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Niederhelfenschwil: 08.02.2010
Ein fröhliches Bild, das sich nur einmal im Jahr bietet.
Ein fröhliches Bild, das sich nur einmal im Jahr bietet.

Wer zuletzt lacht......
Die schränzigen Klänge der Thurvögel erfüllte am Sonntag die Kirche in Niederhelfenschwil.
Vroni Krucker
Der Clown stand im Mittelpunkt des Fasnachts-Gottesdienstes in Niederhelfenschwil.

Ein ungewohntes Bild bot sich den Gläubigen am Sonntagmorgen in der barocken Johanneskirche von Niederhelfenschwil. Im Chorraum präsentierte sich in rot-schwarzen Gewändern die Guggenmusik Thurvögel, am Ambo standen grosse und kleine Clowns.

Wer zuletzt lacht.....
Pfarrer Reto Oberholzer und das Vorbereitungsteam hatten den Clown zum Thema gewählt. „Wer zuletzt lacht.... Dieser Weisheit begegnet man dem Clown auf Schritt und Tritt“, betonte der Priester. Er könnte uns allen ein Beispiel sein. Der Clown, der Gross und Klein begeistert, der in keiner Situation sein Lachen verliert, nicht als dummer August mit zu grossen Kleidern und Schuhen, nicht beim Umfallen oder Streiten – einfach nie, meinten die grossen und kleinen Clowns alias Alexandra Wittwer, Beatrice Griss, Sara, Marco und Flavia.

Und wie's da drin aussieht....
Die Tränen des Clowns reizen zum Lachen, lassen eigene Traurigkeit vergessen. Auch der Clown kennt Schmerz und Traurigkeit, verzweifelt aber nicht. Der berühmte Clown Charly Rivel erzählt in seiner Biografie, dass er am Todestag seiner Mutter während der Aufführung gelacht und geweint hätte, seine tiefe Traurigkeit habe aber niemand gespürt – the show must go on. Wohl auch darum ist der Clown eine so beliebte und immer etwas geheimnisvolle Gestalt.

Mein Freund der Clown
Fröhlichkeit gehöre zum Menschen, zu ihrem Alltag, erklärte Pfarrer Oberholzer. Viele Heilige hätten diese Fröhlichkeit gelebt, auch in schweren Zeiten. Lachen sei die beste Medizin für Laib und Seele, lachen löse Knöpfe und bringe Entspannung hörten die Anwesenden. Lachen könne Brücken bauen vpon Mensch zu Mensch. Nieman kann es so wie "mein Freund der Clown" sang Udo Jürgens. Das beeindruckende Lied erklang ab CD in den sakralen Raum.

Don Bosco und der Hl. Franz von Assis
Die beiden Männer hätten uns allen Fröhlichkeit vorgelebt. Franz von Assisi galt schlechthin als fröhlicher Heiliger und Don Bosco hat gesagt: "Frhlilch sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen". Wenn Menschen fröhlich auftreten wird die Welt christlicher, betonte Reto Oberholzer.

Mitreissende Musik
Mit fetzigen, schränzigen Klängen begeisterte die Guggenmusik, liess die Menschen mitklatschen und Freude geniessen. Fröhliche, gemeinsam gesungene und mit Bewegungen unterstützte Lieder brachten eine tolle Stimmung ins Gotteshaus, in einen Gottesdienst, wo Gemeinsamkeit und Freude herrschte, wo die Menschen auf eine spezielle Art auftanken konnten für den Alltag. Gross und Klein machte mit. Einige mutige Katzen, Tiger, Feen usw. wagten sich gar allein nach vorne und bestaunten die Musikanten, vor allem die ganz kleinen. Diese Fröhlichkeit verlieh dem Gottesdienst einen speziellen Anstrich, wobei auch die Besinnlichkeit nicht fehlte.

Grosse und kleine Clowns erzählten von den Weisheiten ihres Vorbildes.
Grosse und kleine Clowns erzählten von den Weisheiten ihres Vorbildes.

Auch für die Kleinsten war Platz im Gotteshaus.
Auch für die Kleinsten war Platz im Gotteshaus.

Mami und ihre Kinder haben sich extra schön gemacht.
Mami und ihre Kinder haben sich extra schön gemacht.

Die Instrumente trugen die schmissigen Klänge bis in den hintersten Winkel.
Die Instrumente trugen die schmissigen Klänge bis in den hintersten Winkel.

Gilt der Besucher dem Pfarrer und den Ministranten oder der Guggemusig?
Gilt der Besucher dem Pfarrer und den Ministranten oder der Guggemusig?

Zugposaunen schränzten ebenso wie......
Zugposaunen schränzten ebenso wie......

....die Trompeten und die stimmgewaltigen Bässe.
....die Trompeten und die stimmgewaltigen Bässe.

Ein fröhlich-buntes Bild.
Ein fröhlich-buntes Bild.

Clowns und Pippis erfreuen sich grosser Beliebtheit - auch im Gottesdienst.
Clowns und Pippis erfreuen sich grosser Beliebtheit - auch im Gottesdienst.

Priester und Ministranten applaudierten den Musizierenden.
Priester und Ministranten applaudierten den Musizierenden.

Für einmal mussten die Kinder nicht brav in den Bänken sitzen.
Für einmal mussten die Kinder nicht brav in den Bänken sitzen.

Mitklatschen und Mitsingen war angesagt.
Mitklatschen und Mitsingen war angesagt.

In Pappis Arm schläft man auch beim grössten Lärm selig ein.
In Pappis Arm schläft man auch beim grössten Lärm selig ein.