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Affeltrangen: 27.02.2010
Präsidentin Myrta Klarer führte mit Können und Charme durch die Versammlung.
Präsidentin Myrta Klarer führte mit Können und Charme durch die Versammlung.

Geschäftsführer Andreas Koch orientierte über den Stand des Projektes KEEST.
Geschäftsführer Andreas Koch orientierte über den Stand des Projektes KEEST.

Kassier Richard Peter präsentierte Rechnung und Budget.
Kassier Richard Peter präsentierte Rechnung und Budget.

Myrta Klarer verabschiedete mit Dank Vorstandsmitglied Rolf Traxler.
Myrta Klarer verabschiedete mit Dank Vorstandsmitglied Rolf Traxler.

Irma Schatt wird erste Südthurgauerin des Jahres
Verein Wirtschaftsraum Südthurgau blickt auf aktives Geschäftsjahr zurück
Rita Schmidlin
Präsidentin Myrta Klarer, Verein Wirtschaftsraum Südthurgau, führte mit Können und Charme durch eine gehaltvolle Generalversammlung im Restaurant Löwen in Affeltrangen. Die anschliessende Ehrung von der Südthurgauerin des Jahres 2009 war eine fröhliche Feier mit dem Auftritt von Irma Schatt mit ihrem Kinderjodelchörli Tannzapfenland.

Myrta Klarer, Präsidentin Verein Wirtschaftsraum Südthurgau, eröffnete die Generalversammlung mit einigen Gedanken zur aktuellen Lage der Schweiz. Weiter bemerkte sie, dass der Tagungsort Affeltrangen bewusst gewählt wurde, da diese Gemeinde im nächsten Jahr nicht mehr zum Bezirk Münchwilen gehöre.

Rückblick auf aktives Geschäftsjahr
Olympiade und Gold heisst zurzeit die Devise im ganzen Land, meinte die Präsidentin in ihrem Jahresbericht. Die Athleten in Vancouver stehen im Vordergrund und verdrängen die Probleme der Schweiz in den Hintergrund. Die erkämpften Medaillen lassen schweizweit ein Hochgefühl aufkommen. Myrta Klarer gibt sich überzeugt davon, dass diese Erfolge einen Einfluss auf das Image des Landes haben, sie seien ein wunderbares Steinchen in einem grossen Mosaik.

In ihrer Revue des Jahres 2009 erwähnte die Präsidentin nochmals die Hauptaktivitäten des Vereins. Der Vorstand hat sich erneut mit der Strategie des Wirtschaftsraums Südthurgau beschäftigt. Als etwas Besonderes hat Myrta Klarer die Sitzungsleitungen des KEEST, Kompetenzzentrum erneuerbare Energie Südthurgau, erlebt. Sie bedankte sich bei ihren Kollegen im Beirat und Geschäftsführer Andreas Koch für die tolle Zusammenarbeit.

Am meisten Raum und Zeit innerhalb des Vorstandes nahmen die geplante Neuorganisation der Interkantonalen Raumplanungsgruppe IRPG in Anspruch. Kurz zusammengefasst ist der Verein bereit, mitzuarbeiten in der neuen Fachgruppe IRPG, doch soll er in seiner jetzigen Form bestehen bleiben da einige Punkte wie Organisationsstrukturen, Aufgaben, finanzielle Auswirkungen, Aufgaben und Kosten der geplanten Geschäftsstelle, Kräfteverhältnis der Delegierten, noch nicht klar definiert sind.

Als Erfolg kann sicher der Auftritt an der Wufa mit einem Beitrag an die Gastgemeinde Sirnach und dem Stand KEEST gewertet werden.

Wie Myrta Klarer weiter ausführte, musste sich der Südthurgauer des Jahres 2008 und gleichzeitig Werbeträger des Vereins, Daniel Hubmann, für die GV entschuldigen, er weilt im Training in Italien. Sie habe sich jedoch mit ihm unterhalten können und dabei erfahren, dass er nur positive Reaktionen auf das Südthurgauer Logo auf seinem Sporttrikot erhalten habe und oft erklären konnte, was den Südthurgau so speziell mache. Das Sponsoring 2009 für Daniel Hubmann war also sicher richtig eingesetzt.

Image der Region
Im 2010 soll das erfolgreich gestartete Projekt KEEST weiter ausgebaut und in die geeignetste Rechtsform überführt werden. Weiter wird die Reorganisation IRPG abgeschlossen, damit der Start per 1.1.2011 erfolgen kann. Wie Myrta Klarer erwähnte, ist der Verein Wirtschaftsraum Südthurgau bekannt dafür, dass er spontane Aktivitäten durchführt, die für die Region positive Signale geben. Entsprechende Ideen nimmt sie gerne entgegen.

Mit einem Gedanken, den die Präsidentin im Zusammenhang mit dem Image der Schweiz, gelesen hat, schloss sie ihren Jahresbericht. Dieser Gedanke passe auch sehr gut zum Südthurgau: „Das Image eines Landes oder einer Region hängt immer von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Regierungsform, Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Arbeitsbedingungen und das Wesen der Menschen im jeweiligen Land oder Region. Unsere Aufgabe ist es, diese Faktoren in unserem Bereich zu optimieren. Ich bin überzeugt, dass unsere Region an vorderster Front mithalten kann.“

KEEST hat Pionierfunktion
Geschäftsführer Andreas Koch berichtete über den Stand des Projektes KEEST. Dieses werde wahrgenommen im Kanton und darüber hinaus und habe eine eigentliche Pionierfunktion. Andreas Koch erwähnte einige Beispiele wie eine erfolgreiche Firmenansiedlung in Zusammenarbeit mit dem KEEST und die technischen Prozessanalysen, die angeboten werden.

Kassier Richard Peter präsentierte eine Rechnung, die fast mit einer Punktlandung abgeschlossen hat im Vergleich zum Budget. Rechnung wie Budget wurden ohne Fragen genehmigt.

Weiter musste die Präsidentin den Abschied von Vorstandmitglied Rolf Traxler bekanntgeben. Er wird an der Jahresversammlung zurücktreten als Präsident des Arbeitgeberverbandes Südthurgau. Als sein Nachfolger wird Martin Model vorgeschlagen, der nach Amtsantritt auch im Vorstand des Vereins Wirtschaftsraum Südthurgau Einsitz nehmen wird.

Rolf Traxler freute sich rückblickend über die gute Zusammenarbeit beider Verbände und erwähnte die aus seiner Sicht wichtigsten Punkte wie den neuen Namen Südthurgau, das Projekt KEEST und die Reorganisation IRPG, wo nach seiner Ansicht der Südthurgau eher stiefmütterlich behandelt werde.

Chance besteht noch
Robert Meyer hatte sich nochmals mit der Medienlandschaft Südthurgau befasst, die ärmer geworden sei, seit die Regional-Zeitung eingestellt wurde. Die „Regi“ fehle, das werde immer wieder festgestellt. Als letztes Kapitel in dieser Geschichte habe nun auch noch die Redaktion Hinterthurgau der Thurgauer Zeitung ihr Büro in Eschlikon verlassen und sei auf Distanz gegangen.

Bei der Aufgabe der „Regi“ hätten die Verantwortlichen eher aktive Sterbehilfe geleistet und nicht lebensrettende Sofortmassnahmen gewählt, meinte Robert Meyer weiter. Projekte seien vor mehr als einem Jahr vorhanden gewesen, leider hätten sich zu wenig Gemeinden dahinter gestellt. Die Chance bestehe aber immer noch, die unbefriedigende Situation zu ändern und die „Regi“ auferstehen zu lassen, ist der Eschliker Gemeindeammann überzeugt. Schon einmal sei die Zeitung von einem Unternehmer gerettet worden, daran wolle er erinnern.

Thurgauer Siedlung und Landschaft im Wandel
Der Aadorfer Gemeindeammann Bruno Lüscher orientierte kurz über die Wanderausstellung „Thurgauer Siedlung und Landschaft im Wandel“, die im März 2010 in Arbon starten wird und in allen Bezirken des Kantons gezeigt wird. Im Südthurgau wird diese Wanderausstellung an vier Orten zu sehen sein und zwar in Aadorf, Sirnach, Fischingen und Tobel. Es sei vorgesehen, ein regionales Modul anzuhängen und damit die Gelegenheit zu nutzen, den Südthurgau als Region besser bekannt zu machen.


Südthurgauerin des Jahres
Der Verein Wirtschaftsraum Südthurgau vergibt jährlich einen Motivationspreis, wie Myrta Klarer ausführte. Es freue sie besonders, dass erstmals eine Frau ernannt werde.

Jane Bucher hielt die Laudatio zur fünften Verleihung des Titels und bald merkten sicher viele der Anwesenden, wer die erste Südthurgauerin des Jahres ist. Eine Innerschweizerin die aus Liebe in den Südthurgau gekommen ist und als „Nachtigall vom Hinterthurgau“ bezeichnet wird. Eine Jodlerin, die Solo und im Duett mit Markus von Rotz höchste Auszeichnungen an eidgenössischen Jodlerfesten errungen hat. Eine aktive Frau, die sich im Unternehmen ihres Mannes mit Herzblut engagiert, neben den vielen Aufgaben als Mutter von vier Kindern, Hausfrau und Gründerin und Leiterin des Kinderjodelchörli Tannzapfenland. Ganz klein mit nur vier Kindern hat Irma Schatt, die Südthurgauerin des Jahres 2009, den ersten Auftritt gehabt. Heute singen 32 Kinder im Chor mit und im letzten Jahr wurden 32 Auftritte gezählt, für 2010 sind bereits 30 Auftritte geplant.

Eine strahlende Irma Schatt nahm den Scheck von Renato Gervasi, Niederlassungsleiter TKB Sirnach, entgegen. Wie zu vernehmen war, wird der Betrag mit dem Jodelchörli geteilt. Die Anwesenden kamen anschliessend in den Genuss eines Auftrittes der kleinen Jodlerinnen und Jodler, die auch noch selber durch das Programm führen und Witze erzählen. Diese fröhlichen Gesichter und die leuchtenden Kinderaugen zu sehen ist eine wahre Freude, schon allein dafür hat Irma Schatt die Auszeichnung mehr als verdient.

Robert Meyer sieht noch eine Chance für die Medienlandschaft Südthurgau.
Robert Meyer sieht noch eine Chance für die Medienlandschaft Südthurgau.

Renato Gervasi und die Südthurgauerin des Jahres, Irma Schatt.
Renato Gervasi und die Südthurgauerin des Jahres, Irma Schatt.

Das Kinderjodelchörli Tannzapfenland bekommt einen Anteil des Betrags.
Das Kinderjodelchörli Tannzapfenland bekommt einen Anteil des Betrags.

Die Kinder erfreuten mit ihrem frischen und fröhlichen Auftritt.
Die Kinder erfreuten mit ihrem frischen und fröhlichen Auftritt.