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Höhepunkte des Studentenfestes am Wochenende 3. bis 6. September in Wil
„Fortsetzung mit Steigerungen“ könnte man den vergangenen Sonntag im Zusammenhang mit dem Zentralfest des Schweiz. Studentenverein (Schw. Stv.) bezeichnen
Gerhard Kasper
Anders als vor 10 Jahren, als es zeitweilig in Strömen goss, zeigte sich am Wochenende auch das Wetter von seiner sonntäglichen Seite. Alle so geplanten Veranstaltungen konnten unter freiem Himmel stattfinden.
Auch wenn es einigen Couleurbrüdern und -schwestern nicht leicht gefallen sein dürfte, nach kurzer oder ganz kurzer Nachtruhe wieder auf den Beinen zu sein, so setzte der Einzug der Fahnendelegationen in die St. Nikolaus Kirche mit den zahlreichen Aktiven und Altherren ein eindrückliches Zeichen. Markus Büchel, v/o Teddy, Bischof von St.Gallen, zelebrierte die Messe und hielt die Predigt – auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Er strich den Wert einer Studentenverbindung heraus: „Wenn sich Jung und Alt begegnen, treffen Wissen, jugendliche Dynamik, Berufs- und Lebenserfahrung und auch Altersabgeklärtheit aufeinander“. Wie im Gottesdienst am Vorabend kam Antonin Dvoraks Messe in D-Dur zur Aufführung.
Musikalische Begrüssung Zum Frühschoppen auf dem Hofplatz zeigten die Bläserkids unter der Leitung von Thomas Fele was in ihnen steckt. Bekannte Stücke temperamentvoll und mit viel Musikalität gespielt bekamen die Tüpfelchen auf dem i durch selbstbewusste und sichere Soli von Trompete und Saxophon. Die immer stärker wärmende Sonne und allmählich auftretendes Hungergefühl brachten die Verpflegungsstände unter Druck. Routiniert vom Vortag, gab es zumindest beim Bierausschank keine nennenswerten Engpässe, Frischgezapftes wurde Becher um Becher an den Tresen gereicht. Bratwürste brauchen naturgemäss ihre Zeit auf dem Grill. Und so kam es, dass schon beim Warten der eine oder andere Becher geleert und gegen einen gefüllten ausgetauscht wurde. Unter den Festbesuchern waren unter anderen auch die drei St.Galler Regierungsräte Martin Gehrer, Karin Keller-Sutter und Stefan Kölliker auszumachen.
Höhepunkt Cortège Um 14.30 Uhr begann der Festumzug über die Obere Bahnhofstrasse, die Grabenstrasse und zog durch das Schnetztor in die Altstadt. Eine grosse Menge Schaulustiger säumte die Route, und immer wieder wurden die Paradierenden mit Blumen beschenkt. Das an sich schon Malerische der Farbentragenden wurde noch bereichert durch historische Kutschen und knatternde Oldtimer für die Ehrengäste. Ganz reizend auch die Kleinsten, die als putzige Miniaturen ihrer Väter bereits Farben trugen und am Cortège mitmarschierten.
Die Bühne auf dem Hofplatz füllte sich mehr und mehr mit den Fahnendelegationen; die für den Festredner Regierungsrat Martin Gehrer und Alois Riklin eine malerische Kulisse abgaben. Riklin war vor 50 Jahren Zentralpräsident und hatte damals die Kandidaten in den StV aufgenommen. Am Sonntag durfte er den gleichen Mitgliedern das Veteranenband abgeben.
Anschliessend an die Veteranenehrung gab es ein Offenes Singen mit der Corona Wilensis unter der Leitung von Werner Baumgartner. Die „Bandtrüllete“, die Amtsübergabe von Chargenträgern an die Nachfolger und Nachfolgerinnen beschloss um 22 Uhr den offiziellen Teil.
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