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Wil: 06.09.2010
Der Sonntg zeigte sich überaus anziehend für einen Messebesuch. Mit Kind und Kegel traf man Städter und Dörfler.
Der Sonntg zeigte sich überaus anziehend für einen Messebesuch. Mit Kind und Kegel traf man Städter und Dörfler.

Auch bei den Ausstellern herrschte reger Betrieb für gute Kundenkontakte.
Auch bei den Ausstellern herrschte reger Betrieb für gute Kundenkontakte.

Bischof Optik war nur einer der attraktiven Wiler Aussteller.
Bischof Optik war nur einer der attraktiven Wiler Aussteller.

Hofstetter Felle und Leder aus Flawil zeigte sich neben seinem Stand auch mit Modellen an der Modeschau.
Hofstetter Felle und Leder aus Flawil zeigte sich neben seinem Stand auch mit Modellen an der Modeschau.

Die wufa 2010 hat mehr als erfüllt
Der Wandel an die Bedürfnisse von Ausstellern und Besuchern hat sich für 2010 bewährt, auf 2011 sind weitere Korrekturen in Sicht.
pd/nj
Die wufa 2010 erreichte gemäss Informationen seitens der Messeleitung mit knapp 30‘000 Besucherinnen und Besuchern ein gutes Resultat. Die fehlende Gastgemeinde und weniger Aussteller waren hauptsächlich der Grund für den leichten Besucher-Rückgang. Dieses gute Resultat trotz schwierigem Umfeld zeige, dass sich die wufa etabliert habe. Der sympathische und unterhaltsame Appenzeller-Auftritt hatte ebenso Erfolg wie die vielseitige Vereins-Olympiade und der erdgas-lunapark. Viele Aussteller zeigten sich über ihre erzielten Resultate zufrieden.

An der Medieninformation zum Messeschluss gab sich Messeleiter Reinhard Frei überaus zufrieden über den Verlauf. Die wufa 2010 hat nach Frei in mehreren Belangen überzeugt. Wie die Blitz-Umfrage der Messeleitung bei Ausstellern zeigte, waren viele Aussteller mit dem Erreichten zufrieden. Trotz fehlender Gastgemeinde kamen fast 30‘000 Besucherinnen und Besucher – gegenüber 2009, mit Sirnach als Gastgemeinde, ca. zehn Prozent weniger. Ein gutes Resultat, angesichts dieses fehlenden Magnetes aus der Region und der schwierigen Rahmenbedingungen.

Die Besucherzahl wird nach Reinhard Frei wie bei anderen Messeveranstaltern unter Einbezug von Teilnehmern an Randveranstaltungen wie Gwerblerlunch, Wirtschaftsforum und Partygästen gemessen. So wird auch bei den Ausstellern jede Präsentation, ob Stand, Partner, Plakat oder Sponsor als solcher gezählt. Von total 200 Ausstellern waren deren 100 effektiv mit einem Stand anwesend, rund 30 weniger als im Vorjahr mit der Gastgemeinde.

Charmantes, attraktives Appenzellerland
Erfreut zeigte sich die Messeleitung über den Auftritt des Appenzellerlands, der allgemein gelobt und auch viel beachtet wurde. In sympathischer Art präsentierten die Appenzeller Köstlichkeiten sowie Attraktionen, Land und Leute aus dem Alpsteingebiet.

Zufrieden darf die Messeleitung auch mit den anderen Schwerpunkten und Attraktionen sein. Der Erdgas-Lunapark wurde intensiv benutzt, das „Mittelalter“ versetzte Kinder und Jugendliche in längst vergangene Ritterzeiten und die Vereinsolympiade bereicherte die Messe zusätzlich in hohem Mass.

Fehlende Sponsorengelder
Im Vorfeld der Messe verlor die wufa-Leitung einige Sponsoren. Dies führte dazu, dass das Messebudget teilweise gekürzt werden musste. Die Projektleiter Florian Heule und Raphael Thür haben grosse Anstrengungen unternommen, dass die Qualität trotzdem hoch gehalten werden konnte, was durchaus gelang.

In einzelnen Teilen hingegen mussten Kürzungen vorgenommen werden. So standen den Tagungen weniger Geld zur Verfügung. Die Messeleitung wird die einzelnen Veranstaltungen analysieren und sich der geäusserten Kritik stellen.

Friedliche, familiäre Messe
Gelobt wurden insbesondere das neue Rundgang-Konzept und das Messegelände, das offen und übersichtlich war. Viele Sitzmöglichkeiten und ein einfacherer Rundgang erleichterten den Messebesuch.

Von wenigen Vorfällen kann auch der Sicherheitsbeauftragte Ramon Gubelmann berichten: „Es gab wenige Tätlichkeiten am Abend, wenige Sanitätseinsätze, kaum Probleme – eine friedliche Messe mit familiärem Charakter.“

wufa 2011 mit neuen Ansätzen
Fehlende Besucher-, Aussteller- und Sponsoren-Einnahmen werden auch die Messerechnung 2010 belasten. Trotzdem sind die Messemacher der freicom ag zuversichtlich, dass im nächsten Jahr mit neuen Ansätzen wieder der Erfolgsweg gefunden werden kann. Die wufa ist ein unverzichtbarer Wirtschafts-Bestandteil der Region geworden.

Erschwerend für die wufa-Macher ist aber, so Reinhard Frei an der Medieninfo, dass die Region nach wie vor keine Einheit bildet, sich Flawil nach St. Gallen ausrichten will und der Verein WUF in eine neue Organisation "regio-wil" aufgehen wird. „Die wufa kann sehr viel für das Zusammenwachsen der Region Südthurgau-Wil-Uzwil bewirken – aber sie braucht auch die Unterstützung der regionalen Macher und regional denkenden Menschen, insbesondere in Gewerbe- und Gemeinderatskreisen,“ so Reinhard Frei, Messeleiter.

Sich regional positionieren, lokal allein genügt nicht mehr
Wer sich als Unternehmung seine Aufträge auch regional sichern will, kann dies nicht mehr allein über lokale Gewerbeausstellungen erreichen, so wertvoll sie dem dörflichen Zusammenhalt sind. Die Plattform der wufa ermöglicht auch Höchstleistungen aus der Region besser zu vermarkten, wie dies beim Preisträger von swissregiobank, der Firma Gubler in Uzwil, gelungen ist.

Einer der Aussteller formulierte es mit deutlichen Worten: "Nur wer hier präsent ist kann mit möglichen Kunden ins Gespräch kommen, ansonst dieser sich andernorts seinen Lieferanten sucht". Rückfragen bei Ausstellern ergaben verschiedentlich, dass sie auch im 2011 wieder hier sein werden.

Die Neuorientierung der Interregionalen Planungsgruppe Wil und Hinterthurgau (IRPG) in "regio-Wil" ist auf das Zusammenwirken aller Teilnehmergemeinden angewiesen, ansonst alles ein Papiertiger bleibt. In der Regionalmesse wufa ist eine passende Plattform für sichtbares Zusammenwirken gegeben. Jetzt gilt es regional Zeichen zu setzen, um als Region den Anschluss nicht zu verpassen.
Niklaus Jung,

Sanitär Markus Rohner aus Wil hatte neben seinem Stand auch einmal Zeit für ein Bier.
Sanitär Markus Rohner aus Wil hatte neben seinem Stand auch einmal Zeit für ein Bier.

Minergieprojekte am Stand der Stadt Wil: Stefan Hauser, Informationsbeauftragter, informiert interessierte Besucher über Minergiestandards.
Minergieprojekte am Stand der Stadt Wil: Stefan Hauser, Informationsbeauftragter, informiert interessierte Besucher über Minergiestandards.

Hochbetrieb beim Lunapark über das ganze Wochenende.
Hochbetrieb beim Lunapark über das ganze Wochenende.

Die Messeleitung, im Bild Florian Heule, Reinhard Frei und Raphael Thür, zeigte sich überaus zufrieden über den Verlauf der wufa 2010.
Die Messeleitung, im Bild Florian Heule, Reinhard Frei und Raphael Thür, zeigte sich überaus zufrieden über den Verlauf der wufa 2010.