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Wil: 04.11.2010
Fotografische „Feuerwehrübung“ am Stadtweiher.
Fotografische „Feuerwehrübung“ am Stadtweiher.

Jürg Blum, Gärtner und Pädagoge (lk.), mit Sebastian Koller, Projektleiter StadtWilNatur, von der Naturgruppe Salix.<br>
Jürg Blum, Gärtner und Pädagoge (lk.), mit Sebastian Koller, Projektleiter StadtWilNatur, von der Naturgruppe Salix.


Natur in Wil aus anderer Sicht
Die Vorbereitungen zu den Vorträgen und Exkursionen der Naturgruppe Salix zusammen mit der Volkshochschule Wil vom Mai/Juni 2011 laufen bereits intensiv
Gerhard Kasper
Die Natur, insbesondere Bäume und Sträucher, einmal aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen – dies ist eines der Themen an der Volkshochschule Wil. Diese ungewöhnliche und spannende Perspektive eröffnet sich von der Drehleiter der Wiler Feuerwehr auf die Vegetation rund um den Stadtweiher.

„Schwindelfrei muss man schon sein“, lachte Jürg Blum, Referent der Veranstaltung 'Es grünt so grün in Wil', als er aus dem Korb der 36-m-Hebebühne der Wiler Feuerwehr stieg, „da oben schwankts beim Fotografieren manchmal ganz schön.“ Blum schoss Bilder aus der echten Vogelperspektive beim Brüggli des Stadtweihers. Zusammen mit Fotos vom nächsten Frühjahr kann er Lebensräume im Grünen, über und in den Baumkronen von Wil, in den Sträuchern, Hecken und auf der Wiese zeigen.

„Feuerwehrübung“
Es traf sich gut, dass der Fahrer der Drehleiter, Titus Mesmer, gerade eine obligatorische Übung zu absolvieren hatte, als die Idee der „Luftbilder“ vom Stadtplaner René Haefeli und dem Projektleiter Sebastian Koller an die Feuerwehr gelangte. So konnte Jürg Blum den ganzen Nachmittag an sechs verschiedenen Standorten in Wil seine Bilder schiessen.
Aus dreissig Meter über Boden eröffnete sich beim Stadtweiher eine grossartige Rundumsicht auf die Altstadt, Hofberg und Nieselberg, Richtung Alterszentrum, nach Westen und tief ins Toggenburg.

Natur bewusst machen
Dem Gärtner und Pädagogen Jürg Blum ist daran gelegen, der Bevölkerung bewusst zu machen, welche Bedeutung das „Grün“ in der Stadt hat: „Das Grün wird gebraucht, man fühlt sich einfach wohl in der Umgebung von Pflanzen und Bäumen.“ Dieses Wohlgefühl nicht einfach als solches hinzunehmen, sondern bewusst wahrzunehmen und so zu vertiefen – dies sei ein Ziel seines Referates an der Volkshochschule im Mai 2011.

Sebastian Koller, Vorstandmitglied der Gruppe Salix, erklärte, das Projekt StadtWilNatur habe seine Wurzeln im Wiler Stadtentwicklungskonzept. Die Naturgruppe Salix möchte für den Naturschutz in der Stadt sensibilisieren und strebt eine Zusammenarbeit mit der Stadt an. Das Projekt zielt auf eine Dokumentation mit den Themen Natur, Ökologie, Umweltpädagogik, Ansprechen der Stadtbevölkerung. Dadurch soll ein Mehrwert für alle, für die Menschen und für die Tier- und Pflanzenwelt geschaffen werden. Zur Information und Sensibilisierung um konkrete Massnahmen einzusetzen, wird die sechsteilige Veranstaltung an der VHS (Volkshochschule) Wil durchgeführt. Das Gebiet Stadtweiher/Weierwisen gebe für die Exkursionen nach den Vorträgen am meisten her, so Koller, man könne hier beispielhaft sehr viel zeigen. Und Jürg Blum doppelte nach:“ Wir wollen Alltägliches bewusst machen – dann geht eine Welt auf, die wir bisher nicht beachtet haben.“

Das detaillierte Programm findet man auf der Website www.stadtwilnatur.ch der Naturgruppe Salix sowie der Volkshochschule Wil www.vhs-wil.ch oder im gedruckten Programmheft, das beim Sekretariat der VHS Wil telefonisch (071 911 08 39) oder per E-Mail info(at)vhs-wil.ch bestellt werden kann.
Blick über den Stadtweiher gegen den Hofberg und Neualtwil.
Blick über den Stadtweiher gegen den Hofberg und Neualtwil.

Fotos aus luftigen 30 Metern Höhe.
Fotos aus luftigen 30 Metern Höhe.

Blick  „auf Augenhöhe“ gegen die Altstadt...
Blick „auf Augenhöhe“ gegen die Altstadt...

...und Richtung Toggenburg.
...und Richtung Toggenburg.

Konzentration für scharfe Bilder auf bewegter Plattform.
Konzentration für scharfe Bilder auf bewegter Plattform.

Stadtplaner René Haefeli und Sebastian Koller.
Stadtplaner René Haefeli und Sebastian Koller.