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Farbenfrohe und spritzige Fasnacht
Mit einem Umzug am Nachmittag und dem Maskenball am Abend feierte Flawil Fasnacht
Cecilia Hess
Der Narrenrat Flawil hatte am Samstag alle Hände voll zu tun. Routiniert und geschickt führte er am Nachmittag den Umzug durch und am Abend den Maskenball im Lindensaal. «Werbung» war das Motto und darauf liess sich Gross und Klein ein.
Es herrschte eine gute Stimmung in den Strassen von Flawil. Alles schien auf den Beinen zu sein. Entweder waren die Leute aktiv am Umzug beteiligt oder sie standen dicht an den Strassenrändern. Rund 20 Sujets hatten sich in den Umzug eingefädelt, dazwischen marschierten mehrere Guggenmusikern mit. Ohne sie wäre Fasnacht eine traurige Angelegeneheit.
Süsses und Klebriges Das Motto, das der Narrenrat für dieses Jahr lanciert hatte, wurde von vielen Gruppen aufgenommen. Die Kindergärten und Schulklassen hatten dabei Ideen entwickelt, mit denen sie ohne Fahrzeug unterwegs sein konnten. Süsses und Klebriges wurde da beworben und ganze Plakatsäulen marschierten mit. Süsses und Klebriges wurde auch verteilt und manch einer wurde von wilden Hexen gepackt, in ein kleines Wägelchen gesteckt und im Kreis herumgedreht. Bleiche Gesichter und Kreischen waren normale Reaktionen. Wer hier ungeschoren davon kam, kriegte dafür möglicherweise eine Ladung Konfetti in den Nacken gesteckt - möglichst unter die Kleider.
Lob dem Narrenrat Weil sich der Zug rund um die Bahnhofstrasse bewegte, war es möglich, ihn zweimal an sich vorüber ziehen zu lassen. An der Bahnhofstrasse kommentierte Erwin Casanova die Gruppen. Der Laudator des Narrenrates schaute auch beim Eintreffen der Gruppen, dass die Bühne frei gemacht wurde, damit die Guggenmusiken zu ihrem Kurzkonzert auftreten konnten und forderte die Formationen jeweils zum Spiel auf. Die übrigen Mitglieder des Narrenrats schauten überall zum Rechten schauen. Überhaupt klappte die Organisation bestens. Die Aktiven wurden in einen Korridor eingewiesen, der am Wienerlistand vorbei führte. Alle wurden verpflegt, ohne dass es ein Gedränge gab.
Farbenfroh und spritzig Dank der Bühne, den Auftritten der Guggenmusiken mit ihren typischen Rhythmen, den vielen Verpflegungsständen und der Maskenprämierung gab es ein richtiges Strassenfest, das mit dem Monsterkonzert endete. Die Kleinsten wurden in den Brauch eingeführt udn staunten noch mit grossen Augen, die Grossen liessen sich mehr oder weniger mitreissen und bewegten sich im Takt der Gugger, der im Körpr einen Rhythmus erzeugt, der eben nur an der Fasnacht möglich ist. ABends ging es dann im Lindensaal weiter mit Werbung, Rhythmus, Ausgelassenheit und farbenfroh und spritzig, genau so, wie es der Narrenrat vorgegeben hatte.
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