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Wiler Stimmvolk mit klarem „Ja“ zum Sportpark Bergholz
Zum Jahrhunderbauwerk Bergholz kommt mit fast 64 Prozent Stimmbeteiligung eine Jahrhundertstimmbeteiligung.
nj/sk
Mit 4‘331 Ja- zu 2‘781 Nein-Stimmen (60,9 Prozent ja, 39,1 Prozent nein) haben die Wiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Baukredit von brutto 57,539 Millionen Franken für den Bau des Sportparks Bergholz deutlich zugestimmt. Damit kann die neue Sportanlage, bestehend aus Freibad, Hallenbad mit Wellnessbereich, Eishalle und Challenge League-Fussballstadion, gebaut werden. Positive Reaktionen seitens Pro Bergholz und auch den Sportvereinen runden das Bild ab.
Die Spannung über das Resultat der Bergholz-Vorlage blieb bis zum Schluss. Zum Projekt stand zwar keine Kritik im Raum, aber die in der Kritik stehende Finanzierung lässt oftmals unberechenbare Reaktionen zu. Das deutliche Ja gibt dem Projekt nun eine breitere Abstützung in der Bevölkerung, gilt es doch bis zum Baubeginn doch noch einige Hürden zu überwinden. Die Projektarbeit kann nun beginnen, über den Preis muss dank Total-Unternehmer Implenia nicht mehr diskutiert werden.
Klare Zustimmung zum stadträtlichen Antrag Insgesamt 7‘289 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, das entspricht 63,9 Prozent der 11‘207 stimmberechtigten Personen in Wil, haben sich an der Abstimmung zum Sportpark Bergholz beteiligt. Mit einem Ja-Stimmenanteil von 60,9 Prozent haben sie sich für den Kredit von brutto 57,539 Millionen Franken für den Bau der neuen Sportanlagen ausgesprochen. Das Jahrhundertbauwerk erreichte damit sozusagen auch eine Jahrhundertstimmbeteiligung.
Mit dem deutlichen Ja ist eine Mehrheit der Wiler Stimmbevölkerung dem Antrag des Stadtrates gefolgt und hat auch den Entscheid des Stadtparlaments gestützt, welches die Bauvorlage nach zwei Lesungen mit 29 Ja- zu 5 Nein-Stimmen gutgeheissen hatte. Wieder zeitgemäss und attraktiv Stadtpräsident Bruno Gähwiler zeigte sich an der Medieninformation erfreut: « Mit dem ja der Wiler Stimmbevölkerung kann anstelle der 47-jährigen, teils maroden Anlagenteile eine neue, bedarfsgerechte, wieder attraktive Sportinfrastruktur erstellt werden. Eine erfreulich grosse Mehrheit der Wilerinnen und Wiler hat die Vorzüge des Projektes erkannt und sich dafür ausgesprochen, den Sportpark Bergholz als Einheit mit Freibad, Hallenbad mit Wellnessbereich, Eishalle und Challenge League-Fussballstadion zu realisieren.»
Auch Stadträtin Marlis Angehrn, Vorsteherin des Departements Bildung und Sport, begrüsste den positiven Ausgang der Abstimmung: «Der Betrieb in den heutigen alten Anlagen ist teilweise nicht mehr zumutbar. Der neue Sportpark Bergholz wird Freizeitsporttreibenden, Erholungssuchenden und Vereinen die Möglichkeit für vielfältige Aktivitäten in einem attraktiven Umfeld bieten und so auch zur Volksgesundheit beitragen.» Auf der Betriebsseite gelte es nun, die Gründung der Betriebs-Aktiengesellschaft Wiler Sportanlagen AG (WISPAG) an die Hand zu nehmen. Die Stadt Wil wird mit dieser AG eine detaillierte Leistungsvereinbarung abschliessen. Eingebunden sind ferner neun Regionsgemeinden, welche in einer Absichtserklärung zugesagt haben, sich an den jährlichen Betriebskosten zu beteiligen. Die Vereine, die an die Investitionskosten beizutragen haben, insbesondere FC und EC, sind nun aufgefordert, ihre Beiträge von rund 1,8 Millionen Franken zu äufnen.
Spatenstich im November 2012, gestaffelte Eröffnung 2014 Nach dem heutigen Ja zum Baukredit findet nach Stadtrat Marcus Zunzer bereits am Dienstag, 30. November 2010, die Startsitzung des Steuerungsausschusses für die Ausarbeitung des Baueingabeprojektes statt. Bereits unterzeichnet ist in Abhängigkeit des Ausgangs der Abstimmung der Werkvertrag zwischen der Implenia AG als Totalunternehmerin und der Stadt Wil als Bauherrin. Nun erarbeitet die Totalunternehmerin Implenia AG die konkrete Baueingabe aus. «Ein externer Bauherrenberater sowie die Stadt Wil begleiten die Arbeiten der Implenia AG. Bei negativem Ausgang der Abstimmung hätte Implenia lediglich 40'000 Franken Entschädigung erhalten.
Die Stadt stellt zudem die Information der Nutzenden und Anwohnenden sicher», so Stadtrat Marcus Zunzer, Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr. «Ziel ist, dass die Baueingabe im Oktober 2011 erfolgen kann mit nachfolgendem Baubewilligungsverfahren inklusive Beurteilung durch kantonale Stellen. Bis November 2012 wird von der Implenia AG das detaillierte Ausführungsprojekt erarbeitet mit ersten Vergaben der Arbeiten. «Voraussichtlich im November 2012 erfolgt, sofern keine Einsprachen anstehen, der Spatenstich. Damit beginnen die Bauarbeiten, die bis 2014 dauern werden. Die Betriebsübergabe erfolgt gestaffelt – im März 2014 das Fussballstadion, anfangs Juni das Freibad, Ende August die Eishalle und Ende Oktober das Hallenbad.»
Erfreute Reaktionen bei Betroffenen Unschwer war anlässlich der Medieninformation die Erleichterung beim Stadtrat erkennbar. Nicht zuletzt dank kritischer Betrachtung seitens der Gegnerschaft, konnte die breite Bevölkerung für die Abstimmung und damit die Identifikation mit dem Projekt gewonnen werden, was auch für den einstmaligen Betrieb ebenso wichtig sein wird. Im Bergholz-Restaurant hatten sich Sportler und Politiker eingefunden, das überzeugende Ja der Städter gebührend zu feiern. Bei der CVP, so deren Stellungnahme, ist man erfreut über den Erfolg ihrer Stadträte, für die Durchsetzung dieser einmaligen Vorlage.
Für Albert Schweizer, Präsident des Vereins „Pro Bergholz“ ist insbesondere das deutliche Resultat eine wichtige Voraussetzung für die nächsten Schritte. Gefordert seien die Verantwortlichen zur Durchsetzung der gestellten Vorgaben. Seitens der IG-Sportvereine ist es nach Präsident Roger Stöcker wichtig, gerade für solche Projekte eine Struktur bieten zu können, welche auch einheitliches Auftreten ermöglicht. Dies habe sich nun bei der Vorlage Bergholz überaus bewährt und im Verein „Pro Bergholz“ erfolgreiche Umsetzung gefunden.
Überschäumende Freude zeigte Monika Paminger über das nun kommende Hallenbad, eine Forderung aus ihrem Postulat im Parlament: „Ich werde mich zur Eröffnung für den ersten Köpfler ins Becken gerne zur Verfügung stellen“.
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