iwp logo infowilplus.ch  
Orte
Spezial
Jonschwil: 29.09.2010
Das heutige Gemeindehaus bedarf zusätzlicher Räumlichkeiten. Auch soll die Schulverwaltung im Haus integriert werden.
Das heutige Gemeindehaus bedarf zusätzlicher Räumlichkeiten. Auch soll die Schulverwaltung im Haus integriert werden.

Der Erweiterungsbau sieht einen dreistöckigen Gebäudetrakt, angebaut an das bestehende Gemeindehaus, vor.
Der Erweiterungsbau sieht einen dreistöckigen Gebäudetrakt, angebaut an das bestehende Gemeindehaus, vor.

Gemeindehaus Jonschwil erweitern und Schulverwaltung integrieren
Ein Projektierungskredit für Sanierung und Erweiterung des Gemeindehauses über das fakultative Referendum.
gk
Um die Raumknappheit der Gemeindeverwaltung für die nächsten Jahre zu beheben, schlägt der Gemeinderat einen seitlichen Anbau vor. Zusammen mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes wird mit Kosten von rund 2,6 Mio. Franken gerechnet. Ein Projektierungskredit von Fr. 140'000 wird ab Oktober dem fakultativen Referendum unterstellt. In der Erweiterung ist auch die Integration der Schulverwaltung vorgesehen.

Das aus den sechziger Jahren stammende Gemeindehaus Jonschwil wurde vor rund 20 Jahren letztmals renoviert. Mittlerweile zeigt sich ein Sanierungsbedarf an verschiedenen Bauteilen und an der Infrastruktur (Heizung, Elektroanlagen, Bodenbeläge/Teppiche, Malerarbeiten, Eingangstüre). Darüber hinaus ist der vorhandene Raum durch das Wachstum der letzten 20 Jahre vollständig ausgenutzt, sodass Engpässe teilweise bereits bestehen oder absehbar sind. Das Archiv muss zwingend ausgebaut werden. Ebenso sind die Büroflächen zu vergrössern, um die Funktionen der einzelnen Ämter wieder für einen längeren Zeitraum sicherstellen zu können.

Seitlicher Anbau vorgeschlagen
Eine vom Gemeinderat im Frühjahr 2010 in Auftrag gegebene Studie schlägt einen seitlichen dreistöckigen Anbau Richtung Brühlstrasse vor, um das bestehende Raumproblem zu lösen. Das beim Grundbuchamt angrenzende Gebäude der ehemaligen Post erwies sich aufgrund seiner Raumeinteilung als ungeeignet für Verwaltungszwecke.

Beim Anbau sollen im Erdgeschoss die Finanzverwaltung und das Steueramt untergebracht werden. Die Bauverwaltung und ein Reservebüro sind im ersten Geschoss geplant. Im obersten Stock werden ein Aufenthaltsraum und ein Sitzungszimmer für den Gemeinderat und Kommissionen vorgeschlagen.

Sanierung des bestehenden Baus
Im bisherigen Gemeindehaus wird der Eingangsbereich leicht vergrössert, um einen besseren Kundenempfang und zusammen mit dem Einwohneramt ein Front-Office bilden zu können. Angrenzend wird das Betreibungsamt vorgesehen. Im ersten Geschoss wird ein kleines Sitzungszimmer für alle Verwaltungsabteilungen eingerichtet. Im bisherigen Sitzungszimmer des Gemeinderates ist ein Reservebüro geplant.

Schulverwaltung integrieren
Unabhängig von der Bildung einer Einheitsgemeinde können die Schulverwaltung und der Schulpräsident in den geplanten Reservebüros unmittelbar nebeneinander untergebracht werden. Die Integration der Schulverwaltung ins Gemeindehaus bringt verschiedene Synergien bei der gegenseitigen Zusammenarbeit im Finanz- und Baubereich, bei der EDV und der generellen gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Verbesserung bei der personellen Flexibilität bei schwankendem Arbeitsvolumen.

Projektierungskredit: Fr. 140'000
Der Projektierungskredit von 140'000 Franken wird vom 8. Oktober bis 6. November 2010 dem fakultativen Referendum unterstellt. Er umfasst folgende Arbeiten: Architekt, Bauingenieur, Elektroingenieur, Ingenieur HLKS, Bauphysiker, Planungsnebenkosten. Nach Rechtskraft des Projektierungskredites soll die konkrete Planung bis März 2011 laufen, sodass im Mai 2011 eine Urnenabstimmung zum Baukredit möglich ist.

Mit einer Genauigkeit von +/- 15 % wird der Kredit (inkl. Mobiliar) auf ca. 2,6 Mio. Franken geschätzt. Nach der Detailprojektierung und dem Baubewilligungsverfahren könnte der Baubeginn im September 2011 sein, wobei zuerst der seitliche Anbau erstellt und anschliessend die Sanierungen beim bestehenden Bau gemacht werden. Nach gut einem Jahr Bauzeit wäre die Erweiterung und Sanierung im Herbst 2012 beendet.

Finanzielle Auswirkungen
Im Zusammenhang mit den anstehenden Schulhaussanierungen und dem Gemeindehaus stellt sich die Frage, welche finanziellen Auswirkungen diese Vorhaben auf die Finanzsituation sowie auf den Steuerfuss haben. Der Gemeinderat weist dazu vorerst darauf hin, dass sich der Steuerertrag bei den natürlichen Personen per Ende August 2010 um gut drei Prozent besser als das Budget entwickelt hat, d.h. dass die Steuerkraft sich sehr positiv entwickelt hat.

Der Gemeinderat hat deshalb die Absicht, wie bereits 2010 auch in den kommenden Budgets relative hohe Abschreibungen zu planen anstatt den Steuerfuss weiter zu senken. Ziel dieses Vorgehens ist eine Steuerfuss-Erhöhung zu vermeiden. Genauere Berechnungen zu den finanziellen Auswirkungen sind jedoch erst nach Vorliegen der Finanzplanung 2011 – 2015 möglich.

Öffentliche Sprechstunde
Während der Referendumsfrist bietet der Gemeinderat die Möglichkeit, die Studie mit den Plänen im Rahmen einer Sprechstunde einzusehen und der anwesenden Behördenvertretung Fragen zu stellen. Die Sprechstunde findet wie folgt statt:
Montag, 18. Oktober 2010, 18.00 – 19.30 Uhr, Gemeindehaus, Sitzungszimmer, 1. Stock.