanitärinstallateur Hanspeter Rohner sind 7 Lehrlinge beschäftigt von 25 Mitarbeitern begleitet. Für die Lehrstelle wird eine schriftliche Bewerbung erwartet. Dabei warnten alle drei Lehrverantwortlichen vor Serienbewerbungen. Immer wieder kämen Bewerbungen mit Anfragen für einen Beruf daher, welcher bei ihnen gar nicht angeboten werde, ganz einfach eine schlecht bearbeite Kopie einer anderen Bewerbung.
Bei den Lehrbetrieben von Bühler, Larag und Rohner ist man weiter durchaus bereit, auch einen tüchtigen Realschüler aufzunehmen. Mehr Gewicht als den Schulnoten misst man unentschuldigten Absenzen in Zeugnissen oder charakterlichen Schwächen bei. Wer während dem ganzen Bewerbungsgespräch seine Dächlikappe trage, könne den Zuschlag für die Lehrstelle nicht verbessern, so eine weitere Feststellung.
Die Jugendlichen beleben die Messe Nach Erledigung der Lehrstelleninformation strömten die Jugendlichen zumeist nicht gleich weg vom wufa-Gelände. Ganze Gruppen wollten sich in den Messezelten noch umsehen und die eine oder andere Auslage näher beobachten. Natürlicherweise fanden die Aussteller mit Wettbewerbsformularen oder Glücksrädern grösseren Zuspruch bei den Jugendlichen. Erstmals kam auch der Lunapark an der wufa so richtig in Schwung mit den attraktiven Spielangeboten.
|
|